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Hanfpolitik

Sambia genehmigt Cannabisproduktion

An vielen Orten der Welt beschäftigen sich Regierungen, Parlamente und Gerichte mit der Legalisierung von Cannabis. Die Gründe dafür sind äußerst unterschiedlich, je nachdem wohin man schaut. In Mexiko liegt der Fokus sicher darauf, die Kartelle zu schwächen, die das Land seit Jahren mit Gewalt und Terror überziehen. In vielen Bundesstaaten der USA wurde die Legalisierung durch Volksabstimmungen herbeigeführt. Hier ...

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Die Cannabispolitik der Parteien für die Bürgerschaftswahl in Hamburg

Hamburg wählt am 23. Februar 2020 die Bürgerschaft. In der Hansestadt entspricht dies den Landtagswahlen der deutschen Bundesländer. Anlässlich der Wahlen hat der Hamburger Hanfverband allen Fraktionen einige Fragen zugesandt und auch die Wahlprogramme auf deren Absichten bezüglich der Drogenpolitik unter die Lupe genommen. So wollte der Hanfverband den Bürgern einen Überblick über die Wählbarkeit der Parteien für Hanffreunde geben.  ...

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Neuer Premierminister von Malta ist Legalisierungsbefürworter

Für den deutschen, österreichischen und schweizerischen Cannabiskonsumenten scheint es so, als ob überall auf der Welt in schnellem Schritt in Richtung Legalisierung marschiert wird, außer zuhause. Schlagzeilen zur Eröffnung des legalen Handels mit Cannabis in Illinois, und das Gerichtsurteil in Italien, das den Homegrow aus dem Straftatbestand zu holen scheint, vermitteln diesen Eindruck. Auf Malta machen unterdessen die Aussagen der ...

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Brasilien: Grünes Licht für medizinisches Cannabis

Wie die Nachrichtenagentur Reuters bereits vergangene Woche berichtete, habe die brasilianische Arzneimittelzulassungsbehörde Anvisa Verordnungen für die Einführung von medizinischen Cannabisprodukten verabschiedet. Der Vorschlag, Cannabis innerhalb der Landesgrenzen anzubauen, sei in einer gesonderten Abstimmung allerdings abgelehnt worden. Die Zustimmung von Anvisa zu den Bestimmungen eines regulierten medizinischen Cannabis-Marktes könnte in Brasilien einen Wandel einläuten. Seit Jahrzehnten leidet das Land am Amazonas ...

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Neuseeländische Regierung nennt erste Details einer möglichen Legalisierung

Wie in einem Medienbericht zu lesen ist [1], hat die neuseeländische Regierung nun Details für eine mögliche Cannabis-Legalisierung bekannt gegeben. Nächstes Jahr können wahlberechtigte Einwohner darüber abstimmen, ob Cannabis legalisiert werden soll. Bisher ist Cannabis für den Konsum von Erwachsenen nur in zwei Ländern legal erhältlich: Uruguay und Kanada. Die Chancen stehen gut, dass der Inselstaat im Südpazifik das nächste ...

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Staatlich geförderte Cannabidiol-Forschung stärkt Vertrauen in die CBD-Industrie

Mit der Genehmigung von stattlichen 3 Millionen US-Dollar Fördergeldern für mehrere wissenschaftliche Studien zur Erforschung der Schmerzwirkung von Cannabinoiden unternahmen die National Institutes of Health (NIH) einen wichtigen Schritt für die weitläufige Akzeptanz von Cannabis und Cannabidiol in der Medizin in den USA. Vor allem die CBD-Branche soll in besonderem Maße von den Studien profitieren, die vom National Center for ...

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Uganda plant den Export von medizinischem Cannabis nach Europa

Anfang nächsten Jahres werden voraussichtlich die ersten Lieferungen von medizinischem Cannabis nach Europa exportiert werden. Der Bau einer Produktionsstätte stehe kurz vor dem Abschluss. Die Experten auf der CannaTech-Konferenz in Kapstadt waren sich einig: Afrika wird in Zukunft eine führende Rolle auf dem globalen Cannabis-Markt einnehmen [1]. Eines der Länder, die bereits in die grüne Zukunft investieren, ist Uganda. In ...

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Malta: Legalisierungspläne von medizinischem Cannabis für Haustiere

Letztes Jahr legalisierte die Inselgruppe zwischen Sizilien und der Küste Nordafrikas Cannabis für den medizinischen Einsatz beim Menschen. Nun diskutiert die Regierung Maltas über eine Erlaubnis für die Verwendung von Cannabidiol durch Tierärzte. Wie Wirtschaftsminister Chris Cardona anlässlich des jährlich stattfindenden Malta Medical Cannabis Forum bekannt gab, arbeite man bereits an den Plänen für die Produktion von medizinischem Cannabis für ...

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Dirk Heidenblut (SPD): Cannabis-Prohibition schadet

Bisher ist die SPD in Bezug auf das Cannabisverbot noch eine eindeutige Positionierung schuldig. Tendenziell scheinen die Sozialdemokraten allerdings Cannabis zu befürworten. Die ehemalige Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles hatte sich für Modellprojekte ausgesprochen. Auch Karl Lauterbach forderte die Entkriminalisierung von Cannabis zu Genusszwecken [1]. Der Konsum solle zu einer Ordnungswidrigkeit herabgestuft werden, der Handel aber weiterhin illegal bleiben. Dirk Heidenblut von ...

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Erstes Café für Cannabiskonsum in Israel

Es ist bekannt, dass Israel im nahen Osten schon seit langer Zeit die fortschrittlichste Gesetzgebung in Bezug auf den Umgang mit Cannabis hat. Nicht umsonst ist das Land führend in der medizinischen Cannabisforschung. Seit den frühen 90er Jahren ist Cannabis dort ein anerkanntes und zugelassenes Arzneimittel. Ende September diesen Jahres hat in der Stadt Be’er Scheva nun der erste Cannabisshop ...

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Baden Württemberg: Regelung erleichtert die Verordnung von medizinischem Cannabis

Viele Ärzte haben Bedenken bei der Verordnung von Cannabis als Medizin. Das liegt nicht zuletzt an der Angst vor Regressansprüchen. Stellt ein Arzt ein Rezept für medizinisches Cannabis oder cannabisbasierte Medikamente aus, trägt er ein finanzielles Risiko, denn die Krankenkassen können behaupten, nicht wirtschaftlich gearbeitet zu haben. In fast allen Bundesländern stehen Cannabis sowie cannabishaltige Fertigarzneien und Zubereitungen auf der ...

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Legalisierung in Kanada – Edibles als nächster Schritt

Wir haben bereits berichtet, dass am 17. Oktober 2018 das Gesetz zur Legalisierung von Cannabis in Kraft getreten ist. Es war ein langer Weg bis dahin und es brauchte viele Debatten im Parlament und Lobbying vonseiten Trudeau’s Regierung, um dieses Ziel zu erreichen. Seit letztem Jahr ist es nun allen Erwachsenen über 18 Jahren in Kanada erlaubt, Cannabisprodukte zu kaufen, ...

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Finnlands Weg zur Entkriminalisierung von Cannabis

Die finnische Regierung muss im Parlament bald über die Entkriminalisierung von Marihuana für den persönlichen Gebrauch entscheiden. Anlass ist eine erfolgreiche Bürgerinitiative, die erst vor ein paar Tagen die notwendige Hürde von 50.000 Unterschriften erreicht hatte. Da die Organisatoren der Initiative nun mehr als die erforderlichen 50.000 Unterschriften für die Petition gesammelt haben, muss eine Überprüfung durch das Parlament eingeleitet ...

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Widerstand der CDU gegen eine Legalisierung wackelt

Die Stimmen für eine Legalisierung in Deutschland werden stetig lauter. Nicht nur der deutsche Hanfverband fordert schon lange eine Legalisierung von der Bundesregierung, auch Abgeordnete der anderen Parteien sowie ehemalige Polizeibeamte der Organisation LEAP, Wissenschaftler und sogar Suchtexperten sprechen sich für eine Änderung des Umgangs mit Cannabis aus. Bisher hielt nur eine Partei felsenfest an der Position fest: die CDU/CSU. ...

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Schweizer Cannabispolitik – Ergebnisse nach den Nationalratswahlen

In der Schweizer Cannabispolitik könnte sich nach den jüngsten Nationalratswahlen grundlegend etwas ändern. Parteien, welche die Legalisierung von Cannabis unterstützen, verfügen laut Berichten in den Schweizer Medien über eine komfortable Mehrheit. 59% der ParlamentarierInnen stehen für eine Zulassung von Cannabis. Sozialdemokraten, Grüne, Grünliberale und FDP zählen zu dieser befürwortenden Mehrheit.  Die Stimmenzuwächse von liberalen und linken Parteien im Nationalrat zeigten ...

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Stärkung der Cannabisprävention!

Co-Autoren: Anna Freiesleben, Elisa Lorenz & Lydia Römer  Obwohl Cannabis nach wie vor die am meisten verbreitete illegale Substanz ist, wird riskanter Cannabiskonsum häufig ignoriert und tabuisiert. Die geltende Verbotspolitik hat bisher weder für die Verbesserung der Gesundheit gesorgt noch wird Prävention strukturell genug gefördert. Vielmehr liegt Suchtprävention hauptsächlich in der Verantwortung von Eltern, Schulen und sozialen Einrichtungen. Der Bedarf ...

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Legalisierung von Cannabis in Mexiko im Oktober 2019

Die mexikanische Regierung hat in den vergangenen Wochen die Legalisierung von Cannabis vorbereitet und will nach langer Zeit der Beratung und Planung noch im Oktober mit der Umsetzung beginnen. Das Ende des Cannabisverbots – weniger Umsatz für Drogenkartelle Die Legalisierung von Cannabis als Genussmittel in Mexiko ist nicht einer Initiative der Regierung zu verdanken. Es war der oberste Gerichtshof des ...

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EU lässt CBD-Medikament Epidiolex für Kinder mit Epilepsie zu

Kaum eine Woche vergeht, in der Wissenschaftler nicht von einer neuen Entdeckung berichten, die das medizinische Potenzial von Cannabis betrifft. Dass sich Cannabidiol, oder kurz CBD genannt, positiv auf den Krankheitsverlauf einiger Anfallsleiden auswirken kann, weiss man schon länger. Neben Forschungsergebnissen bestätigten dies auch immer wieder die Erfahrungsberichte von Patienten. Nachdem die US-amerikanische Food and Drug Administration die medizinische Nutzung ...

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Deutschland: 13 Millionen Euro Steuereinnahmen durch medizinisches Cannabis

Die Legalisierung von Cannabis als Medizin bescherte dem deutschen Staat im Jahr 2018 Steuereinnahmen in Höhe von über 13 Millionen Euro. Das ergab eine Hochrechnung des Spitzenverbandes der Apotheker. Wie das Nachrichtenmagazin fuldainfo berichtet [1], hat der deutsche Staat im Jahr 2018 durch die Freigabe von Cannabis als Medizin fast 13,3 Millionen Euro Steuern eingenommen. Die Daten stammen aus einer ...

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USA: Keine Freigabe für medizinisches Cannabis in Alabama

Nachdem der Senat in Alabama zu Beginn des Jahres ein Gesetz zur Legalisierung von medizinischem Cannabis verabschiedete, stieß der Entwurf immer wieder auf Gegenwind. Nun wurde eine Studienkommission ins Leben gerufen. Wie Leafly Deutschland berichtet [1], kam es bei der Alabama Medical Cannabis Commission ihm Rahmen der Diskussion über die Freigabe von medizinischem Cannabis zu heftigen Meinungsverschiedenheiten. Die Kommission wurde eingerichtet, ...

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Hanfpolitik ist nicht immer Drogenpolitik


Nicht nur in den USA hat es Hanfgesetze gegeben, mit denen die Einwohner zum Hanfanbau gezwungen wurden, wollten sie nicht zahlen oder andere Strafen in Kauf nehmen. Das erste bekannte Hanfverbotsgesetz wäre in der Bibelgeschichte zum Paradies zu sehen, in der Adam und Eva der Apfel der Erkenntnis verboten wurde, der sinnbildlich für einige Drogen steht. Das erste bekannte Verbot, in dem explizit Hanf genannt wird, stammt vermutlich von Napoleon, der in Ägypten einem Attentat entging. Der Attentäter hatte Hanf in den Taschen, ohne diesen hätte Napoleon vielleicht sein Leben verloren oder macht Hanf nicht träge und lethargisch? Das Mörderbild hat der Hanf den Assassinen- Meuchelmördern zu verdanken, die ihn jedoch kaum zu ihren Mordakten sondern eher zur Entspannung einnahmen. Dass vielerorts Haschisch zur Berauschung konsumiert wurde, ohne dass die Leute zu Gewalttaten neigten, half nicht gegen diese Falschdarstellung. Auch die Prohibition erklärte Marihuana erst zur Mörderdroge aber von einem Jahr zum anderen wurde gesagt, die Kommunisten verteilen den Hanf, damit die Leute nicht mehr Kampffähig sind. Immer so, wie es passt.


Warum Hanfpolitik und Drogenpolitik für viele dasselbe ist


Der Antrieb für das Hanfverbot, welches von der USA ausgehend die Welt umspannt und gerade wieder eingerissen wird, wäre weniger der Punkt, dass es high macht. Dieses ist jedoch das rassistische Verbotsargument mit dem Fingerzeig auf Mexikaner, Farbige, Latinos und die frevelhaften Jazzmusiker. In Wirklichkeit ging es den Beamten nach der Beendigung der Alkoholverbote in den USA um den Erhalt von ihrem Job und der damit verbundenen Machtstellung. Unterstützern aus der Wirtschaft ging es darum, den konkurrierenden und gerade im Durchbruch begriffenen Rohstoff auszuschalten sowie rassistisch zu wirken. Dieses wären die eigentlichen Gründe für die Hanfprohibition und warum Marihuana in vielen Ländern harten Drogen gleichgesetzt wird oder gar schlimmer als diese geahndet wird. Dieses wäre der Grund, warum neben den berauschenden Hanfteilen gleich die gesamte Pflanze nicht nur in den USA verboten wurde. Da es inzwischen viele Hanfsorten gibt, die keinerlei berauschende Wirkung haben, aber für die Rohstoffgewinnung durchaus besser als andere Agrargüter sind, ist all das nicht verhältnismäßig. Wer vor dieser Zeit doch Hanf aus wirtschaftlichen Gründen brauchte, hat ihn importiert oder so angebaut, dass nur wenige Menschen Zugang gehabt hätten sowie sie eben die Nutzhanfpflanzen verwendet haben, die bereits vor den Verboten keine oder keine nennenswerte berauschende Wirkung hatten. Somit war das Komplettverbot niemals verhältnismäßig, ginge es nur um das Verbot der Droge an sich.


Wenn neben den berauschenden Pflanzen und Pflanzenteile auch alle anderen verboten oder der Umgang mit ihnen eingeschränkt wird, hat dieses eigentlich nichts mit Drogenpolitik zu tun, wird aber als diese verstanden. Politische Entscheidungen, doch wieder mehr Hanf anzubauen, wären somit keine Drogenpolitik sondern Hanfpolitik, solange dieser angebaute Hanf einen nicht berauscht. Dennoch lässt sich die Thematik nicht klar trennen, da es von vielen als „Rauschgiftanbau“ verstanden wird, wenn Nutzhanf mit einem THC Gehalt unter 0,2% auf den Feldern steht und selbst mit 2 Prozent THC Gehalt keinen high machen kann.