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Legalisierung von Cannabis in Guam wurde der Gouverneurin zur Unterschrift vorgelegt

Die Abgeordneten der Marianen-Insel im pazifischen Ozean, Guam, haben gerade vor kurzem ein Gesetz verabschiedet, das Cannabis als Genussmittel legalisieren soll.


Im Anschluss wurde es der Gouverneurin des US-Außenterritoriums, Lou Leon Guerrero, zur finalen Unterschrift vorgelegt, bevor es endgültig in Kraft treten kann. Die Entscheidung war knapp, obwohl viele die Legalisierung unterstützen.

Die Gouverneurin ist grundsätzlich für die Legalisierung

Ganz knapp mit nur einer Stimme erlangte der Gesetzentwurf im Senat von Guam die Mehrheit. Daraufhin hat Gouverneurin Guerrero geäußert, dass sie das grundsätzliche Vorhaben der Legalisierung von Cannabis unterstütze, dass sie aber die endgültige Fassung des Gesetzestexts nun noch einmal überprüfen müsse. Im Verlauf des legislativen Prozesses hat es mehrere Änderungen des Entwurfs gegeben. Und längst nicht alle Politiker sind mit der finalen Version zufrieden. Die Vizepräsidentin des Senats, Telena Nelson, beklagte zum Beispiel, dass die Abstimmung überstürzt worden sei, und man den Abgeordneten keinen angemessenen Zeitraum zur Beratung eingeräumt habe. Aus diesem Grund hat sie schließlich auch gegen den Gesetzentwurf gestimmt. Der republikanische Senator Wil Castro, der eigentlich ebenfalls gegen die Legalisierung war, betonte, dass es nun darum gehen müsse, die im Gesetzestext festgelegten Regeln und Beschränkungen durchzusetzen.

Die Cannabispolitik in Guam ist bereits sehr fortschrittlich

Seit 2014 kann Cannabis auf der Pazifikinsel Guam schon für den medizinischen Einsatz verwendet werden. Da allerdings die wissenschaftlichen Möglichkeiten und Infrastruktur fehlen, wird das Cannabis als Medizin Programm bis heute nicht in die Praxis umgesetzt. 2018 hat man aus diesem Grund den Eigenanbau für Patienten legalisiert, um ihnen auf diesem Weg den Zugang zu Cannabis zu ermöglichen. Außerdem ist der Besitz von bis zu einer Unze (etwas weniger als 30 Gramm) Cannabis bereits grundsätzlich entkriminalisiert. Damit verfügt die größte der Marianen-Inseln über eine ziemlich fortschrittliche Cannabis-Gesetzgebung. Doch nun geht es auch darum, auf dem legalen Markt mitzumischen und einen versteuerten Handel zu implementieren. Dies ist aktuell vielleicht einer der Faktoren, der Politiker überall auf der Welt am meisten zur Zustimmung zu einer Legalisierung von Cannabis anspornen kann.

Zweites US-Außenterritorium mit legalem Cannabis-Markt

Sollte Gouverneurin Guerrero den Entwurf unterzeichnen und das Gesetz damit in Kraft setzen, so wird Guam das zweite US-Außenterritorium sein, das Cannabis als Genussmittel für erwachsene Konsumenten legalisiert. Das Commonwealth of the Northern Mariana Islands (bei uns Nördliche Marianen genannt) hat schon im vergangenen Jahr ein entsprechendes Gesetz erfolgreich verabschiedet. Bei dem Zuspruch, den eine liberale Cannabispolitik auf der Insel Guam auch unter den Politikern genießt, ist eine erfolgreiche Legalisierung in naher Zukunft ziemlich wahrscheinlich.

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