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Die Linke fordert das Ende des Cannabis-Verbots

Die Linkspartei will Cannabis mithilfe einer Initiative im Deutschen Bundestag entkriminalisieren. Nun will man auch die Unterstützung von Abgeordneten anderer Parteien gewinnen.

Die Linke lässt nicht locker. Im Bundestag soll nun eine Initiative für die Entkriminalisierung von Cannabis in Deutschland gestartet werden. Jan Korte, Parlamentarischer Geschäftsführer der Linksfraktion sagte dazu, man plane einen fraktionsübergreifenden Antrag. Ziel müsse sein, die Kriminalisierung der Konsumenten zu beenden, die Verbreitung von Cannabis zu kontrollieren und den Gesundheits- und Jugendschutz in der Bevölkerung zu verbessern, so Korte weiter.

Neben der Forderung des BDK (Bund Deutscher Kriminalbeamter) vor einigen Tagen, Cannabis-Konsumenten zu entkriminalisieren, setzt sich die Linke nun noch vonseiten der Politik dafür ein. „Der Kampf gegen den Cannabiskonsum durch Repression ist gescheitert“. Wichtig sei, dass Konsumenten Aufklärung und wenn nötig Hilfe erhielten, sagte Korte. Deshalb will die Linke nun andere Parteien für einen gemeinsamen Antrag mobilisieren und noch vor Zustandekommen der GroKo die vorhandene parlamentarische Mehrheit für eine Entkriminalisierung nutzen. Der geplante Antrag soll den Besitz geringer Mengen für den Eigenbedarf entkriminalisieren.

Im selben Atemzug weist der Linkenpolitiker auf einen dringend nötigen Personalwechsel hin: Unabhängig von der Regierung sei es „zwingend erforderlich“, die jetzige Drogenbeauftragte Marlene Mortler abzusetzen. Die Drogenpolitik der CSU-Politikern bezeichnete Korte als „rückwärtsgewandt“.

Mortler sprach sich in der Vergangenheit immer wieder entschieden gegen eine mögliche Legalisierung von Cannabis aus. In einem Interview mit der Zeitung Welt verdeutlicht sie ihre Position: „Ich werde nicht tatenlos dabei zuschauen, wie Jugendliche im wahrsten Sinne des Wortes ihre Zukunftsperspektiven verkiffen.“

Eine veraltete Drogenpolitik

Wieland Schinnenburg ist suchtpolitischer Sprecher der FDP und schloss sich der Kritik von Jan Korte an. Mortlers Position bezeichnete er als „völlig antiquiert“. Auch FDP und Grüne fordern die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Volljährige.

Nachdem sich André Schulz, der Chef des BDK, am Montag für eine Entkriminalisierung von Cannabis ausgesprochen hat und die Cannabis Prohibition als „weder intelligent noch zielführend“ bezeichnete, widersprach ihm der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft Rainer Wendt. Er warnte davor, dass eine Legalisierung von Cannabis ein fatales Signal sei.

2 comments

  1. Deja-vu:
    Hans-Georg-Behr: Von Hanf ist die Rede,
    Zweitausendeins, 1995

    • Hallo Oskar,

      das wohl beste Buch, daß über Hanf geschrieben wurde, von einem wirklichen Experten,
      der selber Zeit seines Lebens gerne gutes Hashish geraucht hat. Ein Experte sonder Gleichen,
      der wirklich alle Aspekte der Kultur und Wissenschaft berücksichtigt. Da wird die Hanfgeschichte von der Antike bis heute erzählt in einer so flüssigen, spannenden Art und Weise, angereichert mit Anekdoten und kleinen Sidestorys, daß man kaum aufhören kann zu lesen.
      Auch die Hanfgeschichte in Deutschland der letzten 1000 Jahre wird ausführlich dargestellt.
      Ich empfehle, wenn möglich, auf die Erstauflage des schweizer Sphinx Verlags von 1982 zurück zu greifen, ist einfach eine schönere Version, aber inhaltsgleich mit Neueren,
      Dieses Buch ist 11 Jahre vor Jack Herrers/M. Brökers Buch „Wiedereonddeckung des Hanfs“ erschienen, und nach dem Lesen weiß man wo diese Ihre Infos herhaben….
      H.G. Behr hat auch noch andere gute Bücher und Artikel geschrieben…

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