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Hanfpolitik

Baden Württemberg: Regelung erleichtert die Verordnung von medizinischem Cannabis

Viele Ärzte haben Bedenken bei der Verordnung von Cannabis als Medizin. Das liegt nicht zuletzt an der Angst vor Regressansprüchen. Stellt ein Arzt ein Rezept für medizinisches Cannabis oder cannabisbasierte Medikamente aus, trägt er ein finanzielles Risiko, denn die Krankenkassen können behaupten, nicht wirtschaftlich gearbeitet zu haben. In fast allen Bundesländern stehen Cannabis sowie cannabishaltige Fertigarzneien und Zubereitungen auf der ...

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Legalisierung in Kanada – Edibles als nächster Schritt

Wir haben bereits berichtet, dass am 17. Oktober 2018 das Gesetz zur Legalisierung von Cannabis in Kraft getreten ist. Es war ein langer Weg bis dahin und es brauchte viele Debatten im Parlament und Lobbying vonseiten Trudeau’s Regierung, um dieses Ziel zu erreichen. Seit letztem Jahr ist es nun allen Erwachsenen über 18 Jahren in Kanada erlaubt, Cannabisprodukte zu kaufen, ...

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Finnlands Weg zur Entkriminalisierung von Cannabis

Die finnische Regierung muss im Parlament bald über die Entkriminalisierung von Marihuana für den persönlichen Gebrauch entscheiden. Anlass ist eine erfolgreiche Bürgerinitiative, die erst vor ein paar Tagen die notwendige Hürde von 50.000 Unterschriften erreicht hatte. Da die Organisatoren der Initiative nun mehr als die erforderlichen 50.000 Unterschriften für die Petition gesammelt haben, muss eine Überprüfung durch das Parlament eingeleitet ...

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Widerstand der CDU gegen eine Legalisierung wackelt

Die Stimmen für eine Legalisierung in Deutschland werden stetig lauter. Nicht nur der deutsche Hanfverband fordert schon lange eine Legalisierung von der Bundesregierung, auch Abgeordnete der anderen Parteien sowie ehemalige Polizeibeamte der Organisation LEAP, Wissenschaftler und sogar Suchtexperten sprechen sich für eine Änderung des Umgangs mit Cannabis aus. Bisher hielt nur eine Partei felsenfest an der Position fest: die CDU/CSU. ...

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Schweizer Cannabispolitik – Ergebnisse nach den Nationalratswahlen

In der Schweizer Cannabispolitik könnte sich nach den jüngsten Nationalratswahlen grundlegend etwas ändern. Parteien, welche die Legalisierung von Cannabis unterstützen, verfügen laut Berichten in den Schweizer Medien über eine komfortable Mehrheit. 59% der ParlamentarierInnen stehen für eine Zulassung von Cannabis. Sozialdemokraten, Grüne, Grünliberale und FDP zählen zu dieser befürwortenden Mehrheit.  Die Stimmenzuwächse von liberalen und linken Parteien im Nationalrat zeigten ...

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Stärkung der Cannabisprävention!

Co-Autoren: Anna Freiesleben, Elisa Lorenz & Lydia Römer  Obwohl Cannabis nach wie vor die am meisten verbreitete illegale Substanz ist, wird riskanter Cannabiskonsum häufig ignoriert und tabuisiert. Die geltende Verbotspolitik hat bisher weder für die Verbesserung der Gesundheit gesorgt noch wird Prävention strukturell genug gefördert. Vielmehr liegt Suchtprävention hauptsächlich in der Verantwortung von Eltern, Schulen und sozialen Einrichtungen. Der Bedarf ...

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Legalisierung von Cannabis in Mexiko im Oktober 2019

Die mexikanische Regierung hat in den vergangenen Wochen die Legalisierung von Cannabis vorbereitet und will nach langer Zeit der Beratung und Planung noch im Oktober mit der Umsetzung beginnen. Das Ende des Cannabisverbots – weniger Umsatz für Drogenkartelle Die Legalisierung von Cannabis als Genussmittel in Mexiko ist nicht einer Initiative der Regierung zu verdanken. Es war der oberste Gerichtshof des ...

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EU lässt CBD-Medikament Epidiolex für Kinder mit Epilepsie zu

Kaum eine Woche vergeht, in der Wissenschaftler nicht von einer neuen Entdeckung berichten, die das medizinische Potenzial von Cannabis betrifft. Dass sich Cannabidiol, oder kurz CBD genannt, positiv auf den Krankheitsverlauf einiger Anfallsleiden auswirken kann, weiss man schon länger. Neben Forschungsergebnissen bestätigten dies auch immer wieder die Erfahrungsberichte von Patienten. Nachdem die US-amerikanische Food and Drug Administration die medizinische Nutzung ...

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Deutschland: 13 Millionen Euro Steuereinnahmen durch medizinisches Cannabis

Die Legalisierung von Cannabis als Medizin bescherte dem deutschen Staat im Jahr 2018 Steuereinnahmen in Höhe von über 13 Millionen Euro. Das ergab eine Hochrechnung des Spitzenverbandes der Apotheker. Wie das Nachrichtenmagazin fuldainfo berichtet [1], hat der deutsche Staat im Jahr 2018 durch die Freigabe von Cannabis als Medizin fast 13,3 Millionen Euro Steuern eingenommen. Die Daten stammen aus einer ...

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USA: Keine Freigabe für medizinisches Cannabis in Alabama

Nachdem der Senat in Alabama zu Beginn des Jahres ein Gesetz zur Legalisierung von medizinischem Cannabis verabschiedete, stieß der Entwurf immer wieder auf Gegenwind. Nun wurde eine Studienkommission ins Leben gerufen. Wie Leafly Deutschland berichtet [1], kam es bei der Alabama Medical Cannabis Commission ihm Rahmen der Diskussion über die Freigabe von medizinischem Cannabis zu heftigen Meinungsverschiedenheiten. Die Kommission wurde eingerichtet, ...

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Legalisierungsbefürworter wollen die SAFE Banking Act Abstimmung verschieben

Eine Gruppe von Legalisierungsbefürwortern hat in den USA die demokratischen Abgeordneten des Kongresses dazu aufgefordert, die Entscheidung über den sogenannten SAFE Banking Act aufzuschieben. Mit diesem Gesetzentwurf wird beabsichtigt, der legalen US-amerikanischen Cannabisbranche die Leistungen des offiziellen Bankensystems zugänglich zu machen. Vor der Entscheidung müssen noch mehr Cannabis-Reformen angestoßen werden In einem Brief an die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi ...

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Entwurf für Cannabis-Legalisierung in Mexiko

Seit Monaten wartet Mexiko darauf, dass die Regierung Cannabis als Genussmittel legalisiert. Der oberste Gerichtshof des mittelamerikanischen Staates hatte im November des vergangenen Jahres das Verbot für verfassungswidrig befunden. Also hat er dem Parlament aufgetragen, ein Gesetz für die Cannabis-Legalisierung zu entwerfen. Das Verbot von Cannabis fördert kriminelle Strukturen Senator Julio Menchaca Salazar hat nun eine Gesetzesvorlage vorgestellt, die die ...

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Kommt das Cannabis-Modellprojekt in Bremen?

Die neue rot-grün-rote Regierung in Bremen beschäftigt sich mit der Forderung nach der kontrollierten Abgabe von Cannabis an Erwachsene. Das Ganze muss allerdings erst vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte genehmigt werden. Dann könnte der Weg für ein Cannabis-Modellprojekt frei sein. Bereits im letzten Jahr forderten Die Grünen die Entkriminalisierung von Cannabis, was damals an der SPD scheiterte. Wie aus ...

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Bundesstaat Washington verbietet CBD-haltige Lebensmittel

Der US-Bundesstaat Washington setzt das von der FDA ausgesprochene Verbot CBD-haltiger Lebensmittel und Getränke um. Wie Hemp Industry Daily berichtet, dürfen im US-Bundesstaat Washington keine CBD-haltigen Lebensmittel und Getränke mehr verkauft werden. Dabei berufe man sich auf die Richtlinien der Food and Drug Administration (FDA), dass Cannabidiol kein Bestandteil in Lebensmitteln sein dürfe. Hanfprodukte sind davon ausgenommen. Auch das Landwirtschaftsministerium ...

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Griechenland: 26 Anbaulizenzen für medizinisches Cannabis

Die griechische Regierung hat insgesamt 26 Anbaulizenzen für den Anbau und die Verarbeitung von Cannabis zu medizinischen Zwecken vergeben. Die Maßnahme soll nicht zuletzt auch positive Auswirkungen auf die Wirtschaft haben. Wie in einem Gespräch von Prohibition Partners (https://prohibitionpartners.com/2019/08/09/greece-green-lights-26-medicinal-cannabis-licences/) mit einem griechischen Regierungssprecher hervorgeht, sei man sehr begeistert von den Möglichkeiten von medizinischem Cannabis. Außerdem suche man aktiv nach neuen ...

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Thailand produziert erste Charge Cannabis-Öl

Im Zuge der Legalisierung von Cannabis als Medizin wurde dem thailändischen Gesundheitsministerium Anfang August die erste Charge staatlich produziertes Cannabis-Öl vorgestellt. Wie auf der Webseite des Inquirer zu lesen ist, hat das thailändische Staatsunternehmen Government Pharmaceutical Organization (GPO) insgesamt bereits 4.500 Fläschchen mit je 5 ml Cannabis-Öl ausgeliefert. Ärzte sollen nach der Untersuchung des Patienten verschiedene Zusammensetzungen verschreiben können, so ...

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Breites Bündnis will Burkhart Blienert zum Bundesdrogenbeauftragten machen

Seit einigen Wochen nun ist Marlene Mortler nicht mehr im Bundestag, sondern in der Europapolitik tätig. Neben ihrem Bundestagsmandat gab sie damit auch ihren Posten als Drogenbeauftragte der Bundesregierung auf. Da die CSU diese Personalie unter ihrer Kontrolle hat, ist die Hoffnung auf eine progressivere Nachfolge auf Mortler eher aussichtslos. Trotzdem haben sich Organisationen der Öffentlichkeit und der Politik für ...

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79 Coffeeshops in 10 Städten Hollands werden bald staatlich kontrolliertes Cannabis einkaufen

Die Coffeeshops der Niederlande können ihr Cannabis bisher leider nicht legal über einen Großhändler beziehen, noch nicht. Doch 2021 soll ein Modellprojekt beginnen, in dem diese Möglichkeit getestet werden soll. Mit dem Versuch will die Regierung herausfinden, ob eine umfassende Reform der Cannabispolitik sinnvoll ist. In der Vergangenheit hatte man den Handel in den Shops zwar toleriert, doch kaum Anstrengungen ...

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Wann wird das United Kingdom Cannabis vollständig legalisieren?

Bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist Cannabis in Großbritannien illegal. Seit November 2018 erst hat die Regierung die medizinische Nutzung zugelassen, veranlasst durch erfolgreiche und öffentlichkeitswirksame Kampagnen von Bürgern. Trotzdem ist Cannabis im Königreich auch als Freizeitdroge sehr weit verbreitet. Außerdem versucht längst auch die internationale Cannabisindustrie Einfluss auf die Cannabispolitik der Insel zu nehmen. Wie in anderen Ländern auch haben ...

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Was bewirkt die Cannabislegalisierung in Luxemburg bei den Nachbarn in Europa?

Seitdem bekannt wurde, dass Luxemburg als erstes Land der Europäischen Union Cannabis als Genussmittel legalisieren würde, warten auch Cannabisbefürworter aus anderen EU-Staaten gespannt, wann es soweit sein wird, und welche Auswirkungen die Reform auf das Thema bei den europäischen Nachbarn haben wird. Vor einigen Wochen kam dann etwas Ernüchterung auf, als Luxemburg einige Details über die Legalisierung bekannt gab. Kein ...

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Hanfpolitik ist nicht immer Drogenpolitik


Nicht nur in den USA hat es Hanfgesetze gegeben, mit denen die Einwohner zum Hanfanbau gezwungen wurden, wollten sie nicht zahlen oder andere Strafen in Kauf nehmen. Das erste bekannte Hanfverbotsgesetz wäre in der Bibelgeschichte zum Paradies zu sehen, in der Adam und Eva der Apfel der Erkenntnis verboten wurde, der sinnbildlich für einige Drogen steht. Das erste bekannte Verbot, in dem explizit Hanf genannt wird, stammt vermutlich von Napoleon, der in Ägypten einem Attentat entging. Der Attentäter hatte Hanf in den Taschen, ohne diesen hätte Napoleon vielleicht sein Leben verloren oder macht Hanf nicht träge und lethargisch? Das Mörderbild hat der Hanf den Assassinen- Meuchelmördern zu verdanken, die ihn jedoch kaum zu ihren Mordakten sondern eher zur Entspannung einnahmen. Dass vielerorts Haschisch zur Berauschung konsumiert wurde, ohne dass die Leute zu Gewalttaten neigten, half nicht gegen diese Falschdarstellung. Auch die Prohibition erklärte Marihuana erst zur Mörderdroge aber von einem Jahr zum anderen wurde gesagt, die Kommunisten verteilen den Hanf, damit die Leute nicht mehr Kampffähig sind. Immer so, wie es passt.


Warum Hanfpolitik und Drogenpolitik für viele dasselbe ist


Der Antrieb für das Hanfverbot, welches von der USA ausgehend die Welt umspannt und gerade wieder eingerissen wird, wäre weniger der Punkt, dass es high macht. Dieses ist jedoch das rassistische Verbotsargument mit dem Fingerzeig auf Mexikaner, Farbige, Latinos und die frevelhaften Jazzmusiker. In Wirklichkeit ging es den Beamten nach der Beendigung der Alkoholverbote in den USA um den Erhalt von ihrem Job und der damit verbundenen Machtstellung. Unterstützern aus der Wirtschaft ging es darum, den konkurrierenden und gerade im Durchbruch begriffenen Rohstoff auszuschalten sowie rassistisch zu wirken. Dieses wären die eigentlichen Gründe für die Hanfprohibition und warum Marihuana in vielen Ländern harten Drogen gleichgesetzt wird oder gar schlimmer als diese geahndet wird. Dieses wäre der Grund, warum neben den berauschenden Hanfteilen gleich die gesamte Pflanze nicht nur in den USA verboten wurde. Da es inzwischen viele Hanfsorten gibt, die keinerlei berauschende Wirkung haben, aber für die Rohstoffgewinnung durchaus besser als andere Agrargüter sind, ist all das nicht verhältnismäßig. Wer vor dieser Zeit doch Hanf aus wirtschaftlichen Gründen brauchte, hat ihn importiert oder so angebaut, dass nur wenige Menschen Zugang gehabt hätten sowie sie eben die Nutzhanfpflanzen verwendet haben, die bereits vor den Verboten keine oder keine nennenswerte berauschende Wirkung hatten. Somit war das Komplettverbot niemals verhältnismäßig, ginge es nur um das Verbot der Droge an sich.


Wenn neben den berauschenden Pflanzen und Pflanzenteile auch alle anderen verboten oder der Umgang mit ihnen eingeschränkt wird, hat dieses eigentlich nichts mit Drogenpolitik zu tun, wird aber als diese verstanden. Politische Entscheidungen, doch wieder mehr Hanf anzubauen, wären somit keine Drogenpolitik sondern Hanfpolitik, solange dieser angebaute Hanf einen nicht berauscht. Dennoch lässt sich die Thematik nicht klar trennen, da es von vielen als „Rauschgiftanbau“ verstanden wird, wenn Nutzhanf mit einem THC Gehalt unter 0,2% auf den Feldern steht und selbst mit 2 Prozent THC Gehalt keinen high machen kann.