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Morbus Scheuermann und Cannabis

Die sogenannte Scheuermann-Krankheit, oder auch Adoleszentenkyphose, bezeichnet eine Störung im Wachstum der Wirbelsäule eines jugendlichen Menschen. Sie tritt bei Jungen viermal so häufig auf wie bei Mädchen, führt zu Fehlhaltungen und damit verbunden zu Schmerzen, die leicht chronisch werden können, wird nichts unternommen. Fehlbelastungen im Jugendalter gehört zu den Ursachen der Krankheit, die Schäden an Knorpel-Knochen-Verbindungen der Wirbelkörper verursachen kann Die Fehlhaltung geht häufig mit einem Hohlkreuz einher.

Festgestellt wird Morbus Scheuermann in der Regeln durch ein Röntgenbild, eine seitliche Aufnahme der Wirbelsäule, in vielen Fällen wird aber erst durch die Folgeschäden diagnostiziert, da der Patient zunächst einmal Schmerzen als Anlass für einen Arztbesuch benötigt, und die Fehlhaltungen selbst bei vielen noch nicht zu Beschwerden führen. Überhaupt ist der Zusammenhang zwischen der Fehlhaltung und den Schmerzen nicht parallel verlaufend. Manche Patienten mit sehr starker Krümmung der Wirbelsäule haben wesentlich geringere Beschwerden als andere, bei denen die Krankheit oberflächlich betrachtet weniger ausgeprägt scheint.

Die Palette der Behandlungsoptionen entspricht in großen Teilen der gleichen, die bei vielen Lendenwirbelsyndromen, Brustwirbelsyndromen und Halswirbelsyndromen zum Einsatz kommt. Schmerzmittel von Ibuprofen über Tilidin bis Oxycodon, je nach Schweregrad der Schmerzen, manchmal zusätzlich Antidepressiva um Schmerzursachen zu beeinflussen.
Zweite mögliche Maßnahme ist die Rumpf-Orthese, ein die Wirbelsäule aufrichtendes Korsett, welches man im Normalfall zwischen 16 und 20 Stunden am Tag tragen sollte. Und natürlich sind auch chirurgische Korrekturen möglich, diese werden allerdings nur in sehr schweren Fällen durchgeführt.

Für den Einsatz von Cannabis gibt es hier gute Gründe, die oft von Patienten beschriebenen Linderungen und der Rückgewinn der Lebensqualität sprechen hier für sich.
Gerne kann auch zu CBD Präparaten gegriffen werden, die sowohl schmerzlindernd als auch entzündungshemmend wirken. Allerdings hat sich in Studien herausgestellt, dass sich Präparate, die auch THC enthalten wirksamer zeigen.

Für die Scheuermann-Krankheit (med.: Osteochondritis deformans juvenilis dorsi) wurden schon vor den neuen gesetzlichen Regelungen von Cannabis als Medizin Ausnahmegenehmigungen erteilt, folglich sollte die Verschreibung auf BtM Rezept heute kein Problem für den Arzt sein, insofern er generell bereit dazu ist Cannabis zu verschreiben.

Und im Vergleich zu der sehr häufig in Anträgen auf Kostenübernahme angegebenen ADHS-Diagnose, für die häufig auch Absagen erteilt werden, sollte auch die Übernahme der Kosten durch die Krankenversicherung wahrscheinlich sein.

Denjenigen, denen der Aufwand sich mit den Ärzten und der Krankenkasse herumzuschlagen zu beschwerlich scheint, sei der Tipp gegeben einmal einen Selbstversuch mit CBD und den unterschiedlichen Anwendungen zu machen, die damit möglich sind.

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