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Die Naturburschen – Authentische Hanfprodukte aus der Natur

Ist es nicht schön, wenn man CBD- und Hanfprodukte von einer nachhaltigen, sicheren und zuverlässigen Quelle beziehen kann? Ist es nicht erfreulich, wenn man das Gesicht der Verantwortlichen kennt und sympathisch findet? Wundervoll beruhigend, wenn man den Machern einerseits bei der Qualität vertraut und ihnen andererseits auch das Interesse am Wohl ihrer Kunden zutraut? Solch ein Gefühl vermittelt das junge Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen, Die Naturburschen. Die zwei Gründer Julius und Christian leben für ihre Arbeit mit Hanf und so hätte der Name dieser Firma nicht besser gewählt werden können. 


Hanf als Rohstoff im eigenen Landwirtschaftsbetrieb selbst ökologisch anzubauen und daraus die eigenen, natürlichen Produkte zu erschaffen, das klingt für viele von uns nach einem Traum. Diesen Traum leben „Die Naturburschen“ und verbreiten dabei ihre Überzeugung von den gesundheitsfördernden Eigenschaften der Hanfpflanze. Sie produzieren Öle auf Basis von Nutzhanf, aber auch Leinöl. Dabei lassen sie sich gerne etwas über die Schulter schauen. Das merkt man zum einen durch die Präsenz in den Medien und durch die Fülle an Informationen, die sie auf ihrer Homepage liefern. Aber auch im Gespräch mit uns gab und der Naturbursche Julius sehr bereitwillig Auskunft und erlaubte uns einen Blick in das Arbeitsleben und Schaffen der Naturburschen.

Interview mit Julius Erdt, Geschäftsführer von Naturburschen

Hanf Magazin: Die meisten CBD-Produkte kommen (zumindest gefühlt) aus Österreich oder der Schweiz. Hat Deutschland einen Aufholbedarf in Sachen Hanf und CBD?   

Julius Erdt: Deutschland ist mittlerweile recht gut aufgestellt. Überall entstehen Hanffelder und es gibt immer mehr Hanfunternehmen. Einige sehen leider nur den finanziellen Aspekt und beschäftigen sich nicht richtig mit der Pflanze. Dadurch entsteht fehlerhafter Content auf zahlreichen Internetseiten. Zudem werden Halbwahrheiten verbreitet, um ein Produkt ins richtige Licht zu rücken, bei dem der Verbraucher schlussendlich verunsichert wird. CBD ist ein Wirkstoff, der zurzeit auch in den Medien an Beliebtheit gewinnt. Die Pflanze hat noch ein deutlich größeres Spektrum an Inhaltsstoffen als das bloße CBD. Aus dem Grund sollte nicht nur der Fokus auf CBD gelegt werden, sondern das Potenzial aller in der Hanfpflanze vorkommenden essentiellen und sekundären Pflanzenstoffe berücksichtigt werden. Wichtig wäre, dass Deutschland klare Gesetze entwickelt. Oftmals werden viele Hanfunternehmen in Deutschland staatlich verfolgt, das zum Beispiel in Österreich oder der Schweiz weniger der Fall ist. In diesem Punkt hat Deutschland auf jeden Fall Aufholbedarf. 

Hanf Magazin: Wie seid Ihr mit CBD in Kontakt gekommen und was für ein Gefühl gibt Euch die Arbeit mit Hanf als pflanzlichem Rohstoff?

Julius Erdt: Wir kommen aus Welver, einer ländlichen Region in NRW. Dort betreibt Christian´s Onkel einen landwirtschaftlichen Betrieb. Ihn konnten wir relativ schnell von dem Vorhaben überzeugen, für uns Nutzhanf anzubauen. Mit der Pflanze wuchs dann auch unser Unternehmen. Hanf ist einfach unglaublich vielseitig einsetzbar, es gibt uns ein unglaublich gutes Gefühl diese Pflanze wieder anzubauen und mit ihr zu arbeiten. Die Pflanze ist ein Segen für Mensch und Natur.

Hanf Magazin: Auf Eurer Homepage kann man etwas bestellen, das „Die Burschenbox“ heißt. Was hat es damit auf sich? Was erwartet den Besteller in der Box?

Julius Erdt: Uns erreichten in der Vergangenheit zahlreichen Anfragen für Geschenkeboxen. Daraufhin entwickelten wir unsere Burschenbox, in der neben unseren Ölen Leinöl und Hanfsamenöl Proben von Kokosöl, Himalaya-Salz, Lippenbalsam und Hanfprotein enthalten sind und natürlich unser CBD-Öl. Diese Box ist allerdings limitiert und es sind nicht mehr viele zu haben.

Hanf Magazin:: Die Cannabinoide in Euren CBD-Ölen sind decarboxyliert. Warum ist das wichtig? Ist dies bei vielen Produkten anderer Hersteller nicht der Fall?

Julius Erdt: Decarboxylierte Cannabinoide sind so wichtig, weil sie bei diesem Vorgang „aktiviert“ werden. Mit anderen Worten sorgt das dafür, dass die Cannabinoide besser aufgenommen werden können, also bioverfügbar über den Magen gemacht werden. Was andere Hersteller machen können wir nicht beurteilen, jedoch sind solche zusätzlichen Arbeitsschritte zeit- und geldintensiv, weshalb sie vielleicht von manchen weggelassen werden. Wir verwenden für unsere Öle ein spezielles Naturburschen Mischungsverhältnis aus decarboxylierten und undecarboxylierten Blüten. Das sorgt dafür, dass ein noch breiteres Spektrum an Cannabinoiden und sekundären Pflanzenstoffen im Endprodukt enthalten ist. Ein essentieller Vorteil dieser Methode ist, dass dabei der CBDa Anteil im Endprodukt angehoben wird, wodurch die Cannabinoide, insbesondere CBD, noch besser vom Körper aufgenommen werden können.

Hanf Magazin: Von den Naturburschen gibt es CBD-Öle in drei verschiedenen CBD-Konzentrationen. Welchem Kunden würdet Ihr zu welchem Produkt raten?

Julius Erdt: Bei unseren CBD-Ölen handelt es sich eigentlich um ein Hanfblütenvollextrakt. Das bedeutet wir extrahieren mit Alkohol, was die höchste Wirkstoffdichte aus der Hanfpflanze extrahiert. Bei so einer Wirkstoffdichte kommt man mit deutlich geringeren CBD-Konzentrationen aus, da auch alle anderen enthaltenen essentiellen und sekundären Pflanzenstoffe enthalten sind. Dadurch wirkt es natürlich und so wie es soll. Wir empfehlen generell die 2,5%-igen Tropfen da sie der Natur am nächsten sind. Sollte man mehr Wirkstoff benötigen kann man dann zu den 5%-igen greifen. Die 1%-igen Tropfen sind für Menschen, die noch nie etwas mit Hanf zu tun hatten und eher ängstlich sind. 

Hanf Magazin: Ihr ward in einer Reportage des ZDF zum Thema CBD/Hanf zu sehen. Wie kam es dazu? Seid Ihr kontaktiert worden oder wie kam es zustande?

Julius Erdt: Die Redaktion von ZDF hat im Internet nach CBD Herstellern recherchiert und ist über eine Dokumentation auf YouTube auf uns aufmerksam geworden. Daraufhin haben sie sich bei uns gemeldet. Wir fanden die Idee super und haben zugesagt.

Hanf Magazin: Diverse Medien und Rundfunkanstalten gehen noch sehr steif mit dem Thema Hanf um. Oft merkt man, dass sie sich nicht mit der Materie auseinandergesetzt haben. Wie war es bei der Reportage? Gab es einen Zeitpunkt, an dem Ihr Zweifel hattet, ob man Euch mit Vorurteilen begegnen würde? Hattet Ihr befürchtet, es könnte am Ende eine negative Darstellung von Hanf und Eurem Unternehmen geben?

Julius Erdt: Bei unser Reportage hatten wir das Gefühl, dass sich die Redaktion vorher gut mit dem Thema befasst hatte, auch weil sie relativ jung war und dadurch vielleicht näher am Thema ist.

Tatsächlich haben wir davor eine Reportage auf einem anderen Sender gesehen, wo genau das Negative rauskristallisiert wurde. Allerdings haben wir vor der Reportage ausgiebig mit der Redaktion telefoniert und uns versichern lassen, dass das Thema neutral und professionell beleuchtet wird. Das hat uns ein ausreichend gutes Gefühl gegeben, das uns auch am Ende nicht im Stich gelassen hat. 

Hanf Magazin: Wegen dem Image als Drogenpflanze, das dem Hanf noch immer anhaftet, versuchen manche Hersteller zu trennen zwischen Hanf und Cannabis. Als ob es nicht die gleiche Pflanze wäre. Wie steht Ihr dazu? Geht Hanf ohne Cannabis? Wäre für Euch mit einer Regulierung des CBD-Marktes alles im Lot oder muss Cannabis allgemein legalisiert werden?

Julius Erdt: Hanf bzw. Nutzhanf ist eine Sorte, in der, der psychoaktive Wirkstoff THC unter 0,2% enthalten ist. Cannabis ist der Überbegriff aller Sorten, die eine psychoaktive oder berauschende Wirkung haben. Generell gehört beides zu einer Familie, nur die Inhaltsstoffe sind prozentual anders enthalten. Einen bestimmten Wirkstoff zu verbieten ist nie zielführend. Der Markt muss professionell reguliert und entkriminalisiert bzw. legalisiert werden. Dies hätte zur Folge, dass Konsumenten qualitativ hochwertige Hanf bzw. Cannabisprodukte legal kaufen könnten und keiner mehr zu dem Dealer um die Ecke gehen würde. Damit würde der Schwarzmarkt eingedämmt und die Menschen hätten geprüfte und saubere Produkte. Oft ist das Thema auch negativ behaftet, weil Menschen Cannabis rauchen, welches verunreinigt ist oder ein falsches Verhältnis der Cannabinoide enthält (hochgezüchtet), das dann wiederum zu Psychosen oder unangenehmen Nebenwirkungen führen kann.

Hanf Magazin: Auf Eurer Website kann der Kunde einen Einblick in Euer Schaffen erhalten. Er kann sehen mit wie vielen Pflanzen ihr arbeitet und auf welcher Anbaufläche diese kultiviert werden. Man kann sozusagen ein wenig Eure Entwicklung verfolgen. Wo geht da die Reise gerade hin? Natürlich wird es bald wieder eine Aussaat im Frühling geben, aber was kommt sonst noch als nächstes auf die Naturburschen als Unternehmen zu?

Julius Erdt: Wir freuen uns riesig die Anbaufläche dieses Jahr wieder vergrößern zu können und werden das auch weiter verfolgen. Außerdem wollen wir neue Produkte entwickeln, die den Menschen helfen und wir 100% dahinter stehen können. Außerdem wollen wir mehr Aufklärung betreiben und den Menschen erklären wo das Potential der Hanfpflanze liegt. Dafür planen wir auf YouTube Videos zu dem Thema zu veröffentlichen. Wichtig für uns ist, unsere Vision weiter voranzutreiben und so vielen Menschen wie möglich unsere Produkte zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise wollen wir den Menschen helfen, gesund zu werden und zu bleiben und gleichzeitig die Umwelt verbessern, damit wir unseren Kindern eine gute Welt hinterlassen können.

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