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Hanfpolitik

Können sich kranke Menschen in Frankreich mit Cannabis behandeln?

2018 fand das Kolloquium UFCM-I Care in Frankreich, dessen Vorsitzender Bertrand Rambaud ist,  zum ersten mal in Paris statt. Das Kolloquium wurde zum ersten mal 2012 abgehalten. Nach einer Hausdurchsuchung im Jahre 2014 wurde Bertrand Rambaud wegen „Drogenbesitz, -verbreitung, – produktion und –konsum“ verurteilt. Die Strafe wurde schließlich aufgrund eines medizinischen Dossiers erlassen. Ingrid Metton, die Anwältin von Bertrand Rambaud, hält ...

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EU plant Resolution für Medizinalhanf

Neben den Debatten im eigenen, nationalen Parlament werden auch die internationalen Fortschritte in der Cannabis Politik für den Bürger immer interessanter. Klar, denn Dank dem Welthandel und dem Aktienmarkt müssen die internationalen Entwicklungen stets berücksichtigt werden, will man eine halbwegs verlässliche Zukunftsprognose wagen für die nächsten Schritte, die von der eigenen Regierung unternommen werden könnten. Wandel weltweit In den letzten ...

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Fortschritte in der Wissenschaft – 6 Länder die die Erforschung von medizinischem Cannabis maßgebend vorantreiben

Die therapeutischen Eigenschaften von Cannabis machen die Pflanze und ihre Inhaltsstoffe zu einem vielseitig einsetzbaren Mittel bei der Behandlung einer ganzen Reihe von Krankheiten und Beschwerden. Patienten wissen schon lange, dass die Liste an Erkrankungen, bei denen Cannabis zur Heilung oder zumindest zur Linderung von Symptomen angewendet werden könnte, schier endlos ist. Es hat zwar länger gedauert, aber mittlerweile sind ...

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Österreich: Der Kampf gegen die Vernunft

In den letzten Tagen ist das Regierungsprogramm der neuen Bundesregierung wieder vermehrt in den Medien vertreten, da auf Seite 44 in 2 kurzen Sätzen etwas zum Thema Betäubungsmittel steht. Genauer gesagt stehen auf Seite 44 unter dem Punkt Suchtmittelgesetz (SMG) die folgenden 2 Sätze: „Verschärfung einzelner Bestimmungen im SMG, um insbesondere Minderjährige zu schützen“ und „Verbot des Verkaufs von Hanfsamen ...

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Simbabwe legalisiert Cannabis für den medizinischen Gebrauch

Der Afrikanische Staat Simbabwe hat vor wenigen Tagen medizinisches Cannabis erlaubt. Damit ist der kleine Binnenstaat nach Lesotho der zweite Ort in ganz Afrika, in dem Cannabis angebaut, verarbeitet und, mit Genehmigung, auch konsumiert werden darf. Um den Bedarf an Cannabis zu decken, verteilt der Staat Lizenzen für den Anbau und die Weiterverarbeitung, welche jeweils für 5 Jahre gültig sind. ...

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Frankreich: Contraventionnalisation

Der Handel, Besitz oder Konsum von Cannabis wird bis heute noch in Frankreich gleich bestraft. Es gibt in Frankreich kein Gesetz, das eine „kleine Menge“ Cannabis oder anderer Drogen toleriert. Laut einer Studie vom OFDT (Observatoire français des drogues et des toxicomanies) über den Cannabiskonsum der französischen Bevölkerung gibt es 14 Millionen regelmäßige Konsumenten (mindestens 10 Mal im Monat), von denen ...

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USA: Entschädigungen für ehemalige Weed-Häftlinge – ein Schritt im Kampf gegen Rassismus

Die kalifornische Stadt Oakland geht mit strahlendem Beispiel voran: Sie versucht, ehemalige Häftlinge nicht nur zu rehabilitieren, sondern Wiedergutmachung zu leisten für diejenigen, die im sogenannten Kampf gegen Drogen wegen Marihuana inhaftiert waren. Da dies vor allem die schwarze Bevölkerung betraf, als der Besitz von Cannabis noch illegal war, obwohl Zahlen belegen, dass Weiße ebenso kifften und dealten, setzt der ...

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Schweiz auf dem Weg zu Modelprojekten

Die Schweiz will es wissen. Obwohl das BAG (Bundesamt für Gesundheit der Schweiz) im November eine Absage bezüglich der Modellversuche erteilt hatte, sollte es das noch nicht gewesen sein. Denn diesmal ist man sich auch in der Politik weitestgehend einig, und zwar zugunsten der Modellversuche. Das BAG lehnte die Modellversuche ab, da es in der Schweiz keine gesetzliche und rechtliche ...

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Todesstrafe – Iran taut auf, Philippinen im Mordrausch

Drogen - trotz der Verbote weltweit vorhanden

Tausende sterben jährlich für Konsumhandlungen Unsere „Erfolgspolitiker“ und viele andere erklären gerne, dass es bei der Drogenverfolgung darum geht, die „bösen Dealer“ zu stellen, damit die Konsumenten nichts mehr kriegen. Wer sich hingegen mit der Materie befasst, der sieht schnell, dass es zum Großteil die kleinen oder ganz kleinen „Fische“ trifft, die konsumieren und vielleicht noch ihre Freunde und Bekannten ...

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Gekifft wird sowieso

Am Donnerstag hat der Deutsche Bundestag erneut über die legale Abgabe von Cannabisprodukten diskutiert. Phil Hackemann, stellvertretender Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen, ist die ewigen Debatten leid und meint: Die eigentliche Entscheidung lautet doch, ob wir Cannabis vom kriminellen Dealer um die Ecke oder an kontrollierten Abgabestellen verkaufen lassen möchten. Seit Jahren diskutieren wir nunmehr darüber, die Millionen unbescholtenen Cannabis-Konsumenten in ...

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Rückblick auf die Entkriminalisierungsdebatte im Deutschen Bundestag

Der Deutsche Bundestag diskutierte gestern verschiedene Anträge von FDP, Grüne und Linke. Alle mit demselben Kernthema: Eine liberalere Drogenpolitik durch die Entkriminalisierung von Cannabis. Wie wir berichteten, legten am Donnerstag den 22.02.2018 gleich drei Parteien ihre Initiativen für eine Entkriminalisierung von Cannabis vor. Während der Grundgedanke bei allen Anträgen derselbe ist, fordert die FDP in ihrem Antrag Cannabis-Modellprojekte für eine ...

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Mexiko, Kartelle und das Gras

In meinem Artikel, „Legales Cannabis für Los Cabos und Cancun?“ vom 30. Januar, berichtete ich vom Legalisierungsbemühen des mexikanischen Ministers für Tourismus, Enrique de la Madrid, der dafür warb gerade in Tourismus-Hochburgen Cannabis freizugeben, um damit die hohe Kriminalität einzudämmen, die dort vorherrscht und der wichtigsten legalen Einnahmequelle Mexikos förmlich das Wasser abgräbt, dem Tourismus. Die durch den Drogenkrieg verursachte ...

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Schweiz auf dem Weg zur Legalisierung

Der Umgang mit Cannabis in der Schweiz war schon immer liberaler als in anderen Ländern. So konnte man bis in die 2000er in diversen Läden feinste Hanfblüten kaufen. Doch dieser Zustand hielt sich nicht ewig, trotzdem war das Verhältnis zwischen Cannabis und der Schweiz eher entspannt. Mittlerweile ist es in der Schweiz sogar wieder möglich, Cannabis mit einem geringen THC-Gehalt ...

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Kleine Anfrage – Große Wirkung?

Die FDP-Fraktion des Bundestags hat in einer kleinen Anfrage Kritik geübt an den ablehnenden Bescheiden, mit welchen das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) wiederholt auf verschiedene Anträge für Modellversuche zur kontrollierten Cannabis-Abgabe reagierte, die zum Beispiel in Berlin (Kreuzberg 2015) und Münster gestellt wurden. Auch Initiativen der Bundesländer Thüringen und Bremen waren auf Ablehnung des BfArM gestoßen, andere Versuchsmodelle ...

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Teures Gras gleich weniger Konsum?

Geprüfte sowie teure Apothekenqualität

Immer wieder haut es einen um, was Personen, die sogar für die Legalisierung sind, von sich geben. Wenn Marihuana kostenlos oder eben sehr billig wäre, würde der Konsum steigen und das wäre schlecht, so ist es zumindest zu verstehen. Es ist zum Glück schon viele Jahre her, dass einer, und nicht der einzige erklärte, er würde nur für seinen Konsum ...

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Neuseeland erwägt die Legalisierung von Cannabis

Mit 37 Jahren ist Jacinda Ardern seit Oktober 2017 die jüngste Premierministerin in der Geschichte des Landes. Ganz oben auf ihrer Agenda steht ein Referendum, in dem die neuseeländische Bevölkerung innerhalb der nächsten drei Jahre über eine Legalisierung von Cannabis abstimmen soll. Damit wäre der Inselstaat nach Uruguay das nächste Land, das Cannabis freigibt. Jacinda Ardern – was steckt hinter ...

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Abgelehnt, der Nächste bitte! – Das Modellprojekt zur Cannabisabgabe

Vermutet wurde es schon lange, jetzt ist es offiziell: Das Modellprojekt zur geregelten Abgabe von Cannabis in Münster steht vor dem Aus bevor auch nur ein Gramm verteilt wurde! Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hatte festgestellt: Ein solches Vorgehen würde gegen den so genannten „Schutzzweck“ des Betäubungsmittelgesetzes verstoßen. Heißt im Klartext: Weil Gras verboten ist, gibt’s kein Gras vom ...

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Legalisierung mit Jamaika?

Einige Zeit ist ins Land gegangen seit der Bundestagswahl und die Parteien ringen um Einigung in so vielen im Wahlkampf debattierten Themen. Die Freigabe von Cannabis spielte in der Öffentlichkeit und den Mainstream-Medien dabei eine eher untergeordnete Rolle und somit ist nicht verwunderlich, dass die Legalisierung auch auf der Themenliste der Sondierungsgespräche nicht gerade weit oben rangiert. Andererseits wurde ja ...

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Ganz Österreich für Legalisierung

Die in Europa einzigartige Gesetzeslage, wonach Hanfstecklinge legal sind, solange man sie nicht in die Blüte schickt, hat dem Eigenanbau in Österreich zu einem ungeahnten Boom verholfen. Rund 300.000 Hanf-Stecklinge wandern mittlerweile monatlich offiziell als Zierpflanzen oder Raumluftverbesserer über die Tresen von einer mittlerweile dreistelligen Anzahl von Hanf-Shops. Dem Trend zum Eigenanbau mit all seinen positiven Nebeneffekten wie etwa dem ...

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Marihuana auf BtM Rezept – was ändert sich?

Das Cannabis-Medizingesetz ist durch. Inzwischen sind es über 1000 Patienten in Deutschland, die aufgrund ihrer Ausnahmegenehmigung nach § 3 Abs. 2 BtmG Marihuanablüten aus der Apotheke beziehen dürfen. Weitere Patienten dürfen bereits Fertigarznei, die Cannabinoide enthält, verwenden. Diese Patienten dürfen das, konnten es jedoch im realen Leben oft genug nicht. Sie mussten bis auf wenige Ausnahmen diese Marihuanablüten oder die ...

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Hanfpolitik ist nicht immer Drogenpolitik


Nicht nur in den USA hat es Hanfgesetze gegeben, mit denen die Einwohner zum Hanfanbau gezwungen wurden, wollten sie nicht zahlen oder andere Strafen in Kauf nehmen. Das erste bekannte Hanfverbotsgesetz wäre in der Bibelgeschichte zum Paradies zu sehen, in der Adam und Eva der Apfel der Erkenntnis verboten wurde, der sinnbildlich für einige Drogen steht. Das erste bekannte Verbot, in dem explizit Hanf genannt wird, stammt vermutlich von Napoleon, der in Ägypten einem Attentat entging. Der Attentäter hatte Hanf in den Taschen, ohne diesen hätte Napoleon vielleicht sein Leben verloren oder macht Hanf nicht träge und lethargisch? Das Mörderbild hat der Hanf den Assassinen- Meuchelmördern zu verdanken, die ihn jedoch kaum zu ihren Mordakten sondern eher zur Entspannung einnahmen. Dass vielerorts Haschisch zur Berauschung konsumiert wurde, ohne dass die Leute zu Gewalttaten neigten, half nicht gegen diese Falschdarstellung. Auch die Prohibition erklärte Marihuana erst zur Mörderdroge aber von einem Jahr zum anderen wurde gesagt, die Kommunisten verteilen den Hanf, damit die Leute nicht mehr Kampffähig sind. Immer so, wie es passt.


Warum Hanfpolitik und Drogenpolitik für viele dasselbe ist


Der Antrieb für das Hanfverbot, welches von der USA ausgehend die Welt umspannt und gerade wieder eingerissen wird, wäre weniger der Punkt, dass es high macht. Dieses ist jedoch das rassistische Verbotsargument mit dem Fingerzeig auf Mexikaner, Farbige, Latinos und die frevelhaften Jazzmusiker. In Wirklichkeit ging es den Beamten nach der Beendigung der Alkoholverbote in den USA um den Erhalt von ihrem Job und der damit verbundenen Machtstellung. Unterstützern aus der Wirtschaft ging es darum, den konkurrierenden und gerade im Durchbruch begriffenen Rohstoff auszuschalten sowie rassistisch zu wirken. Dieses wären die eigentlichen Gründe für die Hanfprohibition und warum Marihuana in vielen Ländern harten Drogen gleichgesetzt wird oder gar schlimmer als diese geahndet wird. Dieses wäre der Grund, warum neben den berauschenden Hanfteilen gleich die gesamte Pflanze nicht nur in den USA verboten wurde. Da es inzwischen viele Hanfsorten gibt, die keinerlei berauschende Wirkung haben, aber für die Rohstoffgewinnung durchaus besser als andere Agrargüter sind, ist all das nicht verhältnismäßig. Wer vor dieser Zeit doch Hanf aus wirtschaftlichen Gründen brauchte, hat ihn importiert oder so angebaut, dass nur wenige Menschen Zugang gehabt hätten sowie sie eben die Nutzhanfpflanzen verwendet haben, die bereits vor den Verboten keine oder keine nennenswerte berauschende Wirkung hatten. Somit war das Komplettverbot niemals verhältnismäßig, ginge es nur um das Verbot der Droge an sich.


Wenn neben den berauschenden Pflanzen und Pflanzenteile auch alle anderen verboten oder der Umgang mit ihnen eingeschränkt wird, hat dieses eigentlich nichts mit Drogenpolitik zu tun, wird aber als diese verstanden. Politische Entscheidungen, doch wieder mehr Hanf anzubauen, wären somit keine Drogenpolitik sondern Hanfpolitik, solange dieser angebaute Hanf einen nicht berauscht. Dennoch lässt sich die Thematik nicht klar trennen, da es von vielen als „Rauschgiftanbau“ verstanden wird, wenn Nutzhanf mit einem THC Gehalt unter 0,2% auf den Feldern steht und selbst mit 2 Prozent THC Gehalt keinen high machen kann.