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Cannabis-Fund in 2.700 Jahre altem Tempel

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Israelische Wissenschaftler konnten nachweisen, dass es sich bei der in einem 2.700 Jahre alten jüdischen Tempel entdeckten verbrannten Materie um Cannabis handelte – mit ausreichend THC für eine psychedelische Wirkung.

Vergangene Woche veröffentlichte eine Gruppe von Archäologen der Universität Tel Aviv ihre Untersuchungsergebnisse auf der Wissenschaftsplattform Taylor & Francis Online. In den 1960er-Jahren, zu Beginn der Ausgrabungen am „Festungsgelände“, entdeckten Archäologen die Cannabis-Reste zum ersten Mal. Die Wissenschaftler stießen auf schwarzes, verfestigtes organisches Material. Der Fundort, in der Mitte zweier Vertiefungen auf zwei Kalksteinaltären, deute auf die Verwendung im Rahmen religiöser Zeremonien hin.

Obwohl die Rückstände bereits in den 60er Jahren von Chemikern im Labor untersucht wurden, kam man zu keinem eindeutigen Ergebnis. Die Tests bestätigten nur, dass kein tierisches Fett enthalten war, das von alten Priestern damals oft als eine Art rituelles Opfer verbrannt wurde.

Neu angeordnete Untersuchungen ergaben nun, dass es sich bei dem Material um Cannabis handelte. Dies wurde von zwei unabhängigen Laboren bestätigt. Die Proben sollen signifikante Mengen von THC, CBD und CBN enthalten. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass es auf den Altären verbrannt und der Rauch eingeatmet wurde.

„Wir glauben, annehmen zu können, dass die Verwendung von Cannabis auf dem Altar von Arad bewusst eine psychoaktive Rolle spielte“, so die Forscher in ihrem Bericht. Trotzdem sei man von der Entdeckung überrascht gewesen. Die Funde von Arad seien die ältesten Belege für den Gebrauch von Cannabis im Mittleren Osten.

Bevor Wissenschaftler der Universität Tel Aviv auf die Proben in Tel Arad aufmerksam wurden, entdeckte man erst letztes Jahr Hinweise für die bisher früheste bekannte Verwendung von Cannabis im Rahmen religiöser Zeremonien. Proben, die auf dem Friedhof von Jirzankal aufbewahrt wurden, deuten darauf hin, dass Menschen, die im heutigen Gebiet zwischen China, Indien, Pakistan und Tadschikistan lebten, Cannabis nicht nur für religiöse Zwecke verwendeten, sondern die Pflanze wahrscheinlich auch speziell für einen hohen THC-Gehalt züchteten und kultivierten. Wissenschaftler schätzten damals, dass die Proben auf dem Friedhof von Jirzankal etwa 2.500 Jahre alt sind.

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