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ENCOD (Europäische Koalition für gerechte und effektive Drogenpolitik)

Die europäische Koalition für gerechte und effektive Drogenpolitik (kurz: ENCOD) ist eine Vereinigung, die sich für das Ende des Krieges gegen Drogen einsetzt.


1993 entschieden sich 14 unabhängige Organisationen für die Gründung von ENCOD, deren Hauptziel das Ende der Prohibition und eine kontrollierte Drogenpolitik ist. Mittlerweile besteht ENCOD aus über 150 Mitgliedern, Organisation, Unternehmen und Privatpersonen.

Ähnlich wie andere Aktivismusvereinigungen verfolgt ENCOD die aktuellen Entwicklungen im politischen Umgang mit Drogen und Konsumenten sowie Bekämpfungsstrategien der Europäischen Union. Darüber hinaus setzen sich die Mitglieder von ENCOD dafür ein, dass Konsumenten nicht weiter kriminalisiert werden.

Progressive Drogenpolitik

ENCOD zählt zu den Unterstützern des Modells der Cannabis Social Clubs, wie es zum Beispiel in Spanien umgesetzt wird. Mitglieder der Vereine haben die Möglichkeit, in den Klubräumen Cannabis zu kaufen und zu konsumieren. Angebaut wird es von Mitgliedern des Klubs. Um einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang zu garantieren, haben nur Mitglieder Zugang zu den Räumlichkeiten des Vereins. Mitglieder müssen volljährig sein und einen Jahresbeitrag zahlen.

Immer wieder versucht ENCOD, Initiativen auf den Weg zu bringen, dieses Modell auch in anderen europäischen Ländern einzuführen.

Im Hinblick auf die 1998 in New York stattgefundene Sondersitzung der UN-Generalversammlung zum Thema Drogenpolitik, veröffentlichte ENCOD im selben Jahr eine erste große Publikation. 14 regierungsunabhängige Organisationen aus Europa, Afrika und Lateinamerika waren an der Zusammenfassung der gemeinsamen Anliegen beteiligt, wobei eine Strategie für eine kontrollierte und progressive Drogenpolitik vorgestellt wurde.

Der Bericht weist darauf hin, dass die aktuelle Drogenpolitik der EU unter anderem Menschenrechte verletze, die Umwelt schädige, die Souveränität einzelner Staaten außer Acht lasse und Bürger marginalisiere.

Dreigeteilter Ansatz in der drogenpolitischen Aufklärung

Im Kampf für eine gerechtere Drogenpolitik, die die Rechte von Konsumenten respektiert, stellt ENCOD Informationen zur Verfügung und leistet Aufklärungsarbeit. Der dabei verfolgte Ansatz ist dreigeteilt: gesellschaftlich, informativ und regulatorisch. Zum einen unterstützt ENCOD diverse Kampagnen der EU, die die Rechte von Drogenkonsumenten schützen sollen. Hinzu kommt Aufklärungsarbeit in Form von Informationen und Ideen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Letztendlich nimmt ENCOD auch am Dialog der EU teil und versucht bei Diskussionen und politischen Veranstaltungen für eine effektive Regulierung von Drogen innerhalb der EU zu werben.

ENCOD ist ständig auf der Suche nach neuen Mitgliedern, die sich über die Webseite der Organisation eintragen können. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, die Organisation zu unterstützen. Zum Beispiel mit Übersetzungen, Unterstützung auf Messen, Kontakt mit Lokalpolitikern, Grafikdesign, Filmaufnahmen, Aufklärungsarbeit usw.

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