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Kevin J.

Nachtschattengewächse

Von gefährlichen Experimenten, aphrodisischen Hochgenüssen, berauschenden Hexensalben und leckeren Gemüsesorten… Nirgendwo sonst in der Pflanzenwelt liegen Glück und Wahnsinn, Heil und Schmerz, Genuss und Furcht, Leben und Tod sowie Licht und Schatten dichter zusammen, als im Reich der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Eine Pflanzenfamilie, deren zugeordnete Arten bereits seit Jahrhunderten im Fokus menschlichen Interesses stehen und bis zum heutigen Tag gleichermaßen als ...

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Es wächst, was gebraucht wird!

Ein Streifzug durch die heimische Heilpflanzen-Flora. Vieles von dem, was unseren Ahnen über Jahrtausende hinweg bekannt war, hat der moderne Zivilisationsmensch fast vollständig vergessen. Zum Beispiel jenes universell feststellbare Phänomen, das sich Heilpflanzen häufig exakt dort ansiedeln, wo sie besonders benötigt werden – etwa um die Luft- und Bodenqualität zu verbessern oder um der Menschheit bei individuellen und kollektiven Heilungsprozessen ...

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Heimische Ethnobotanik # 6 – Die Gemeine Fichte

Passend zur Weihnachtszeit beschäftigt sich der sechste Teil der Serie „Heimische Ethnobotanik“ mit der allseits bekannten Konifere Picea abies, die neben der Blau-Fichte (Picea pungens), der Nordmann-Tanne (Abies nordmanniana) und einigen anderen Nadelholzgewächsen zu den beliebtesten Weihnachtsbäumen gehört. Ein Blick auf die Kulturgeschichte dieser Pflanze verrät jedoch, dass sich ihr dokumentierter Gebrauch nicht nur auf einen Einsatz als Weihnachtsbaum beschränkt. ...

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Heimische Ethnobotanik # 5 – Das Johanniskraut

Eine Pflanze, die aufgrund ihrer kulturhistorischen Relevanz in der Artikelserie „Heimische Ethnobotanik“ nicht fehlen sollte, ist das Johanniskraut (Hypericum perforatum). Schon lange gilt dieses Gewächs als hervorragende Heil- und Ritualpflanze und wird seit jeher entsprechend verwendet, beispielsweise als antidepressiv wirkendes Psychoaktivum, als Schmerzmittel oder in der Darreichung eines magischen Räucherwerks. Doch nicht nur damals, sondern auch heutzutage erfreut sich das ...

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Heimische Ethnobotanik # 4 – Der Wacholder

Im vierten Teil der Artikelserie „Heimische Ethnobotanik“ wird sich mit dem Nadelholzgewächs Wacholder (Juniperus communis) beschäftigt. Dabei handelt es sich um eine Pflanze mit einer großen Bandbreite an unterschiedlichen Wirkeigenschaften, die als Räucherwerk angewendet aller Wahrscheinlichkeit nach zu den ältesten Ritualpflanzen der Menschheit gehört. Botanische Zuordnung Gattung → Juniperus (Wacholder) Familie → Cupressaceae (Zypressengewächse) Ethnobotanisch relevante Juniperus-Spezies Juniperus cedrus WEBB. ...

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Heimische Ethnobotanik # 3 – Der Hopfen

Fortgeführt wird die „ethnobotanische Reihe“ mit einer Pflanze, die heutzutage in erster Linie als Grundzutat für die Herstellung von Bier bekannt ist. Keine Frage, die Rede ist vom Echten Hopfen (Humulus lupulus) – eine Pflanze, die sich seit langen Zeiten allerdings nicht nur einer großen Beliebtheit als konservierendes und würziges Bieradditiv erfreut, sondern auch als mild beruhigende Heilpflanze, etwa in ...

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Heimische Ethnobotanik # 2 – Die Schafgarbe

Der zweite Teil der Artikelserie „Heimische Ethnobotanik“ widmet sich der Schafgarbe (Achillea millefolium) – eine Pflanze, die im alten Europa nicht nur als wertvolles Heilmittel geschätzt, sondern von unseren Vorfahren auch als rituelle Orakel- sowie als reinigende und visionsfördernde Räucherpflanze eingesetzt wurde. In Deutschland kann die Schafgarbe als weit verbreitete Wildpflanze überall gefunden werden, häufig direkt am Wegesrand. Botanische Zuordnung ...

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Heimische Ethnobotanik # 1 – Die Mistel

In dieser mehrteiligen Artikelserie mit dem Titel „Heimische Ethnobotanik“ liegt der Fokus auf jenen Pflanzenarten, die in Europa schon lange als wichtige Heil-, Ritual- oder Rauschpflanzen bekannt sind und seit jeher entsprechend genutzt werden. Dabei wird sich der erste Teil dieser ethnobotanischen Reihe mit der allseits bekannten Mistel (Viscum album) beschäftigen – eine auf Bäumen schmarotzende Pflanze, die unseren Vorfahren ...

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Die afrikanische Traumwurzel – Zauberpflanze der Xhosa

Silene capensis – den meisten ist dieses Leimkrautgewächs unter seinem Trivialnamen „afrikanische Traumwurzel“ bekannt – ist eine Pflanze, die in Fachkreisen den sogenannten Oneirogenen zugeordnet wird. Darunter sind Pflanzen (oder synthetische Wirkstoffe) zu verstehen, deren Wirkung primär dadurch charakterisiert ist, dass sie das menschliche Traumerlebnis nicht nur verlängern, sondern auch intensivieren und bewusster machen. Die afrikanische Traumwurzel ist daher eine ...

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Der abendländische Lebensbaum – Eine thujonhaltige Heckenpflanze mit Tradition

Den meisten Personen ist die Konifere Thuja occidentalis ausschließlich als blickdichte Heckenpflanze bekannt. Nur die Wenigsten wissen, dass diese Pflanze – die vermutlich in jedem dritten Garten als Sichtschutz fungiert – in Europa auch von ethnobotanischer Relevanz ist, beispielsweise als rituelles Räucherwerk, Heilmittel oder als Symbol für Lebenskraft und die Sehnsucht nach dem ewigen Leben – daher auch der Trivialname ...

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Yohimbe – Ein pflanzliches Aphrodisiakum

Die Rinde des Tropenbaums Pausinystalia yohimbe wird in Afrika schon lange als ausgezeichnetes Aphrodisiakum geschätzt, genau, wie als schamanische Einweihungsdroge für Fetish- und Ahnenkulte. Doch nicht nur in Afrika, sondern auch in der westlichen Schulmedizin ist der zentrale Wirkstoff dieses Rötegewächses, nämlich das Indolalkaloid Yohimbin, eine wichtige Ingredienz potenz- und luststeigernder Arzneimittel. Von einigen Personen wird die wirkstoffhaltige Rinde des ...

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Sinicuichi – Der „Sonnenöffner”

Heimia salicifolia ist eine psychoaktive Pflanze aus der Familie der Weiderichgewächse, deren botanische Heimat in Mittel- und Südamerika liegt. Von ethnopharmakologischer Relevanz ist Sinicuichi in erster Linie in Form eines geistbewegenden Tranks, der im alten Mexiko – aufgrund seiner gedächtnisanregenden Wirkung – als schamanisches Werkzeug eingesetzt wurde. Daneben hat Sinicuichi ein beruhigendes und leicht euphorisierendes Wirkverhalten und kann, abhängig der ...

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Die Eibe

Taxus baccata – Ein psychoaktives Zaubergewächs der Kelten Die Eibe ist eine heimische Zauberpflanze, deren ethnorituelle Relevanz in Europa viele Jahrtausende zurückverfolgt werden kann. Man kann sagen, dass die Eibe zu den ureuropäischen Schamanenpflanzen gehört, wobei sie für unsere nordischen Vorfahren – als der sogenannte Weltenbaum – sogar eine der heiligsten Pflanzen von allen gewesen ist. Daneben fasziniert die Eibe ...

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Was ist Drogenmündigkeit?

„Das Pendant zu Sucht und exzessivem Konsum ist nicht Abstinenz, sondern Drogenmündigkeit.“ (BARSCH 2002: 45) Immer wieder taucht in drogenpolitischen Diskussionen zum Umgang mit psychoaktiven Substanzen das Schlagwort Drogenmündigkeit auf. Dabei handelt es sich um ein Präventionskonzept, welches auf die Vermeidung von problematischem Drogenkonsum abzielt und auf zwei grundlegenden Annahmen basiert: 1. Der Drogengebraucher ist ein mündiger und zur Selbstbestimmung ...

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Amanita muscaria – Über das Männlein, das im Walde steht

Die bewusstseinsverändernde Anwendung des Fliegenpilzes ist schon lange bekannt und lässt sich einige Jahrtausende zurückverfolgen, vor allem im Kontext des nordischen Schamanismus. Doch während der Pilz zu früheren Zeiten noch als psychoaktives Werkzeug der Schamanen geschätzt wurde, kennt man ihn heute fast nur noch als gefährlichen Giftpilz, vor dessen Einnahme immer wieder eindringlich gewarnt wird. Gleichzeitig gilt er aber auch ...

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Tabakersatz – Nikotinfreie Kräuter für die Rauchmischung

Für die einen sind nikotinfreie Kräuterzigaretten und Kräutertabake effektvolle Hilfsmittel, die den Prozess der Nikotinentwöhnung erleichtern können, während sie von einigen nikotinfrei lebenden Hänflingen vor allem als Tabaksubstitute für die Gras- oder Haschischmischung gebraucht werden. Hierzu werden bevorzugt die im Internet- sowie in Headshops erhältlichen nikotinfreien Rauchmischungen verwendet, beispielsweise Knaster®, greengo® oder die NTB-Kräuteretten®. Viele Konsumenten stellen sich darüber hinaus ...

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Tabernanthe iboga – Visionäre Pflanzenmedizin aus Afrika

Der Ibogastrauch zählt zu den wichtigsten afrikanischen Schamanenpflanzen und ist für die Anhänger des Bwiti-Kultes der wahre, direkt aus dem biblischen Garten Eden stammende Baum der Erkenntnis, dessen Wurzel, abhängig der eingenommenen Dosierung, entweder als euphorisierende Stimulanz oder als visionäres Psychedelikum wirkt. Eingesetzt wird die Ibogawurzel traditionell als Aphrodisiakum, zur Steigerung der konditionellen Leistungsfähigkeit sowie im Kontext von spirituellen Initiations- ...

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Der Beifuß – Eine uralte Ritual- und Zauberpflanze

Artemisia vulgaris gehört zu den ältesten Schamanenpflanzen Europas. So alt wie die magische Praxis des Räucherns ist, so alt ist auch die rituelle Verwendung des Beifußes – nachweislich seit der Steinzeit. Räucherungen mit diesem Korbblütler wirken reinigend, „kopföffnend“ und helfen dabei einen sakralen Raum zu schaffen. Besonders für schamanische oder psychonautische Rituale sowie zur Meditation ist der Beifuß deshalb ein ...

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