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Hanfanbau Erntetechnik: Partielle Ernte

Bei der partiellen Ernte wird nur der obere Teil der Pflanzen abgeerntet, während der Rest der Pflanze auf dem Feld bleibt. Somit kann der obere Teil der Pflanzen mehrmals weiter verarbeitet werden, um aus einer Pflanze mehrere Produkte wie Hanfsaft und CBD-Öl herzustellen.


Bei der partiellen Ernte werden wenige Wochen nach der Ernte ausschließlich die oberen Triebe geerntet. Dadurch entstehen neue Triebe und die Pflanzen wachsen in die Breite und werden buschiger. Die Anbautechnik bringt einen entscheidenden Vorteil mit sich. Die Pflanzen werden optimal genutzt und der Anbau wird durch die Möglichkeit, sowohl Hanfsaft als auch CBD-Produkte aus den Pflanzen herstellen zu können, noch ökologischer.

Zweiteilung der Pflanzen

Nutzhanffelder

Aus dem oberen, blattreichen Teil der Pflanze kann beispielsweise Hanfsaft gepresst werden. Die dadurch abfallenden Pressreste eignen sich für die Weiterverarbeitung zu Nahrungsergänzungsmitteln oder Viehfutter. Der restliche Teil der Pflanzen bleibt für die industrielle Herstellung von Fasern und Schäben erhalten und kann weiter wachsen, bis die gewünschte Faserqualität erreicht ist.

Die Pflanzen produzieren natürlich immer noch Blütenstände, die später geerntet werden, um aus ihnen wertvolle Cannabinoide für die Weiterverarbeitung zu extrahieren.

Neben der Faserherstellung ist der ausgepresste Saft der Pfahlwurzeln ein gutes Düngemittel. Die Pressreste der Wurzeln eignen sich für die Produktion von Biogas. Ebenso wie die oberen Blätter kann auch der untere Teil der Pflanzen zu Hanfsaft weiterverarbeitet werden. Die Zweiteilung der Pflanze garantiert ihre optimale Verwertung.

Partielle Ernte – eine nützliche Technik

Die zweigeteilte Ernte hat große Vorteile für Landwirte. Der aus den Hanfpflanzen gepresst Saft steht weder in Konkurrenz zu den Fasern noch zur Ernte der Samen. Ganz im Gegenteil, werden die oberen Blätter abgeerntet, wachsen die Pflanzen weiter und entwickeln wieder neue obere Blattstände, die wider geerntet werden können. Es gibt Versuche, in denen bereits nach sechs Wochen mit der partiellen Ernte begonnen wurde. Nach der Ernte können die Stängel über den Winter bis zur Feldröste stehen bleiben und fertig getrocknet für die Faserproduktion geerntet werden.

In Deutschland kann Hanf bis Ende Juli gepflanzt werden, wobei die Pflanzen bis in den Spätherbst hinein wachsen. Durch die partielle Ernte sind Landwirte bei den Erntezeiten flexibel und können die Ernte an aktuelle Marktpreise anpassen. Hinzu kommt, dass sich Landwirte durch unterschiedliche Erntezeiten theoretisch die dafür benötigten Maschinen teilen könnten.

Hanf ist eine wunderbare Pflanze und die partielle Ernte ist eine Technik, mit der Anbau und Weiterverarbeitung der Pflanzen durch mehrmaliges Ernten, flexible Erntezeiten und wirtschaftliche Nutzung noch ökologischer werden.

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