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Der besondere rechtliche Status von Cannabisharz (Haschisch) in der Schweiz

Seit geraumer Zeit erfreuen sich CBD-Produkte an enormer Beliebtheit. CBD (Cannabidiol) ist ein Cannabinoid der Cannabispflanze ohne psychoaktive Wirkung und die daraus hergestellten Produkt sind legal erhältlich. Die angebotenen Erzeugnisse wie CBD-Öl besitzen einen THC-Gehalt von weniger als 1%.

Die Produktpalette scheint unendlich und selbst Bäckereien springen auf den CBD-Zug mit auf. Einzig allein Haschisch mit weniger als 1% THC, das aus dem Harz von Cannabispflanzen hergestellt wird, sucht man vergebens. Grund dafür ist eine Definition in der Betäubungsmittelverzeichnisverordnung (BetmVV). Nun stellt sich die Frage, warum Cannabisharz selbst bei einem THC-Gehalt von weniger als 1% generell verboten ist?

Die Regelung

In Bezug auf das Verkaufsverbot von Cannabisharz (Haschisch) nimmt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf der Webseite explizit Stellung. Dort verweist man auf die Betäubungsmittelverzeichnisverordnung (BetmVV), in der das Verbot geregelt ist. Dort ist die Bezeichnung „Cannabisharz” (Haschisch) Teil der Liste der kontrollierten Substanzen und mit einer Global Trade Item Number (GTIN) versehen. Darüber hinaus enthält die Liste die Bezeichnungen „Cannabis“ und Assoziationen wie “Cannabisextrakt”, “Cannabisöl”, “Cannabissamen”, “Cannabisstecklinge” sowie “Cannabistinktur”, die ebenfalls mit einer internationalen Handelsnummer ausgestattet sind. Zusätzlich zu den kontrollierten Substanzen gibt es auch Erläuterungen, die den besonderen rechtlichen Status von Cannabis mit weniger als 1% THC festlegen. Den Grund dafür, warum Haschisch mit einem THC-Gehalt von weniger als 1% nicht legal verkauft werden darf, sucht man allerdings vergebens.

Auf eine Anfrage reagierte das Bundesamt für Gesundheit mit dem Verweis auf das „Einheits-Übereinkommen von 1986 über die Betäubungsmittel“. Darin sind die Bezeichnungen der im BetmVV enthaltenen Erläuterungen definiert. Ein genauer Blick auf das Zusammenspiel von Handelsnummern und Bezeichnungen der Substanzen ergibt, dass die Bezeichnung „Cannabisharz (Haschisch)“ eine Sonderform darstellt.

Bedeutung für den rechtlichen Status

Trotz anhaltender Suche nach einer Erklärung kann man nur spekulieren, warum genau in der Schweiz Haschisch mit einem THC-Gehalt von weniger als 1% weiterhin verboten ist. In der Liste der kontrollierten Substanzen wird das Cannabisharz als das abgetrennte, von der Hanfpflanze gewonnene Harz in roher oder gereinigter Form definiert.

Fakt ist jedenfalls, dass Haschisch auch mit weniger als 1% THC zu den kontrollierten Substanzen zählt.

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2 comments

  1. Dann wirds halt einfach umbenannt

  2. Trockenextrakt wird verkauft

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