Hanfsamen im Vogelfutter — warum fressen Vögel so gerne Hanf? Es liegt an den wertvollen Inhaltsstoffen: Hanfsamen enthalten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in einem idealen Verhältnis, dazu hochwertiges Protein und wichtige Mineralien. Vögel, die regelmäßig Hanfsamen bekommen, haben ein glänzenderes Gefieder, sind vitaler und werden älter. In diesem Artikel erfährst du, welcher Hanf im Vogelfutter steckt, ob er keimt und ob Vögel davon high werden.
📑 Inhaltsverzeichnis
Warum ist Hanf im Vogelfutter so beliebt?
Hanfsamen enthält Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die mehrfach ungesättigt und für viele Lebewesen essenziell sind — sie können nicht selbst hergestellt werden und müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Das Verhältnis dieser Fettsäuren zueinander ist bei Hanf besser als bei den meisten anderen Pflanzen.
Vögel bevorzugen generell Fettfrüchte wie Hanf, Sonnenblumenkerne und ungesalzene Erdnüsse. Die platt gewalzten Getreidekörner in günstigem Vogelfutter bleiben häufig liegen — Hanfsamen werden zuerst gefressen.

Welcher Hanf ist in Vogelfutter?
Im Vogelfutter befinden sich in der Regel Samen von EU-zertifizierten Nutzhanfsorten mit sehr niedrigem THC-Gehalt (unter 0,2 %). An diesen Samen haften keine berauschenden Wirkstoffe. Für Vögel macht das ohnehin keinen Unterschied — ihnen geht es um die Nährstoffe, nicht um die Cannabinoide.
Bei den Korngrößen unterscheidet man drei Typen:
- Mittlere Körner (~2 mm): Die Standardgröße im Vogelfutter, ca. 60.000 Körner pro Kilo
- Große Körner (~3 mm): Werden gerne als Fischfutter verwendet, eignen sich aber auch für größere Vögel
- Winzige Körner (<0,5 mm): Für Vögel weniger geeignet, da sie die Schale kaum trennen können
Können Hanfsamen aus Vogelfutter keimen?
Eine häufige Frage: Sind die weiblichen Hanfsamen im Vogelfutter keimfähig? In der Regel werden die Samen vor dem Verkauf erhitzt oder gedämpft, um die Keimfähigkeit zu zerstören. Vereinzelt können aber keimfähige Samen enthalten sein. Der Anbau von Hanf ist in Deutschland allerdings genehmigungspflichtig — auch wenn er aus Vogelfutter stammt.

Warum Vögel in der Natur Hanf bevorzugen
Wenn Bauern Nutzhanf auf dem Feld stehen lassen, bis die Samen reifen, werden die Pflanzen regelrecht von Vogelschwärmen überfallen. Vögel erkennen instinktiv den hohen Nährwert der Hanfsamen. Das gilt nicht nur für Wildvögel — auch Haustiere wie Hühner und Papageien profitieren von Hanfsamen im Futter.
Häufige Fragen zu Hanf im Vogelfutter
Werden Vögel von Hanfsamen high?
Nein. Vogelfutter-Hanfsamen stammen von Nutzhanfsorten mit extrem niedrigem THC-Gehalt. Selbst wenn geringe Spuren vorhanden wären, ist die Menge viel zu gering für eine psychoaktive Wirkung.
Wie viel Hanfsamen sollte man Vögeln geben?
Hanfsamen können bis zu 10–15 % der gesamten Futtermischung ausmachen. Als Alleinfutter sind sie nicht geeignet, da Vögel eine abwechslungsreiche Ernährung brauchen. Als Ergänzung zu anderem Körnerfutter sind sie aber ideal.
Darf man Hanf im Garten für Vögel anbauen?
In Deutschland ist der Anbau von Hanf — auch Nutzhanf — ohne Genehmigung nicht erlaubt und wird als Nicht-Landwirt in der Regel nicht genehmigt. Besser: Hanfsamen als fertiges Vogelfutter im Handel kaufen.










































