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Das Kurzwegdestillationsverfahren in der Herstellung von Cannabis-Produkten

Die Destillation gibt es bereits seit etlichen Jahrhunderten. Sowohl im alten Rom, in Ägypten oder Indien wurden Wasser oder Alkohol-haltige Flüssigkeiten destilliert. Aber auch bei Cannabis kann der Destillationsprozess für die Extraktion von Wirkstoffen genutzt werden, um Konzentrate von hoher Reinheit herzustellen oder einzelne Substanzen zu isolieren.


Destillation ist ein Garant für reine Cannabisprodukte für die Medizin

Bei der medizinischen Verwendung von Cannabis kann die Erzeugung eines Destillats von großem Vorteil sein. So kann man damit einen hohen Reinheitsgrad ohne Verunreinigungen gewährleisten. Gerade für den medizinischen Einsatz kann dies immens wichtig sein. Im Verlauf der Destillation trennen sich drei Stoffgruppen voneinander: die flüchtigen, die nicht flüchtigen und die Cannabinoide. Im Vergleich zu anderen Extraktionsverfahren garantiert der Destillationsprozess eine sehr gleichbleibende Qualität des Endprodukts, das man erhält. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass während des Destillationsprozesses die Möglichkeit besteht, einzelne Inhaltsstoffe, zum Beispiel Cannabinoide wie THC oder CBD, zu isolieren. Durch Wiederholen des Vorgangs kann man ein hochreines Konzentrat erzeugen, das völlig frei von Lösungsmittelrückständen oder anderen Schadstoffen ist.

Wie verläuft der Destillationsprozess bei Cannabis-Extrakten

Für die Kurzwegdestillation wird das zu extrahierende Material in einen Heizkolben geleitet. Ein Vakuum hilft, die Dämpfe in das Fraktionierrohr zu saugen. Im Kondensatrohr kühlt der Dampf ab und verflüssigt sich wieder. Von dort aus teilen sich die einzelnen Substanzgruppen (Fraktionen) in getrennten Wegen auf. Das Gewicht jeder Fraktion ist der entscheidende Faktor für den Auffangkolben, die sie erreicht. Die Schadstoffe wie Lösungsmittel verflüchtigen sich dabei. Zur weiteren Verfeinerung kann das extrahierte Material den Prozess mehrmals durchlaufen. Während man früher die Wirkstoffe mehr oder minder manuell in den sogenannten Sammelkolben auffing, laufen Destillationsvorgänge in der Industrie völlig automatisiert ab und können große Mengen an Destillat produzieren. Auf Cannabis angepasste Destillation findet unter verhältnismäßig niedrigen Temperaturen und bei Unterdruck statt. Die Endprodukte sind sehr rein und auch lange haltbar.

Die industrielle Edibles-Branche wäre ohne Destillation undenkbar

Für die Zukunft der Cannabis-infundierten Getränke und Lebensmittel ist die Destillation unerlässlich. Sie ermöglicht einen so gezielten Umgang mit den einzelnen Inhaltsstoffen der Cannabispflanze. So kann man Edibles und Getränke herstellen, die geschmacklich nicht von den Cannabis-Inhaltsstoffen beeinträchtigt sind. Oder man kann mit den einzelnen Terpenen gezielt die Aromen beeinflussen. Destillate und Isolate sind ein wesentlicher Bestandteil der neuen Generation von Cannabisprodukten, Edibles, Getränke, Öle, und Vaporizer Liquids. Wahrscheinlich haben die meisten Anwender von CBD-Produkten bereits mit Destillaten zu tun gehabt. Das Verfahren ist definitiv gesetzter Standard in der Cannabis-Industrie, sowohl der Gegenwart als auch der Zukunft.

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