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CBD-Hautcreme selber machen

Eine Creme mit Cannabidiol versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und wichtigen Nährstoffen. Eine CBD-Creme selbst herzustellen, ist gar nicht so schwer. Wir zeigen, wie es funktioniert.


Das Endocannabinoid-System unseres Körpers ist ein wichtiges Regulationssystem, das einen entscheidenden Beitrag zur Aufrechterhaltung der Homöostase leistet. Das überaus komplexe System ist an vielen Regulierungsprozessen beteiligt. Das endogene Cannabinoid-System besteht aus Cannabinoid-Rezeptoren, die in wichtigen Organen unseres Körpers, dem Gehirn sowie in dem größten Organ unseres Körpers verteilt sind: der Haut.

Zutaten für die Herstellung einer CBD-Hautcreme

Das folgende Rezept ist eine Grundversion und die Zubereitung ist nicht schwer. Es ist wichtig, bei allen Arbeitsschritten genau auf Sauberkeit zu achten, damit keine Keime in die Creme gelangen.

Für ca. 100g Creme benötigt man:

  • 15ml Pflanzenöl. Für die Herstellung einer Hautcreme sind Traubenkernöl, Distelöl oder Arganöl besonders gut geeignet. Zur Versorgung besonders trockener Haut kann man auch Avocadoöl, Mandelöl oder Kokosöl verwenden.
  • Für die Herstellung der Salbe benötigt man außerdem einen Emulgator. Ein Emulgator sorgt dafür, dass sich zwei Flüssigkeiten miteinander verbinden, die sich normalerweise nicht vereinen lassen. In diesem Fall Wasser und Öl. Am besten verwendet man 3g Emulsan. Emulgatoren gibt es zum Beispiel in der Apotheke.
  • Um der Creme die richtige Konsistenz zu verleihen, benötigt man 1–2g Bienenwachs oder Sheabutter bzw- Kakaobutter. Eine andere vegane Alternative wäre zum Beispiel Karnaubawachs.
  • 30ml destilliertes Wasser oder Rosenwasser.
  • Zusätzlich benötigt man natürlich ein CBD-Öl der Wahl mit entsprechender Konzentration. Wichtig ist, dass man auf einen serösen Hersteller achtet. In Sachen Dosierung sollte man es nicht übertreiben.

Öle wie Arganöl oder Avocadoöl sind zwar gut für die Haut, aber aufgrund langer Transportwege und aufwendiger Produktionsverfahren nicht besonders nachhaltig. Am besten entscheidet man sich für Zutaten, die regional produziert und hergestellt werden.

Außerdem benötigt man:

  • einen Topf
  • zwei hitzebeständige Schalen
  • Pürierstab
  • Gläser zum Abfüllen
  • Thermometer; am besten nimmt man ein Infrarot-Thermometer
  • Desinfektionsmittel

Bevor es losgehen kann, ist es überaus wichtig, Hände, Utensilien und Gläser mit Alkohol oder einem Desinfektionsmittel zu desinfizieren. Ebenso sollte man die Arbeitsfläche gründlich reinigen und desinfizieren. Sauberkeit ist wirklich entscheidend, da sonst Keime oder Bakterien in die Creme gelangen können.

CBD-Hautcreme selber herstellen

Zunächst werden alle öligen bzw. fettigen Bestandteile vorbereitet.

  1. 250ml Wasser in einem Topf zum Köcheln bringen und den Topf mit einer hitzebeständigen Schüssel bedecken (Wasserbad).
  2. Bienenwachs, Kakao- oder Sheabutter bzw. Karnaubawachs langsam im Wasserbad schmelzen lassen
  3. Anschließend den Emulgator (Zum Beispiel Emulsan) und Pflanzenöl, sowie das CBD-Öl dazugeben, wenn alles geschmolzen ist
  4. Ist alles geschmolzen, den Topf vom Herd nehmen und auf ca. 40°C abkühlen lassen. Am besten überprüft man das mit einem Infrarot-Thermometer

Im nächsten Schritt wird der Wasseranteil vorbereitet:

  1. Das destillierte Wasser oder Rosenwasser in der zweiten Schüssel im Wasserbad erwärmen.
  2. Die Temperatur spielt dabei eine wichtige Rolle. Beide Flüssigkeiten in den Schalen sollten eine Temperatur von 40°C haben.

Das Emulgieren der CBD Creme

  1. Haben beide Flüssigkeiten die richtige Temperatur erreicht, können sie zusammengefügt werden. Am besten schüttet man dafür den Inhalt der „Wasserschale“ zu der Schüssel mit den fettigen Zutaten.
  2. Damit sich Wasser und Öle miteinander verbinden, benötigt man den Pürierstab. Dieser Schritt ist entscheidend, denn wenn beide Komponenten nicht die richtige Temperatur haben oder sie nicht lange genug miteinander vermischt werden, verbinden sie sich nicht optimal.
  3. Wenn das Ganze eine cremige Konsistenz hat, ist die Creme fertig.

Jetzt kann die Creme mit einem desinfizierten Löffel abgefüllt werden.

Da in der selbst gemachten CBD Creme keine Zusatzstoffe enthalten sind, ist die Creme nur begrenzt haltbar. Im Kühlschrank kann sie aber problemlos zwei bis drei Wochen aufbewahrt werden. Man kann die Salbe auch portionieren und einfrieren.

Zum Konservieren eignet sich zum Beispiel Teebaumöl. Man kann diesen Ersatz für Konservierungsstoffe am Ende noch hinzugeben. Teebaumöl besitzt allerdings einen intensiven Geruch, der nicht von jedem als angenehm empfunden wird. Für einen angenehmen Geruch kann die Creme auch mit einem anderen Duftöl angereichert werden.

Unsere Haut besitzt einen pH-Wert von 4 bis 6 und wird von einer natürlichen Säureschicht geschützt. Wird dieser Wert stark verändert, kann das negative Auswirkungen haben. Das Grundrezept der Creme hat ungefähr einen pH-Wert von 5,5. Wenn man mit mehreren Zutaten herumexperimentiert, empfiehlt es sich, den pH-Wert der Creme mit einem Indikatorpapier zu überprüfen.

Das Grundrezept kann mit verschiedensten Wirkstoffen, Ölen und Tinkturen angereichert werden. Grüntee-Extrakt hilft bei geschwollenen Augen und Aloe Vera spendet zusätzlich Feuchtigkeit. Parsun ist ein flüssiger UVA-Filter, der der Creme einen Lichtschutzfaktor verleiht. Der Fantasie sind wirklich keine Grenzen gesetzt.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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