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Schwierige Zeiten für die Schweizer CBD-Branche

Das hohe Angebot und die stagnierende Nachfrage sorgen für Probleme innerhalb der Schweizer CDB-Industrie. Ende 2016 wurde in der Schweiz der Verkauf von CBD-Gras legalisiert. Wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet, stieg 2017 die Zahl der registrierten CBD-Hersteller von 5 auf 490 an. Heute seien es 665. Wie in dem Bericht zu entnehmen ist, ist die Zahl der CBD-Produzenten in den vergangenen beiden Jahren allerdings stagniert.


Michael Mosimann, Vorstandsmitglied der IG Hanf, macht dafür die Übersättigung des Markts verantwortlich. „Wegen des hohen Angebots und der stagnierenden Nachfrage sind die Preise im Keller“, so Mosimann. Das verdeutlicht die Preisentwicklung von Nutzhanf: War 2017 ein Kilo noch 6000 Franken wert, können für dieselbe Menge heute nur noch zwischen 1000 und 1500 Franken verlangt werden.

Besonders betroffen seien mittelgroße Unternehmen, erklärt Mosimann. Es sei nicht auszuschließen, dass der CBD-Markt in der Schweiz von einer Handvoll Großunternehmen beherrscht wird. Hinzu kommen ausländische Firmen, die auf den Markt drängen. Vor einem Jahr kaufte die Wayland Group einen Hanf-Anbauer aus Regensdorf sowie ein Unternehmen aus Zug.

Hohe Steuereinnahmen

Zum Vergleich: Die Eidgenössische Zollverwaltung schätzt die Steuereinnahmen aus dem CBD-Markt auf rund 15 Millionen Franken jährlich. Das mache ein Gesamtvolumen von 60 Millionen Franken. Laut dem European Cannabis Report, einer Marktanalyse von Prohibition Partners, hätte die vollständige Legalisierung von Cannabis in der Schweiz bis ins Jahr 2028 ein Gesamtpotenzial von 2,7 Milliarden Franken. Von diesem großen wirtschaftlichen Potenzial könnten auch Firmen profitieren, die sich bisher auf Nutzhanfprodukte spezialisieren mussten.

Trotz liberaler Drogengesetze ist Cannabis mit mehr als 1% THC weiterhin illegal. Bisher gibt es in der Schweiz Pläne für Pilotprojekte für den Freizeitkonsum in ausgewählten Städten. Im Juni hat der Bundesrat eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes in die Vernehmlassung geschickt, die Patienten eine Behandlung mit Cannabis mit einem höheren THC-Gehalt erleichtern soll.

Für CBD-Hersteller bleibt der Markt weiterhin angespannt. Das Geheimnis des Erfolgs sei vor allem Innovation, sagt Michael Mosimann. „Man muss eine gute Nische finden, sonst wird es ganz schwierig“.

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One comment

  1. Ich bin auf die weitere Entwicklung sehr gespannt und ich glaube auch, dass die Schweiz es allgemein sowieso schon immer schwieriger hatte in der Produktion von hochwertigem Nutzhanf als in anderen Ländern, auf Grund der höheren Preise in der Schweiz. Allerdings sagt man dass die Blüten dort besser sein und viele gerne diesen Aufpreis bezahlen.
    Bei einem bin ich mir sicher, so lange rechtlich nichts mehr weiter passiert und die Novel-Food-Verordnung uns allen noch in Ruhe lässt, bleibt uns zumindest das CBD-Öl noch sehr lange erhalten und z.B. einer wie mich kann ganz bequem weiter z.B. auf das Cannaphoria CBD-Öl setzen, anstatt auf herkömmliche Medikamente aus der Pharmaindustrie.

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