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Widerstand der CDU gegen eine Legalisierung wackelt

Die Stimmen für eine Legalisierung in Deutschland werden stetig lauter. Nicht nur der deutsche Hanfverband fordert schon lange eine Legalisierung von der Bundesregierung, auch Abgeordnete der anderen Parteien sowie ehemalige Polizeibeamte der Organisation LEAP, Wissenschaftler und sogar Suchtexperten sprechen sich für eine Änderung des Umgangs mit Cannabis aus. Bisher hielt nur eine Partei felsenfest an der Position fest: die CDU/CSU. Das könnte sich jetzt vielleicht ändern.


Neue Drogenbeauftragte – Chance oder Gefahr? 

Das Hanf-Magazin berichtete bereits, dass die ehemalige Drogenbeauftragte der Bundesrepublik Deutschland, Marlene Mortler, nach der letzten Europawahl ins Europaparlament aufrückte und deshalb nun eine neue Drogenbeauftragte beauftragt wurde – Daniela Ludwig. Diese hatte bereits vor Beginn ihrer offiziellen Amtszeit angedeutet, dass sie offen für eine Debatte mit allen Interessensgruppen sei. Anders als ihre Vorgängerin Marlene Mortler, deutete sie damit mögliche Veränderungen an. 

Konträre Aussagen sorgen für Hoffnung

Äußerungen der neuen Bundesdrogenbeauftragten Daniela Ludwig (CSU) sowie der gesundheitspolitischen Sprecherin der Unionsfraktion, Karin Maag (CDU), lassen darauf schließen, dass der heftige Widerstand in der Union nun ins Wackeln gerät. Es geht um Aussagen der Unions-Gesundheitspolitikerin Karin Maag (CDU) in der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Als diese gefragt wurde, ob auch die Union inzwischen darüber nachdenke, Cannabis in einer regulierten Form für Erwachsene freizugeben, antwortete Maag: „Selbstverständlich denken wir darüber nach, und zwar schon seit Jahren.“ Sie habe noch angefügt, dass man natürlich nicht nach einem einmaligen Konsum süchtig wird. Das sei auch der Grund für verschiedene Projekte zur Regulierung, welche die Union derzeit prüfe. 

180 Grad Wende durch Personalaustausch? 

Diese neue Äußerung lässt aufhorchen. Man sollte sie jedoch auch mit einem skeptischen Blick betrachten. Es ist nicht anzunehmen, dass lediglich der Austausch der Bundesdrogenbeauftragte dazu geführt hat, dass die Union nun eine solche Kehrtwende im Umgang mit Cannabis will. Viel wahrscheinlicher ist es, dass der stete Ruf nach einer Legalisierung sowie internationale Geschehnisse (Luxemburg prüft eine Cannabis Legalisierung, Amerika legalisiert immer mehr…) dazu führen, dass die Union umdenken muss, da ihr sonst langsam aber sicher die Wähler abhandenkommen.

Man erinnere sich nur an die Wirkung des YouTube Videos „Die Zerstörung der CDU“, das kurz vor der Europawahl zu einem massiven Verlust der CDU geführt hat. Es ist einfach nicht möglich Cannabiskonsumenten zu ignorieren! Das scheint nun spät, aber eben doch auch die Union einzusehen. 

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