Home » Hanf News » Störender Grasgeruch – Ein Problem der Legalisierung?

Störender Grasgeruch – Ein Problem der Legalisierung?

Bei Cannabis scheiden sich die Geister. Seit langem schon diskutieren die Lager der Befürworter und der Gegner der Nutz- und Heilpflanze über ihr striktes Verbot oder eine Legalisierung. Aber nicht nur bezüglich des Nutzens oder des Schadens ist man sich nicht einig. Kaum jemand äußert sich beispielsweise neutral über den Geruch, den Cannabis bei manchen Konsumformen erzeugt.


Die Hälfte der Menschen mögen Cannabis-Aromen nicht

Laut einer aktuellen großen Umfrage, die von PSB Research, Burson Cohn & Wolfe und BuzzFeed News im März dieses Jahres durchgeführt wurde, finden gut die Hälfte der US-amerikanischen Bevölkerung den Geruch von Cannabis in der Öffentlichkeit problematisch. Beinahe ein viertel der befragten äußerten sogar, die Marihuana-Aromen wahrhaft zu verabscheuen. In Kanada teilt übrigens noch ein etwas größerer Teil der Menschen diese Meinung. Dort empfinden drei von fünf Bürgern die würzigen Gerüche von Cannabis in der Öffentlichkeit als störend und halten es für ein Problem seit der Legalisierung.

Auch Cannabisbefürworter stört der Geruch

Da es in beiden nordamerikanischen Ländern Mehrheiten für einen legalen Umgang mit Cannabis gibt, lässt dies den erstaunlichen Schluss zu, dass auch Menschen eine Legalisierung von Marihuana unterstützen, die den Geruch nicht leiden können. In Nordamerika befürworten stolze 84 Prozent den medizinischen Einsatz von Cannabis und immerhin 60 Prozent auch die Legalisierung als Genussmittel. Etwa 27 Prozent der Befragten gaben an, selbst schon Cannabis konsumiert zu haben.

Sind Cannabisgerüche ein öffentliches Problem?

Auf die Frage, wie groß die Menschen das Problem der Belästigung durch Cannabisgerüche in der Öffentlichkeit wahrnehmen, gehen die Meinungen ebenfalls weit auseinander. 23 Prozent empfinden es als großes, 28 Prozent als ein geringeres Problem. Ebenfalls 28 Prozent der Befragten nehmen es als kein wirkliches Problem, und 21 Prozent als überhaupt kein Problem wahr. Wie zu erwarten ist, bezeichnen die Duftmarken von Cannabis wesentlich weniger Konsumenten als Nicht-Konsumenten als problematisch. Ebenso stören sich Menschen der Personengruppe über 55 Jahre mehr daran als die jüngeren. Ein großer Teil der Bürger, stattliche 41 Prozent, gab an entweder nichts von solchen Gerüchen zu bemerken oder ihnen keinerlei Bedeutung zuzumessen.

Cannabis sollte niemanden belästigen

Wer nun denkt, dass der leckere Duft doch für andere Menschen kein echtes Problem ist, der sollte eventuell ein zwei Punkte berücksichtigen. Denn ob der kräftige Geruch, den Cannabis beim Konsum erzeugt, ein echtes öffentliches Problem wird, das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Es gibt öffentliche Orte, wie die Umgebung von Kindertagesstätten und Schulen, an denen es um den Jugendschutz geht und um die Vermeidung des Kontakts von Kindern und Cannabis. Außerdem ist natürlich der Geruch mitunter so stark, dass man ihn nicht ignorieren kann. Und wenn ein Mensch dies wirklich als abscheulich empfindet, ist seine Freiheit, nicht belästigt zu werden, selbstverständlich zu berücksichtigen.

Hilf' mit und teile diesen Beitrag!

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht Required fields are marked *

*