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Ölziehen mit Hanföl

Für manche Menschen ist es so selbstverständlich wie die tägliche Dusche oder das morgendliche Zähneputzen – das Ölziehen, am besten mit Hanföl.


Was auf den ersten Blick wie ein neuer Trend aus der Wellnessbranche anmutet, ist in Wahrheit eine jahrtausendealte Methode aus der indischen Gesundheitslehre Ayurveda, die einen großen Beitrag zur Mundhygiene und der Entgiftung des ganzen Körpers leistet. Erstmals erwähnt wird Ölziehen in der ca. 2000 Jahre alten Charaka Samhita, unter dem Namen Kavala Gandoosha. Das Werk ist die älteste ayurvedische Schrift und berichtet über mehr als 30 Leiden, die sich durch das Ölziehen lindern oder gar heilen lassen sollen, darunter Asthma, Diabetes, Migräne oder Hormonstörungen. In der westlichen Welt anfangs eher als Geheimtipp unter Anhängern alternativer Heilmethoden gehandelt, hat es sich mittlerweile etabliert und bewährt und wird sogar von einigen Zahnärzten zur Erhaltung der Mundgesundheit empfohlen. 

Wie wirkt Ölziehen? 

Beim Ölziehen werden schädliche Bakterien in der Mundhöhle abgetötet. Das Hin- und Herbewegen des Öls im Mund massiert das Zahnfleisch, es wird besser durchblutet und legt sich wieder enger um die Zähne. Außerdem reduziert es Zahnbelag und zieht Giftstoffe und Bakterien aus der Mundhöhle. Ölziehen beugt Mundgeruch vor und ist ein starker Verbündeter im Kampf gegen Karies und Parodontose. Nebenwirkungen beim Ölziehen gibt es beim kaum, jedoch sollte man sich vorher durchaus informieren. Das Ölziehen leistet nicht nur einen großen Beitrag zur Mundhygiene, es entgiftet den gesamten Organismus und bringt – vielen Erfahrungsberichten zufolge – Erleichterung bei folgenden Beschwerden: 

  • Kopfschmerzen
  • Bronchitis
  • Grippale Infekte
  • Sinusitis
  • Magengeschwüre
  • Magenschleimhautentzündungen
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
  • Leber- und Nierenleiden
  • Herzerkrankungen
  • Bluterkrankungen
  • Thrombose
  • Rheuma

Welche Öle sind geeignet? 

Grundsätzlich kann jedes Öl zum Ölziehen verwendet werden, also auch ganz normales Speiseöl, wie beispielsweise Sonnenblumen- oder Olivenöl. Von vielen Heilpraktikern wird Kokosöl empfohlen, doch vor allem das Hanföl ist dank seiner zahlreichen positiven Eigenschaften bestens geeignet.

Hanf – uralte Nutz- und Heilpflanze

Hanf ist ein Verwandter der Brennnessel und gilt als eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt. Schon vor mehr als 10.000 Jahren wusste man um seine gesundheitsfördernde Wirkung. Zentralasien gilt als ursprüngliche Heimat der Hanfpflanze, von wo aus sie sich immer weiter verbreitete. Inzwischen wächst Hanf beinahe weltweit in einem gemäßigten bis subtropischen Klima. Man kann sie aber auch ganz einfach mit Pflanzenlampen unabhängig vom Klimazonen und Temperatur selber ziehen. Allerdings wurde die Hanfpflanze lange Zeit zu Unrecht als „Drogenpflanze“ bezeichnet, weswegen ihr Anbau in Deutschland bis 1969 strikt untersagt war. Auch heute noch wird genau überwacht, dass nur Hanfsorten ohne berauschende Wirkung angebaut werden.

Wie wird Hanföl hergestellt?

Die Chinesen waren die ersten, die entdeckten, dass die Hanfsamen gut schmecken und äußerst nahrhaft sind. Das Hanföl wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen. Hierzu werden die Samen zunächst vorsichtig von von ihrer festen Schale, die sie vor Sonnenlicht, Sauerstoff und Umwelteinflüssen schützt, befreit. Danach geht es in die Ölmühle, wo sie kalt gepresst werden, um die wichtigen Inhaltsstoffe zu erhalten. Die Temperatur sollte bei der Kaltpressung von Hanföl 40 Grad nicht überschreiten, wobei auch Temperaturen bis zu 60 Grad noch als Kaltpressung gelten.

Das steckt in Hanföl

Hanföl ist reich an den essenziellen Fettsäuren Omega 3 und Omega 6. Diese Fettsäuren wirken vorbeugend gegen Demenz und Thrombose, sie schützen das Herz und die Augen, lindern Entzündungen und helfen bei Schlafstörungen. Darüberhinaus wurde in Studien ihre blutverdünnende und gerinnungshemmende Wirkung nachgewiesen sowie die Schmerzminderung bei Arthrose. Sie steigern die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit und hemmen das Wachstum von Krebszellen. Die seltene, aber überaus wichtige Gamma-Linolensäure wirkt wie ein Anti-Aging-Mittel. Außerdem enthält Hanföl noch Linolsäure, Palmitinsäure und Stearinsäure sowie Vitamin B1 und B2, Vitamin E und Cannabidiol, das entzündungshemmend, schmerzstillend, beruhigend und angstlösend wirkt. Hanföl enthält außerdem noch wichtige Mineralstoffe, wie zum Beispiel Phosphor, Calcium, Kalium, Eisen und Kupfer. Es hat einen hohen Chlorophyll-Anteil, der den Körper vor freien Radikalen schützt, Eisen- und Magnesiummangel abbaut und darüber hinaus noch blutreinigend wirkt. Daneben findet sich auch ein hoher Anteil an Carotinoid, besonders Beta-Carotin, der Vorstufe von Vitamin A. Kaltgepresstes Hanföl enthält allerdings kein THC, da diese berauschend wirkende Substanz nicht in den Hanfsamen enthalten ist.

Hanföl in Bioqualität

Die Hanfpflanze, braucht keine Pestizide oder Herbizide, da sie sich selbst äußerst wirkungsvoll vor Schädlingen schützen kann. Der Boden ist deshalb von größter Wichtigkeit: Ein guter, schadstoffarmer Boden bietet die besten Wachstumsbedingungen für eine qualitativ hochwertige Hanfpflanze.

Ölziehen mit Hanföl

Über Nacht sammeln sich viele Toxine, Bakterien und Krankheitserreger im Mundraum. Deshalb sollte Öl idealerweise morgens, gleich nach dem Aufstehen auf nüchternen Magen und noch vor dem Zähneputzen gezogen werden. Hanföl vereint die essenziellen Fettsäuren in einer optimalen Zusammensetzung und ist deshalb hervorragend für diese Anwendung geeignet. Dazu einfach einen Esslöffel Hanföl in den Mund nehmen und ca. 15 – 20 mal im Mund hin- und herbewegen, saugen und durch die Zähne ziehen, bis sich das Öl weißlich färbt. Diese Zeit sollte man sich tatsächlich nehmen, da das Öl mindestens 15 Minuten braucht, um alle Giftstoffe und Bakterien im Mundraum zu sammeln. Eben aus diesem Grund sollte das Öl keinesfalls geschluckt werden. Nach Ablauf der Zeit das Öl ausspucken, am besten in den Mülleimer und nicht ins Waschbecken, da es im Abflussrohr härtet und so das Rohr verstopfen kann. Anschließend den Mund mit warmem Wasser ausspülen und Zähne putzen. Damit sich die gesundheitsfördernde Wirkung voll entfalten kann, sollte die Anwendung über mehrere Wochen durchgeführt oder, noch besser, ein fester Bestandteil der Morgenroutine werden.

Ölziehen und Hanföl – ein unschlagbares Duo

Hanföl wirkt auf vielfältige Weise bei gesundheitlichen und kosmetischen Problemen. Die uralte ayurvedische Methode des Ölziehens entgiftet den ganzen Körper. Was liegt also näher, als die beiden zu vereinen? Ölziehen mit Hanföl ist ein unschlagbares Duo und eine Detox-Wunderwaffe und kann einen überaus wichtigen Beitrag zur körperlichen Gesundheit leisten. 

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