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FDP fordert Cannabis-Modellprojekt in ganz Mecklenburg-Vorpommern

FDP und Linke fordern ein Umdenken in der Drogenpolitik und wollen in Mecklenburg-Vorpommern ein Cannabis-Modellprojekt.

Wie die Ostsee Zeitung berichtet, wünscht sich die FDP einen kontrollierten Umgang mit Cannabis sowie die Freigabe des Konsums. Die Forderung: Ganz Mecklenburg Vorpommern soll zur Modellregion für die Freigabe von Cannabis werden. Das könnte auch die Polizei entlasten.


Privatkonsum längst akzeptiert

Wie weit die gesellschaftliche Akzeptanz von Cannabis innerhalb Deutschland schwankt, verdeutlichen die Aussagen von David Wulff. „Privatkonsum in geringen Mengen ist in der Gesellschaft längst akzeptiert“, so der Generalsekretär der Landes-FDP. Dies sei einer von vielen Gründen, warum er nicht länger kriminalisiert werden sollte und ein Cannabis-Modellprojekt gefordert wird.

Eine Möglichkeit für das Cannabis-Modellprojekt wäre nach Vorstellungen der FDP zum Beispiel der Verkauf geringer Mengen über Apotheken. Und weil sich die Polizei deshalb nicht mehr länger mit Konsumenten beschäftigen müsse, käme das auch der Justiz zugute. „Wir würden also auch die Polizei entlasten“, so Wulff.

Auch die Linke fordert ein Modellprojekt

3883 Cannabis-Fälle habe die Polizei im letzten Jahr in Mecklenburg Vorpommern untersucht. Das sind 1000 mehr Verstöße als noch vor zehn Jahren. Auf eine Anfrage von Torsten Koplin (Landtagsmitglied/Linke) antwortete das Justizministerium, dass in jedem Fall Personen durchsucht, die Identität festgestellt sowie Vorstrafen abgeglichen werden und ein Drogentest durchgeführt wird.

Bei Koplin stößt das auf Unverständnis. Er fordert einen generellen anderen Umgang mit Cannabis und die kontrollierte Freigabe an Erwachsene. Das Ganze soll in einem Cannabis-Modellprojekt erprobt werden. So werde auch der Schwarzmarkt ausgetrocknet. Indes betonen FDP und Linke, dass mit der Idee Drogen nicht verharmlost werden sollen. „Legalität oder Illegalität sagen nichts über die Gefährlichkeit von Drogen aus.“ Auch Alkohol sei für Menschen gefährlich, aber erlaubt.

Gegenwind kommt aus der CDU. Landeschef Vincent Kokert sieht eine kontrollierte Freigabe als falsches Signal. „Alkohol- und Drogenmissbrauch sind in der Gesellschaft jetzt schon ein wachsendes Problem, das zum Teil dramatische Folgen hat. Das Problem wird garantiert nicht kleiner, wenn wir Drogen legalisieren“, so Kokert.

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One comment

  1. Rudolf Oberhauser

    Alkohol- und Drogenmissbrauch?

    Sind die Politiker wirklich so beschränkt?

    Alkohol ist eine Droge. Eine der schlimmsten sogar. Das weiß ich, weil mein Stiefvater einer war und meine Kindheit dadurch eine war, die ich niemandem wünsche.

    Alle Drogen sollten gleich behandelt werden.

    Entweder es sind alle erlaubt oder alle verboten.
    Es kann nicht angehen, dass die schlimmsten Drogen legal sind und andere als illegal erklärt werden.
    Das ist pure Willkür, nichts anderes.

    Und ihr Politiker, den Staat geht es rein gar nichts an, was sich erwachsene Menschen einflößen. Das ist Privat. Und dafür bezahlt der Erwachsene seine Steuern, um Ruhe vorm Staat zu haben und nicht als Verbrecher abgestempelt zu werden.

    Wieso verbietet ihr Alkohol und Nikotin nicht? WIESO NICHT? Es würden ca 250000 Menschen nicht jährlich an deren Folgen krepieren.
    Mal von den ganzen Verbrechen, die unter Alkoholeinfluss stattfinden, ganz zu schweigen.

    Cannabis hat hier genau Null Tote und Null Verbrechen auf dem Konto. Süchtig macht es auch nicht. Man kann sofort damit aufhören, ohne Entzugserscheinungen. Es ist schlicht eine Gewöhnung, aber keine Sucht.
    So wie morgens halt den Kaffee trinken oder erstmal pinkeln gehen nach dem Aufstehen. Rituale.

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