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So brandsicher ist Hanf als Dämmstoff

Die Hanfpflanze macht vielen Menschen als Genussmittel Spaß in der Freizeit, unabhängig davon, ob sie legal oder illegal ist. Hanf hilft vielen Menschen bei der Behandlung ihrer körperlichen und psychischen Leiden. Aber Hanf ist auch ein gesunder, ökologischer und ökonomischer Rohstoff.


Die Pflanze verbessert beim Anbau gleichzeitig noch die Qualität des Bodens, auf dem sie gedeiht. In der Mobilität der Menschen hat Hanf seit Jahrhunderten einen festen Platz, zum Beispiel als Tau bei Schiffen oder auch im Karosseriebau. Auch in unseren Häusern und Gebäuden kann jede Menge Hanf stecken. Es ist eine so sinnvolle Alternative zu den oft chemischen Dämmstoffen, die schon beim Verbauen im Haus ungesunde Arbeitsbedingungen schaffen.

Bedeutet Hanf am Haus nicht eine Brand-Gefahr?

Im Prinzip ist die Frage, ob das Dämmen mit Hanf das Brand-Risiko erhöht, schnell und einfach zu beantworten. Nein, Hanf als Dämmstoff ist nicht besonders brandgefährlich. Dämmstoffe, die in der Europäischen Union verwendet werden dürfen, müssen strengen Brandschutzvorschriften und Normen genügen. Die Materialien durchlaufen dafür einige Tests und werden in Brandschutzklassen eingeteilt. Hanf-Dämmwolle wird tatsächlich als schwer entflammbar eingestuft, genauer gesagt hat es die Schutzklasse C, nach alter Einteilung entspräche das der Klasse B1.

Wie werden Dämmstoffe wie Hanf auf Entflammbarkeit getestet?

Bei den Brandtests für die Kategorisierung der Brandschutzklasse wird das Material zuerst als einzelner Gegenstand entzündet (Single-Burning-Item-Test). Manchmal wird es aber auch verbaut getestet, indem ein Brand in einer Zimmerecke nachgestellt wird (Room-Corner-Fire-Test). Bei diesen Tests spielt nicht nur eine Rolle, ob ein Dämmstoff entflammbar ist und wie lange es dauert, bis er in Flammen steht. In die Bewertung fließen auch Punkte ein wie der Grad der Rauchentwicklung oder brennende Tropfen, die im Brandfall gefährlich werden könnten. Hanf und Holz sind zwar beides Baustoffe, bei denen es eine Rauchentwicklung gibt, aber der Rauch ist bei beiden Materialien nur wenig gefährlich und nicht giftig. Dies ist bei den nicht-natürlichen Dämmstoffen eher selten der Fall.

Hanf ist brennbar, warum ist er dennoch als Dämmstoff geeignet

Als Dämmstoff verhält sich Hanf ähnlich wie Bauteile aus Vollholz. Im Fall, dass das Material anbrennt, bildet sich außen eine Schicht aus Asche und Kohle. Diese Schicht behindert das Feuer beim Durchdringen des Materials. So wird der Brand durch die eigenen Verbrennungsrückstände verlangsamt. Darüber hinaus ist der bei Feuer entstehende Rauch verhältnismäßig unbedenklich. In diesem Punkt ist Hanf sogar dem Holz noch ein wenig überlegen.

Hanf ist also ein hervorragender Rohstoff für Bauteile des Hauses. Wer heute über sein eigenes Haus nachdenkt, will sich wohl auch kaum mehr vorstellen, sich mit einer große Menge chemischer Baustoffe dauerhaft zu umgeben. Wenn man aber weiß, dass es ökologischer, unbedenklicher Hanf ist, der einem das Haus warm hält, fühlt sich das Wohnen sicher ein ganzes Stück besser an.

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