Kategorie: Cannabis-Strains und Sorten

Die Pflanzengattung Cannabis

Der Hanf mit dem wissenschaftlichen Namen „Cannabis“ ist die gesamte Pflanzengruppe. Sie ist im Übrigen mit dem Hopfen und weiteren ca. 7 bis 9 Hanfgewächsen eng verwandt und gehört zu der Ordnung der Rosenartigen. Es gibt bei Cannabis-Strains einige genetische Schwerpunkte, die sich in Indika und Sativa unterteilen lassen.

Die Haze ist ein Strain, der dem Sativa zugeordnet werden, kann aber gerne auch in Kreuzungen mit Indika-Anteil hinein gekreuzt wird. Wenn eine Indika mit 4 Wochen Wuchs und 6 bis 9 Wochen Blüte schnell fertig ist, braucht eine normale Haze bis zu 6 Monate oder länger. Wobei der Ertrag nicht sehr viel Gewicht auf die Pflanzengröße bringt. Die Wirkung ist jedoch einmalig sowie sehr gefragt. Deswegen wird die Haze in ertragreiche und schnell reifende Marihuana Strains gekreuzt, um diese Wirkung wenigstens ansatzweise mit weit geringerem Aufwand zu erhalten.

Neben dem Indika und Sativa könnte ein dritter Stamm als Ruderalis bezeichnet werden. Dieser Strain wächst in nördlichen Regionen mit sehr kurzen Sommern. Die Besonderheit wäre, dass unabhängig zur Beleuchtungsdauer die Blüte einsetzt, nachdem eine gewisse Größe erreicht wurde. Am Äquator hingegen ist es immer 12 Stunden Tag zu 12 Stunden Nacht, wobei die Pflanzen genau dann in die Blüte wechseln würden. Cannabis-Strains aus dem Äquatorraum oder auch andere wachsen ebenfalls zuerst und blühen erst dann.

Würden die Strains jedoch mit künstlich auf 18 Stunden verlängerten Tagen angebaut werden, würden sie in der Vorblütephase bleiben. Es gibt in Äquatornähe auch Pflanzen, die diesen Gesetzmäßigkeiten nicht mehr ganz unterliegen und einfach über Jahre weiter wachsen wobei Cannabis eigentlich eine einjährige Pflanze ist, die nach der Blüte abstirbt. Nur in der Vorblüte gehaltene Pflanzen können einfach weiter wachsen.

Besonderheiten zu Marihuana Strains

Alle Nutz- oder Rauschhanfpflanzen, wobei einige Cannabis-Strains sich durchaus für beide Zwecke eignen, gehen auf Indika, Sativa und Ruderalis zurück. Dass es eine Indika oder Sativa ist, hat nicht zugleich eine Aussagekraft über den Wirkstoffgehalt. Jedoch sind Nutzhanfpflanzen in ihrem Wuchs zu Marihuana Strains in der Regel grundverschieden: Nutzhanf wächst als dünner Stengel bis zu 5 Meter in die Höhe, wohingegen Marihuana in der Regel auch mit den Seitenzweigen und mit dickerem Stiel wächst.

Hohe Wirkstoffgehalte hat Marihuana der Linien Indika und Sativa. Sativas werden tendenziell größer und brauchen für die Blüte länger, wodurch sie sich für nördliche oder weit südliche und somit kältere Regionen nicht für Outdoor eignen. Bei den Ruderalis Cannabis-Strains ist die berauschende Wirkung unbedeutend. Dieser wird jedoch mit Indika und Sativa Strains gekreuzt, damit diese unabhängig zur Tageslänge blühen. Sämtliche Autoflower Strains gehen auf Einkreuzungen durch Ruderalis zurück.

Unabhängig zum Strain gilt:

Die Entwicklung feminisierter Marihuana Seeds ließe sich auf alle Strains anwenden, wenn sie denn richtig ausgeführt wird. Der Begriff Sensimilla bedeutet lediglich, dass Marihuana so angebaut wird, dass männliche und zwittrige Pflanzen vor der Pollenfreisetzung entfernt werden und sich eine saatfreie Marihuanablüte mit insgesamt höherem Wirkstoffgehalt bilden kann.

Das wären die Rahmenbedingungen für vermutlich tausende Strains, die es weltweit zu finden gibt.

Häufige Fragen zu Cannabis-Sorten und Strains

Welche Cannabis-Sorten gibt es und wie unterscheiden sie sich?

Grundsätzlich unterscheidet man vier genetische Grundlinien: Indica (kompakt, kurze Blüte, körperbetonte Wirkung), Sativa (hochwachsend, lange Blüte, kopfbetonte Wirkung), Hybride als gezielte Kreuzungen beider Linien sowie Ruderalis, auf dem die selbstblühenden Autoflower-Sorten beruhen. Wie sich diese Typen heute tatsächlich abgrenzen lassen, erklärt unser Vergleich Indica vs. Sativa vs. Hybrid.

Wie wirken die verschiedenen Cannabis-Sorten?

Die Wirkung einer Sorte hängt weniger vom simplen Indica/Sativa-Etikett ab als vom individuellen Cannabinoid- und Terpenprofil (THC, CBD, Myrcen, Limonen und Co.). Indica-dominante Strains gelten als beruhigend und schlaffördernd, Sativa-dominante als anregend und kreativ – die Übergänge sind jedoch fließend. Welche Genetik hinter der jeweiligen Wirkung steckt und wie du die passende Sorte findest, zeigt Cannabis-Genetik verstehen.

Woran erkennt man verschiedene Cannabis-Sorten?

Sorten lassen sich an Wuchsform (buschig vs. schlank), Blattfingern (breit bei Indica, schmal bei Sativa), Blütezeit, Aroma und Ertrag erkennen. Für den Anbau ist neben der Genetik auch das Substrat entscheidend – warum etwa Tomatenerde für Cannabis nur bedingt taugt, klären wir im Hausmittel-Check. Eine vollständige Übersicht zu Größe, Blütezeit und Eigenschaften bietet der Sortenguide 2026.

Welche Cannabis-Strains sind in Deutschland verfügbar?

Seit der Teillegalisierung 2024 sind sowohl Samen etablierter Seedbanks für den legalen Eigenanbau als auch zahlreiche Medizinalcannabis-Sorten über Apotheken erhältlich. Wie Kreuzungen benannt und stabilisiert werden – von der F1 bis zur Backcross-Linie –, erklärt Cannabis-Genetik erklärt: F1, F2, BX.


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