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London: Bürgermeisterkandidatin zeigt Interesse an Cannabis-Modellprojekt

Die Kandidatin der Liberaldemokraten für das Bürgermeisteramt in London, Siobhan Benita, macht sich für die Legalisierung von Cannabis stark. Die Hauptstadt Englands sollte diesen wichtigen Schritt zur Bekämpfung der Kriminalität unternehmen, findet die 47jährige, die auf der University of Warwick ihren Master in Modern German machte. Eine Liberalisierung der Cannabispolitik würde auch der Polizei helfen, die mit der gewalttätigen Jugendszene zu kämpfen hat. In London würde Siobhan Benita die Legalisierung gerne im Rahmen eines Modellversuchs testen. Dabei solle vor allem auf die Aspekte der öffentlichen Gesundheit und der Sicherheit geachtet werden, ebenso darauf, dass junge Menschen nicht in die Kriminalität gezogen werden.


Man hätte Cannabis schon längst legalisieren sollen

Die Legalisierung von Cannabis als Medizin sei nicht mehr umstritten, daher könne man den Versuch eines Modellprojekts für eine legale Abgabe von Cannabis als Genussmittel an volljährige Konsumenten in London durchaus verantworten, argumentiert Londons Bürgermeisterin in Spe. Sie will dem organisierten Verbrechen das Geld nehmen, und damit die Macht über die Jugendlichen, die in Banden die Stadt unsicher machen, zu erhalten.

Es gibt ausreichend Belege dafür, dass andere Länder positive Erfahrungen mit einer liberaleren Cannabispolitik gemacht haben. Siobhan Benita fragt sich vielmehr, warum man die Pflanze nicht längst legalisiert hat. Auch unter den Polizeibeamten gäbe es große Zustimmung für derartige Reformen, da sie dadurch enorm entlastet würden.

Liberale Impulse in der Cannabispolitik

Großbritannien hat erst im vergangenen Jahr den Gebrauch von Cannabis als Medizin zugelassen, nachdem Bürgerinitiativen eine große mediale Aufmerksamkeit erhalten hatten. Die Regierung hat gerade diesen Frühling eine Petition abgelehnt, die nach einer liberaleren Cannabispolitik im Königreich verlangte. 2004 wurden Cannabisdelikte schon einmal gesetzlich herabgestuft, so dass die Strafen dafür niedriger ausfallen sollten. Nach fünf Jahren gab es jedoch die Wende und man kehrte zum alten Strafkatalog zurück.

Idee des Cannabis-Modellversuchs wird immer populärer

Ob Siobhan Benita ihre Vorhaben in der Hauptstadt umsetzen kann, ist nicht nur wegen der wenig progressiven Haltung der Regierung Großbritanniens ungewiss. Zunächst einmal müsste sie die Wahl zur Bürgermeisterin im nächsten Jahr für sich entscheiden, dann könnte sie sich um eine Zulassung eines Cannabis-Modellprojekts bemühen.

In Europa gewinnt die Idee der versuchsweise legalen Abgabe von Cannabis offensichtlich immer mehr Anhänger. Einige deutsche Städte streben dies schon länger an. Die Niederlande planen ihre Versuchsphase für die legale Belieferung der Coffeshops und auch die dänische Hauptstadt Kopenhagen zeigt sich interessiert, einige Shops für Cannabisverkäufe zu eröffnen, um die Drogenkriminalität einzudämmen.

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