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Cannabis und Hexerei: Die Nutzung von Hanf in der Magie

Die Nutzung von Cannabis als Rohstoff, als Lebensmittel und als Heilpflanze ist über Jahrtausende hinweg dokumentiert. Und gerade erst wieder hat ein Fund von etwa 2500 Jahre alten Räuchergefäßen belegt, dass auch die Verwendung als Rausch- oder Ritualpflanze bei der Menschheit große Bedeutung hatte und auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Wie viele andere Heilpflanzen besitzt Cannabis psychotrope Eigenschaften, es verändert also die Wahrnehmung. Somit ist es auch prädestiniert dafür, als mystisches Kraut von Anhängern der Hexerei und Magie benutzt zu werden. Die Belege für derartige Verwendungen der Hanfpflanze reichen bis in die Antike zurück.


Weissagungen im Cannabis-Rausch: Das Orakel von Delphi

Der früheste Hinweis für die Nutzung von Cannabis in magischer Absicht findet sich in der griechischen Mythologie. Das Orakel von Delphi war eine Priesterin von Apollo in der Antike, die in einem Tempel Weissagungen durchführte. Menschen kamen von überall her um das Orakel zu konsultieren. Sogar Könige erbaten den Rat des Orakels, vor allem vor wichtigen Schlachten und politischen Entscheidungen. Dem Glauben nach soll der Geist des Apollo in die Priesterin gefahren sein, die daraufhin einen Zustand erreichte, in welchem sie die Zukunft sehen konnte. Dafür saß die Priesterin über einer Grube in der eine halluzinogene Mischung aus Lorbeerblättern, Cannabis und anderen Ritualpflanzen geräuchert wurde. Dadurch fiel sie in eine Art Trance, in der sie dann ihre Weissagungen machte.

Kontakt mit der Unterwelt durch Cannabis

Der Nachweis eines weit verbreiteten Cannabiskonsums in ganz Europa im Mittelalter ist eher spärlich, und das aus gutem Grund. Papst Innozenz VIII. verbot den Gebrauch der Pflanze. Aber es ist überliefert, dass Hexen das Cannabis mit Gerätschaften konsumierten, die modernen Pfeifen ähneln, Manche erwärmten die Pflanze auch einfach, um dann den aufsteigenden Dampf zu inhalieren. Ihre Absicht war es damit den Schleier zwischen dieser Welt und der nächsten zu lüften. Sie glaubten, dass durch das Rauchen der Pflanze ihr Geist sich von ihrem Körper löste und es ihnen ermöglichte, direkten Kontakt mit den Toten, Dämonen und sogar dem Teufel herzustellen. Es wurde auch gelehrt, dass Menschen nur dann Pakte mit dem Teufel schließen können, wenn sie sich von der menschlichen Form lösen. Cannabisrauch oder -dämpfe waren dafür eine beliebte Methode.

Die Kirche vernichtet die Cannabis-Traditionen

Während der europäischen Hexenverfolgung wurden viele tausend Menschen getötet. Die Katholische Inquisition verbrannte die Beschuldigten, bei den Protestanten wurden sie gehängt. Der Konsum von Cannabis war für viele schon Grund genug, wegen Hexerei verurteilt zu werden. Das bedeutet, dass sehr viele Kräuterkundige und Botaniker in dieser Zeit ihr vorzeitiges Ende fanden. In Großbritannien konnten zu diesem Zeitpunkt nur etwa zwei Prozent der Menschen lesen und schreiben. Geschriebenen Zeugnisse, die mit Cannabis im Zusammenhang standen, wurden von den Kirchen verbrannt, und mit ihnen ihre Verfasser und Besitzer. Dadurch ging beinahe das vollständige Wissen über den Gebrauch der Hanfpflanze verloren.

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