Lagerung von Marihuana

THC baut sich durch Sauerstoff ab

Vielen ist nicht bewusst, dass THC mit Sauerstoff sehr schnell reagiert, wodurch es jedoch die medizinische und seine berauschende Wirkung verliert. Wer häufiger Haschisch in Platten oder anderen größeren Einheiten erwirbt oder selber herstellt, wird feststellen, dass spätestens nach dem Entfernen der Folie die äußerste Schicht mit der Zeit dunkler wird. Beim Aufbrechen ist das Innere jedoch heller, da der Sauerstoff es nicht bis hier hin geschafft hat. Allerdings ist das THC einer der Faktoren, der für das Kratzen im Hals verantwortlich ist. Bevor Haschisch in Afghanistan zum gefragten Exportgut wurde, haben die Bauern das frische Hasch in einen unterirdischen Lagerraum gelegt. Dieser hat sehr konstante Klimawerte. Hier lagerte das Haschisch ein paar Jahre und wurde erst dann konsumiert. Der Wirkstoffverlust wurde durch den milden Rauch gerechtfertigt, mit dem größere Mengen weit angenehmer konsumiert werden konnten. Jedoch wurde das extrem alte Hasch nicht mehr konsumiert, da es nicht genügend wirkte. Wegen diesem Faktor ist es sehr wichtig, Marihuana, Haschisch oder andere cannbinoidhaltige Produkte richtig zu lagern. Es gibt viele Leute, die davon berichten, Jahre altes Marihuana oder Hasch hinter dem Sofa gefunden zu haben, welches gut wirkte. Dieses liegt jedoch daran, dass in dem Material eine nicht alternde Vorstufe zum THC enthalten ist, die durch das Erhitzen beim Konsumieren in THC umgewandelt wird. Deswegen sollte Marihuana oder Haschisch kurz vor dem Konsum oder direkt bei diesem erhitzt werden, um auch dieses Potenzial nutzen zu können. Das gilt auch, wenn das Haschisch, Marihuana oder Extrakt gegessen werden soll.

Die richtige Lagerung:

Neben dem Faktor der Wirkung von Sauerstoff auf THC verflüchtigen sich die Terpene, die den Geruch ausmachen und den Geschmack beeinflussen, häufig bereits bei warmen Raumtemperaturen. Cannabinoidhaltige Substanzen für die Medizin oder den Genuss sollten deswegen vom Sauerstoff weitgehend abgeschirmt und kühl gelagert werden. Zudem sollte die Lagerung dunkel erfolgen. Wären Marihuana Blüten noch feucht, würden sie jedoch schlecht werden. Deswegen muss die Trocknung beziehungsweise Fermentation abgeschlossen sein, um das Material wirklich lagern zu können. Es in Einmachgläsern oder Gefrierbeuteln zu verpacken und sogar einzufrieren oder an einem kühlen und trockenen Ort mit konstantem Klima zu lagern, wäre richtig. Bei größeren Mengen sollten immer nur die Rationen für ein paar Tage entnommen und ebenfalls vor Luft, Feuchtigkeit, Wärme und Licht abgeschirmt gelagert werden. Dann sollte das Marihuana oder Haschisch durchaus auch ein paar Jahre überdauern können, ohne gravierend an Wirkung zu verlieren. Es sollte zudem möglich sein, die Blüten in Strohrum oder ähnlich hochprozentigen Trinkalkohol einzulegen und die versiegelten Flaschen bei Dunkelheit über Jahre zu lagern. Das wäre jedoch nur etwas für Personen, die auch den Alkohol mögen.

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