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Wenn Patienten CBD Strains nicht beim Dealer kaufen können

Dr. Kurt Blaas als Cannabis Fachmediziner aus Österreich auf der Hanfmesse Cultiva

Was machen, wenn man kein passendes medizinisches Marihuana findet?

Die theoretische Möglichkeit, als Patient in der Apotheke Medizinhanf zu erhalten, ist eine optische Schönung für die Medienlandschaft. Die Hürden für die Ausnahmegenehmigung schrecken viele und der Rest versucht es meist nicht, wenn er sieht, wie teuer das Apotheken Weed ist, da man es derzeit selber zahlen muss. Viele Patienten profitieren ausschließlich von CBD oder eben von THC und CBD im Verhältnis von ca. 1 – 1.

Schwer kranke Menschen wollen oder können häufig nicht einfach illegal den gewünschten CBD Strain anbauen und landen sie vor dem Richter, dann vielleicht auch in den Knast.

Wenn das für normale Menschen bereits hart ist, kann man als Patient nicht einplanen nach Jahren der Haftzeit noch zu leben oder dieses überhaupt noch zu wollen. Viele Patienten gehen deswegen lieber zum Dealer, kaufen nur kleine Mengen und versuchen unauffällig zu sein. Es gibt natürlich auch Patienten, die nicht einmal wissen, dass sie aus medizinischen Gründen konsumieren und es wird gewiss auch Genusskonsumenten geben, die gerne einen CBD Strain erhalten würden. Solch ein Weed ist beim Dealer in der Regel gar nicht zu haben und das hochpotente THC Knallergras hat häufig fast gar kein CBD enthalten. Was machen Patienten, die jetzt nicht eben in die USA auswandern können?

CBD Strains einfach selber mischen

Im Jahr 2014 auf der Cultiva beantwortete Dr. Kurt Blaas als der Cannabis Fachmediziner von Österreich eine Frage zu diesem Thema:

Man kann in Österreich derzeit bei schweren Krebserkrankungen in der Regel nur Dronabinol erhalten und erstattet bekommen. Dieses enthält ausschließlich THC, für Krebs wirkt jedoch THC und CBD erheblich besser als eines allein.

Die Frage lautete, ob man nicht zum Dronabinol zusätzlich ein legal erhältliches CBD Extrakt verwenden könnte, um eben die erwünschte THC und CBD Wirkung zu erhalten. Genau das geht, so Herr Dr. Blaas.
CBD Strain mit Faserhanf gebastelt

CBD Strain mit Faserhanf gebastelt

THC und CBD kombinieren

Wer Dronabinol als Tropfen oral einnimmt, kann natürlich sehr gut ein CBD Extrakt oder CBD Tropfen im Handel erhalten und ebenfalls oral einnehmen.

Wer jedoch ein THC haltiges Weed raucht und die CBD Tropfen dazu oral einnimmt, wird vermutlich direkt die THC Faust ins Gesicht bekommen und auf das CBD noch eine halbe Stunde warten müssen. Wird dieses CBD jedoch in Alkohol und nicht Speiseöl gelöst und man hält es im Mundraum, damit es hier direkt aufgenommen wird, sollte es ebenfalls schnell wirken. Man kann aber auch Nutzhanfblüten erstehen, die einen CBD Gehalt von ca. 2% haben werden. Anstelle von Tabak werden diese in den Joint gebröselt und sollten hier ca. 80% der Masse einnehmen. Dann wird wiederum beides geraucht und somit direkt aufgenommen.

Wer jedoch nicht rauchen möchte, kann einen Vaporizer mit großer Kammer wie den Aromed verwenden, um hier ebenfalls beides in eins zu verdampfen. Man kann das THC Weed natürlich zusammen mit dem CBD Extrakt auch einfach verbacken oder verkochen. Schon hat man seinen CBD Strain für die bessere medizinische Wirkung.

Der gebastelte CBD Strain

Das einzige Problem, wenn man CBD und THC getrennt oder mit zwei Präparaten zusammen einnimmt wäre, dass die Wirkung versetzt eintreten kann. Das kann man jedoch ertasten sowie man schauen kann, dass man beide Ausgangsprodukte wiederum versetzt einnimmt, damit sie in etwa zugleich wirken.

Die Cultiva war im Oktober 2014. Seitdem sollte ein entsprechender Test über das Rauchen von Marihuana und die zeitversetzte Aufnahme von einem CBD Extrakt erfolgen. Der Patient hat leider anderes zu tun und ist auch durch seine Erkrankung verhindert, sonst wäre diese Info bereits vor Monaten publiziert worden.

Das Hanf Magazin hofft, dass es dennoch früh genug ist und wenn Patienten (gerne anonym) Erfahrungswerte preisgeben möchten, sollen sie sich an info@hanf-magazin.com wenden. Auf den verhinderten (und eben begründet entschuldigten) Patienten wird nicht weiter gewartet.

Von verschiedenen, aber nicht immer nennbaren Seiten werden die hier geäußerten Annahmen bestätigt, die somit auch zwecks der gesundheitlichen Erhaltung vieler anderer Patienten schnell gestreut werden sollen.

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