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Hanfpolitik

Daniela Ludwigs gefährliches Spiel mit dem THC-Gehalt

Am 10. Februar wollte die Drogenbeauftragte Daniela Ludwig mithilfe eines Instagram-Posts [1] belegen, dass Cannabis im Jahr 2020 um ein Vielfaches stärker sei als noch vor 20 Jahren. Das in den 1990er Jahren weit verbreitete Haschisch habe mit 4,9 Prozent nur einen Bruchteil der Hanfblüten von heute gehabt, postet die CSU-Frau von einem Treffen mit dem bayrischen LKA. Letztere seien ...

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Legalisierung von Industrie- und Medizinalhanf in Ghana

Zur Überraschung vieler Nationen wurde in Ghana der Industrie- und Medizinalhanf legalisiert. Damit schließt sich dieses Land einer kontinentalen Bewegung afrikanischer Länder an, welche den wirtschaftlichen und ökologischen Wert von Cannabis anerkennt. Narcotics Control Commission Bill Mitte Mai wurde ein Gesetz namens „Narcotics Control Commission Bill” vom Parlament verabschiedet, welches der nationalen Drogenbehörde mehr Mittel zur Regulierung einiger illegalen Substanzen ...

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Drogen am Steuer

Letztes Jahr hat die Polizei in Österreich mehr als 4.000 Autofahrer wegen Suchtgiftmissbrauchs angezeigt. Allerdings: Die meisten dieser „Drogenlenker“ haben Cannabis konsumiert, dessen Wirkstoff THC tage- bis wochenlang im Blut nachgewiesen werden kann, auch wenn man längst nicht mehr „high“ ist.  Hanfmesse in Niederösterreich: Polizei kassiert 161 Führerscheine. Planquadrat in Wien: Polizei erwischt in einer Nacht 24 Drogenlenker! Aber: Bei 200 ...

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Schweiz: Lockerungen im Umgang mit Medizinalhanf

Seit geraumer Zeit schon gibt es in der Schweiz Initiativen mit der Absicht eine Versorgung mit medizinischem Cannabis für Patienten zu etablieren. Tatsächlich hatte Deutschland, obwohl es beim Thema Cannabis eigentlich stets als konservativer gilt, durch das seit 2017 geltende Cannabis als Medizin Gesetz eine etwas fortschrittlichere Situation geschaffen. Der Zugang zu Cannabis für Patienten ist aber auch bei den ...

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Was verbirgt sich hinter „Swiss Safe Access for Cannabinoids”?

Auch in der Schweiz besteht ein konstante Diskussion um Cannabis. Insbesondere hat sich eine Bewegung etabliert, die sich „Swiss Safe Access for Cannabinoids” nennt, kurz SSAC. Ziel dieser wohltätigen Organisation ist vorrangig, dass das therapeutische Potenzial von Cannabis anerkannt wird und dass die Öffentlichkeit mehr Informationen zu diesem Genussmittel bekommt. Die jetzige Gesetzlage Wie in Deutschland auch, ist Cannabis an ...

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Europa, quo vadis cum Cannabis? Legalisierung in Kroatien?

Als Befürworter einer liberaleren Cannabispolitik weiß man derzeit in Europa kaum, was man denken soll. Progressive Prozesse scheinen zu stagnieren oder sogar still zu stehen. Die deutsche Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig macht sich nur noch durch eine restriktive Haltung bemerkbar und glänzt mit Falschaussagen in sozialen Medien. In den Niederlanden soll womöglich ein Versuch unternommen werden, die Touristen vom tolerierten Cannabishandel ...

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SPD kontert Kritik am Fraktionsbeschluss zur Entkriminalisierung

Wie wir bereits vor einigen Tagen berichteten, hat sich die SPD-Fraktion des Bundestages endlich auf eine neuen Kurs in der deutschen Cannabispolitik verständigt. In einem Positionspapier und einer Pressemitteilung haben sich die Sozialdemokraten für das Ende der Verbotspolitik ausgesprochen. Eine konsequente Legalisierung von Cannabis lehnen sie jedoch ab. Zunächst einmal wird die Herabstufung von kleineren Besitzdelikten von der Straftat zur ...

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Nepal diskutiert über Legalisierung

Nachdem die Kommunistische Partei in Nepal Reformen in der Gesetzgebung forderte, beschäftigt sich das nepalesische Parlament mit der Legalisierung von Cannabis für den Freizeitkonsum. Vertreter der regierenden Kommunistischen Partei Nepals befassen sich gerade mit einem Gesetz für die Legalisierung von Cannabis. Das Land eigne sich für den Anbau von Cannabis und es sei eine gute Möglichkeit, die Landwirtschaft anzukurbeln. Wie ...

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USA: Bernie Sanders verspricht Legalisierung auf Bundesebene

Während einer Wahlkampfkampagne in Iowa versprach der demokratische Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders, dass er als Präsident Cannabis in den gesamten USA legalisieren werde. Vergangenes Wochenende verdeutlichte Bernie Sanders noch einmal seine Haltung zum Thema Cannabis. Er werde den „destruktiven“ Krieg gegen Drogen beenden und gleich am ersten Tag seiner Amtszeit per Präsidentenverfügung dafür sorgen, das Cannabis in allen 50 Staaten legalisiert ...

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Australien: Cannabis-Reform im Australian Capital Territory

Trotz Gegenwehr von Bundesregierung und Vereinten Nationen verabschiedete das australische Gebiet Australian Capital Territory neue Cannabis-Gesetze. Das Australian Capital Territory hat neue Cannabis-Gesetze verabschiedet. Einem Bericht zufolge [1], sollen Konsum und Besitz geringer Mengen Cannabis nicht länger strafrechtlich verfolgt oder mit einem Bußgeld belegt werden. Das neue Gesetz sei trotz Widerstands der Bundesregierung und einer Warnung der Vereinten Nationen, das ...

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Mexiko: Abstimmung über Legalisierungsgesetz im April

Schon im Herbst 2018 hatte der oberste Gerichtshof in Mexiko das Verbot von Cannabis als verfassungswidrig verurteilt. Die Regierung wurde durch die Entscheidung des Gerichts aufgefordert, eine Gesetzesreform auf den Weg zu bringen, die sich am Urteil orientiert. Einige Zeit zuvor hatten sich verschiedene Regierungspolitiker für eine Liberalisierung ausgesprochen, um den Kartellen das Geschäft mit Cannabis zu entreißen. Trotz allem ...

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EU-Kommission: Einheitliche Abstimmung über WHO-Empfehlungen zu Cannabis

Im März diesen Jahres kommt die Suchtstoffkommission der Vereinten Nationen (Commission on Narcotic Drugs / CND) zum nächsten Mal zusammen, um über den Umgang mit Cannabis zu beraten. Im Vorfeld sollen die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gemeinsam besprechen, mit welcher Haltung man in einer Abstimmung entscheiden wolle. So lautet ein aktueller Vorschlag der Europäischen Kommission, die gerne als einheitliche Front ...

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Patienten auf Sizilien erhalten medizinisches Cannabis gratis

Einem Bericht der italienischen Nachrichtenseite thelocal.it [1] zufolge, hat die Regierung in Italien entschieden, dass Patienten mit bestimmten Krankheiten auf Sizilien kostenlosen Zugang zu medizinischem Cannabis erhalten sollen. Siziliens oberster Gesundheitsminister Ruggero Razza unterzeichnete eine Bestimmung, wonach Patienten mit chronischen oder neuropathischen Schmerzen, zerebraler Lähmung oder Multipler Sklerose für das von der Regierung subventionierte Cannabisprogramm in Frage kommen. Mit der ...

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Sambia genehmigt Cannabisproduktion

An vielen Orten der Welt beschäftigen sich Regierungen, Parlamente und Gerichte mit der Legalisierung von Cannabis. Die Gründe dafür sind äußerst unterschiedlich, je nachdem wohin man schaut. In Mexiko liegt der Fokus sicher darauf, die Kartelle zu schwächen, die das Land seit Jahren mit Gewalt und Terror überziehen. In vielen Bundesstaaten der USA wurde die Legalisierung durch Volksabstimmungen herbeigeführt. Hier ...

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Die Cannabispolitik der Parteien für die Bürgerschaftswahl in Hamburg

Hamburg wählt am 23. Februar 2020 die Bürgerschaft. In der Hansestadt entspricht dies den Landtagswahlen der deutschen Bundesländer. Anlässlich der Wahlen hat der Hamburger Hanfverband allen Fraktionen einige Fragen zugesandt und auch die Wahlprogramme auf deren Absichten bezüglich der Drogenpolitik unter die Lupe genommen. So wollte der Hanfverband den Bürgern einen Überblick über die Wählbarkeit der Parteien für Hanffreunde geben.  ...

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Neuer Premierminister von Malta ist Legalisierungsbefürworter

Für den deutschen, österreichischen und schweizerischen Cannabiskonsumenten scheint es so, als ob überall auf der Welt in schnellem Schritt in Richtung Legalisierung marschiert wird, außer zuhause. Schlagzeilen zur Eröffnung des legalen Handels mit Cannabis in Illinois, und das Gerichtsurteil in Italien, das den Homegrow aus dem Straftatbestand zu holen scheint, vermitteln diesen Eindruck. Auf Malta machen unterdessen die Aussagen der ...

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Brasilien: Grünes Licht für medizinisches Cannabis

Wie die Nachrichtenagentur Reuters bereits vergangene Woche berichtete, habe die brasilianische Arzneimittelzulassungsbehörde Anvisa Verordnungen für die Einführung von medizinischen Cannabisprodukten verabschiedet. Der Vorschlag, Cannabis innerhalb der Landesgrenzen anzubauen, sei in einer gesonderten Abstimmung allerdings abgelehnt worden. Die Zustimmung von Anvisa zu den Bestimmungen eines regulierten medizinischen Cannabis-Marktes könnte in Brasilien einen Wandel einläuten. Seit Jahrzehnten leidet das Land am Amazonas ...

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Neuseeländische Regierung nennt erste Details einer möglichen Legalisierung

Wie in einem Medienbericht zu lesen ist [1], hat die neuseeländische Regierung nun Details für eine mögliche Cannabis-Legalisierung bekannt gegeben. Nächstes Jahr können wahlberechtigte Einwohner darüber abstimmen, ob Cannabis legalisiert werden soll. Bisher ist Cannabis für den Konsum von Erwachsenen nur in zwei Ländern legal erhältlich: Uruguay und Kanada. Die Chancen stehen gut, dass der Inselstaat im Südpazifik das nächste ...

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Staatlich geförderte Cannabidiol-Forschung stärkt Vertrauen in die CBD-Industrie

Mit der Genehmigung von stattlichen 3 Millionen US-Dollar Fördergeldern für mehrere wissenschaftliche Studien zur Erforschung der Schmerzwirkung von Cannabinoiden unternahmen die National Institutes of Health (NIH) einen wichtigen Schritt für die weitläufige Akzeptanz von Cannabis und Cannabidiol in der Medizin in den USA. Vor allem die CBD-Branche soll in besonderem Maße von den Studien profitieren, die vom National Center for ...

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Uganda plant den Export von medizinischem Cannabis nach Europa

Anfang nächsten Jahres werden voraussichtlich die ersten Lieferungen von medizinischem Cannabis nach Europa exportiert werden. Der Bau einer Produktionsstätte stehe kurz vor dem Abschluss. Die Experten auf der CannaTech-Konferenz in Kapstadt waren sich einig: Afrika wird in Zukunft eine führende Rolle auf dem globalen Cannabis-Markt einnehmen [1]. Eines der Länder, die bereits in die grüne Zukunft investieren, ist Uganda. In ...

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Hanfpolitik ist nicht immer Drogenpolitik


Nicht nur in den USA hat es Hanfgesetze gegeben, mit denen die Einwohner zum Hanfanbau gezwungen wurden, wollten sie nicht zahlen oder andere Strafen in Kauf nehmen. Das erste bekannte Hanfverbotsgesetz wäre in der Bibelgeschichte zum Paradies zu sehen, in der Adam und Eva der Apfel der Erkenntnis verboten wurde, der sinnbildlich für einige Drogen steht. Das erste bekannte Verbot, in dem explizit Hanf genannt wird, stammt vermutlich von Napoleon, der in Ägypten einem Attentat entging. Der Attentäter hatte Hanf in den Taschen, ohne diesen hätte Napoleon vielleicht sein Leben verloren oder macht Hanf nicht träge und lethargisch? Das Mörderbild hat der Hanf den Assassinen- Meuchelmördern zu verdanken, die ihn jedoch kaum zu ihren Mordakten sondern eher zur Entspannung einnahmen. Dass vielerorts Haschisch zur Berauschung konsumiert wurde, ohne dass die Leute zu Gewalttaten neigten, half nicht gegen diese Falschdarstellung. Auch die Prohibition erklärte Marihuana erst zur Mörderdroge aber von einem Jahr zum anderen wurde gesagt, die Kommunisten verteilen den Hanf, damit die Leute nicht mehr Kampffähig sind. Immer so, wie es passt.


Warum Hanfpolitik und Drogenpolitik für viele dasselbe ist


Der Antrieb für das Hanfverbot, welches von der USA ausgehend die Welt umspannt und gerade wieder eingerissen wird, wäre weniger der Punkt, dass es high macht. Dieses ist jedoch das rassistische Verbotsargument mit dem Fingerzeig auf Mexikaner, Farbige, Latinos und die frevelhaften Jazzmusiker. In Wirklichkeit ging es den Beamten nach der Beendigung der Alkoholverbote in den USA um den Erhalt von ihrem Job und der damit verbundenen Machtstellung. Unterstützern aus der Wirtschaft ging es darum, den konkurrierenden und gerade im Durchbruch begriffenen Rohstoff auszuschalten sowie rassistisch zu wirken. Dieses wären die eigentlichen Gründe für die Hanfprohibition und warum Marihuana in vielen Ländern harten Drogen gleichgesetzt wird oder gar schlimmer als diese geahndet wird. Dieses wäre der Grund, warum neben den berauschenden Hanfteilen gleich die gesamte Pflanze nicht nur in den USA verboten wurde. Da es inzwischen viele Hanfsorten gibt, die keinerlei berauschende Wirkung haben, aber für die Rohstoffgewinnung durchaus besser als andere Agrargüter sind, ist all das nicht verhältnismäßig. Wer vor dieser Zeit doch Hanf aus wirtschaftlichen Gründen brauchte, hat ihn importiert oder so angebaut, dass nur wenige Menschen Zugang gehabt hätten sowie sie eben die Nutzhanfpflanzen verwendet haben, die bereits vor den Verboten keine oder keine nennenswerte berauschende Wirkung hatten. Somit war das Komplettverbot niemals verhältnismäßig, ginge es nur um das Verbot der Droge an sich.


Wenn neben den berauschenden Pflanzen und Pflanzenteile auch alle anderen verboten oder der Umgang mit ihnen eingeschränkt wird, hat dieses eigentlich nichts mit Drogenpolitik zu tun, wird aber als diese verstanden. Politische Entscheidungen, doch wieder mehr Hanf anzubauen, wären somit keine Drogenpolitik sondern Hanfpolitik, solange dieser angebaute Hanf einen nicht berauscht. Dennoch lässt sich die Thematik nicht klar trennen, da es von vielen als „Rauschgiftanbau“ verstanden wird, wenn Nutzhanf mit einem THC Gehalt unter 0,2% auf den Feldern steht und selbst mit 2 Prozent THC Gehalt keinen high machen kann.