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OeTTINGER Brauerei will Cannabis-Getränke herstellen

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Zusammen mit dem kanadischen Cannabisunternehmen XPhyto Therapeutics will die Oettinger Brauerei GmbH neue Cannabis-Getränke und Produkte auf dem Markt bringen.

Einem Bericht der Internetseite Proactiveinvestors zufolge gab das kanadische Unternehmen XPhyto Therapeutics letzte Woche bekannt, man wolle zusammen mit der deutschen Brauerei Oettinger neue Getränke auf Cannabis-Basis sowie Cannabisprodukte entwickeln, produzieren und verkaufen. Die beiden Unternehmen sollen sich in einem Vertrag über die Zukunftspläne geeinigt haben.

Der Hauptsitz der deutschen Brauerei liegt im bayrischen Oettingen. Es gibt aber noch weitere Produktionsstandorte in Gotha, Mönchengladbach und Braunschweig. Tatsächlich zählt das Bier der Brauerei zu den meistverkauften Biersorten in ganz Deutschland.

„Mit so viel Stärke und Erfahrung in der europäischen Getränkeindustrie ist Oettinger ein idealer Partner für XPhyto. Wir freuen uns sehr auf diese Zusammenarbeit“, erklärte Hugh Rogers, Geschäftsführer von XPhyto Therapeutics.

Währenddessen kündigte das kanadische Unternehmen an, die exklusive Forschungs- und Entwicklungsvereinbarung für Cannabis mit dem Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie der Technischen Universität München an der Fakultät School of Life Sciences in Weihenstephan fortzusetzen. Zusammen mit Oettinger und mithilfe der Unterstützung der Universität in Weihenstephan plane XPhyto, sich in Europa als einer der Pioniere auf diesem wichtigen und schnell wachsenden Markt zu etablieren, so Rogers.

In Weihenstephan befindet sich das Internationale Getränkeforschungszentrum Weihenstephan, das sich auf die gesamte Prozesskette des Getränkedesigns konzentriert – von der molekularbiologischen Grundlagenforschung über biotechnologische Prozesse bis hin zum Endprodukt.

Es verfügt über eine Brauanlage, die es ermöglicht, verschiedene Versuche zur Herstellung von Bieren nach dem deutschen Reinheitsgebot sowie andere fermentierte Getränke unter Verwendung von ungemälztem Getreide und alternativen Stärketrägern durchzuführen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf geschmacklicher Verfahrenstechnik, Rohstoff- und Produktdesign, Lebensmittelsicherheit und relevanten gesetzlichen Aspekten wie zum Beispiel Zulassungen im Hinblick auf die Novel-Food-Verordnung der EU.

Ende letzten Jahres teilte XPhyto in einer Pressemitteilung mit, dass das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte der Bunker Pflanzenextrakte GmbH eine Sondergenehmigung für den Anbau von Cannabis zu wissenschaftlichen Zwecken erteilte. Bunker Pflanzenextrakte GmbH ist eine Tochtergesellschaft von XPhyto Therapeutics. Mittlerweile befindet sich in dem ehemaligen Sitz des Unternehmens, ein stillgelegter Atomschutzbunker der deutschen Luftwaffe, der Teil des Flughafens Memmingen ist, die Forschungs- und Entwicklungsabteilung von XPhyto. Die Sonderlizenz berechtigt das Unternehmen dazu, in der Hochsicherheitsanlage bis zu 70 verschiedene Cannabissorten anzubauen.

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