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Cannabis Butter selber herstellen – so funktioniert die Praxis

Cannabisbutter selber herstellen
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Wenn du dich schon mal mit dem einen oder anderen Cannabisrezept auseinandergesetzt hast, so wirst du vielleicht festgestellt haben, dass du für die meisten Rezepte Butter aus Cannabis benötigst und herstellen musst. Und damit sind sehr viele schon überfordert oder wissen gar nicht, wie einfach Cannabisbutter eigentlich zu machen ist. Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass du es je nach Dosierung und Hitze selbst in der Hand hast, wie stark dein High-Effekt wird.

Ansonsten kannst du nun ganz einfach Cannabis-Muffins oder Plätzchen selbst backen oder einfach die Butter morgens aufs Brot schmieren. Das gute an der Cannabisbutter: Dir stehen nun alle möglichen Wege offen, um erfolgreiche und schmackhaft mit Cannabis zu kochen und zu backen. Nachfolgendes Rezept ist außerdem nur ein Beispiel von vielen, wie du Butter aus Cannabis herstellen kannst.

Die Vorbereitung für die Herstellung von Cannabis Butter

Wer Cannabisbutter herstellen möchte, der muss mit sehr  heißem Wasser und mit Fetten arbeiten. Dies kann natürlich zu schweren Verletzungen oder Verbrennungen führen. Spritzendes Fett auf nackter Haut ist nicht gesund und daher sollte man Cannabisbutter nur mit langärmliger Kleidung und vielleicht Handschuhen herstellen. Für etwaige Verletzungen übernehmen wir natürlich keine Verantwortung, gehen aber davon aus, dass du die Zutaten für die Cannabisbutter vorab nicht geraucht hast und bei vollem Bewusstsein mit heißen Materialien umgehen kannst.

Vielleicht verwendest du die Verschnitte und die Reste deiner Ernte, denn es ist schon eine Art von Verschwendung die Cannabis Butter aus geernteten Knospen herzustellen. Auch die Reste werden dafür sorgen, dass die Butter die gewünschten Effekte hervorbringt. Bevorzuge allerdings eher die Blätter, denn diese haben einen höheren Gehalt an Cannabinoiden. Zweige und Stämme haben zwar weniger, können und sollten aber auch verwendet werden. Wir wollen ja nichts wegschmeißen. Außerdem kannst du dann mehr Butter herstellen, weil du mehr Grünzeug hast.

Wie lange du für die Herstellung von Cannabisbutter brauchst kann nicht genau gesagt werden, rechne aber mal mit etwa einer halben Stunde. Die Kochzeit der Butter kann ab drei Stunden bis hin zu einem ganzen Tag geplant werden.

Das brauchst du für die Herstellung von Cannabis Butter:

  1. Marihuana 
  2. Butter 
  3. Kochlöffel aus Holz 
  4. zwei Siebe 
  5. Kunststoffbehälter
  6. Wasser
  7. Kochtöpfe
  8. Herd 
  9. Mixer 

Und so funktioniert die Herstellung von Cannabisbutter in der Praxis:

Zunächst musst du das Gras vorbereiten und so gut du es eben schaffst zermahlen. Einige verwenden dabei einen Steinmeißel, andere bevorzugen einen Stabmixer.  Und auch wir finden, dass der Stabmixer eine gute Alternative darstellt, immerhin kann so innerhalb weniger Minuten eine sehr feine Paste hergestellt werden. Je feiner das Gras, desto besser funktioniert die Reaktion während der Einschmelzung mit der Butter. Wenn man Cannabisbutter herstellt, so werden grundsätzlich zwei Öle miteinander verschmolzen, nämlich die der Butter und die des Cannabis. Je feiner beide Komponenten sind, desto besser und intensiver ist die Verschmelzung möglich.
Wähle nun einen Kochtopf und fülle diesen zu einem Drittel mit dem Marihuana. Je nach Menge deines Grases solltest du die Größe deines Topfes wählen. Kleine Menge gleich kleiner Topf. Dies ist wirklich wichtig, was dir später auch klar werden wird.

Nun gibst du die Butter (bitte vorher in Stücken geschnitten) zu einem Verhältnis von eins zu vier in einen den Topf zu dem Gras. Pro 250 Gramm Butter solltest du einen Liter Wasser hinzufügen. So füllst du den Topf zu zwei Drittel auf. Achte auf eine möglichst genaue Verteilung und Dosierung.

Halte die Mengen die wir dir vorgeben unbedingt relativ genau ein, ansonsten kann es später zu einem Überlaufen oder argem Spritzen der Fette kommen, du verlierst dich im Butter-Chaos und verbrennst dich am Ende noch. Das soll bitte verhindert werden. Merke also: 1/3 und 2/3. Dann kann eigentlich nichts schief gehen.

Jetzt wird es heiß, denn du kannst nun die Butter mit dem Marihuana erhitzen. Entweder du bringst nun das Wasser richtig schnell und heftig zum Kochen oder aber du kochst es auf 100 Grad auf und lässt es langsam kochen. Variante 1 geht zwar schneller, es kann allerdings sein, dass du wertvolles THC und CBD verlierst. Grund dafür ist die Verdunstung und das Verdampfen der THC und CBD Partikel. Wir empfehlen dir also das langsamere und entspanntere Kochen, denn dann wirst du weniger Cannabis und Inhaltsstoff verlieren, sodass der Verlust nur minimal ist. Experimentiere aber selbst einfach herum, denn über diese Theorie streiten sich Cannabis-Butter-Experten bis heute. Die einen behaupten bei langsamerem Kochen viel Wirkstoff zu verlieren, andere sagen man verliert dabei fast nichts.

Rühre deine Cannabisbutter regelmäßig um während sie kocht und schütte immer wieder frisches Wasser dazu. Und zwar immer dann, sobald es sich auf die Hälfte der ursprünglichen Menge reduziert hat. Die Butter ist fertig, wenn sich die Flüssigkeit trennt, also wenn eine fette Lage Öl auf der Oberfläche schwimmt. Und bis es soweit ist brauchst du natürlich eine Menge Geduld. Wenn du Glück hast, dann dauert es nur drei bis vier Stunden, wenn nicht, dann stehst du den ganzen Tag am Herd. Aber versprochen: Es lohnt sich.

Seie nun die Flüssigkeit in einem Behälter ab, sodass du das zugefügt Gras rausfiltern kannst. Nimm das Cannabis dabei mit Handschuhen auf und drücke es über einem Sieb aus. Natürlich nur, wenn darunter ein Behälter steht. So kannst du noch mal zusätzliches Öl herausbekommen und glaube uns, es wird noch eine besonders große Menge herausgedrückt. Es wäre also Verschwendung, wenn du es einfach so wegschmeißen würdest.

Übrigens wäre es ziemlich bescheuert, wenn du das Marihuana nun wegwerfen würdest. Du könntest damit leckere Salatsaucen kreieren, es für einen Brotaufstrich verwenden oder andere Lebensmittel damit bereichern. Sei ein wenig kreative und werfe nicht alles unachtsam weg. Auch im Sud steckt noch eine Menge CBD und du kannst es ohne Probleme noch weiter verwenden.

Zurück zur Butter: Stelle den Behälter mit der Lage Butteröl und Wasser nun in einen Kühlschrank, denn nur so können sich die Öle nun zu einer Butter verfestigen. Im Winter kannst du das Öl auch auf den Balkon stellen (Vorsicht: gefährlicher Geruch).

Nun musst du dich noch ein wenig gedulden, denn die Butter sollte mindestens einen Tag lang im Kühlschrank stehen. Danach kannst du die Butter aus dem Behälter heben und hast eine fertige Cannabisbutter.

Die Cannabisbutter ist mindestens für 2 Wochen haltbar, du könntest sie aber auch einfrieren und im Gefrierschrank lagern. Und je nachdem wie viel Butter du hergestellt hast, lohnt sich das auch. So kannst du sie immer portionsweise auftauen und im Kühlschrank verwenden.

Weitere Tipps zum Thema Cannabis Butter für Anfänger

Du kannst den Geschmack der Butter noch weiter ausbauen und mit allem Möglichen verfeinern. Jetzt ist deine Kreativität gefragt, denn du könntest verschiedene Früchte, Zucker oder Kräuter und Gewürze verwenden. Viele nutzen Knoblauch, Thymian oder Basilikum und auch asiatische Gewürze sind sehr gefragt. Überlege dir vorher, ob du eher eine fruchtige Cannabisbutter möchtest, oder ob du sie für andere Speisen oder Anlässe brauchst. So kannst du Kakao und Kokosflocken beimengen oder aber Chili Pulver und Pfeffer zugeben. Alles schmeckt.

Deine Meinung
Und wenn du deine erste Cannabisbutter fertig gestellt hast, dann freuen wir uns über deine Meinung und Erfahrung. Vielleicht hast du das Rezept individualisiert oder hast etwas ganz eigenes herausgefunden, das die Herstellung erleichtert. 

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2 comments

  1. Hallo,

    erst einmal vielen lieben Dank für diesen tollen Beitrag!!! Kurze Frage: Welche Art Butter (salzen bzw. ungesalzen) würdest du bevorzugen? Habe mal irgendwo gelesen, dass salzige Butter vorrangig genutzt werden soll, da es eine höhere Temperatur verträgt.

    Was meinst du?

    LG vom Hanfliebhaber 🙂

    • Hallo Sommermeier,

      danke für deine Antwort, bzw. Frage. Es kommt ganz darauf an für was du die Butter später verwenden möchtest. Wenn du damit eher Brownies oder andere Süßspeisen machen willst, dann würde ich auf ungesalzene Butter setzen, für alles andere dann natürlich die gesalzene. Das mit der Temperatur stimmt, allerdings nur minimal wodurch es fast schon wieder egal wird. Bevorzuge am besten das langsame köcheln, auch wenn es dann einen Tag lang dauert. So schonst du die Inhaltsstoffe des Cannabis, bzw. das THC und CBD.
      Ich persönlich nehme ungesalzene Butter weil Salz ja auch nicht wirklich gesund ist und sie in Schokoladen oder Brownies einfach nicht schmeckt.

      Ansonsten einfach Experimentieren und uns Feedback geben 🙂

      liebe Grüße
      Jenny

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