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Studie bestätigt CBD als Behandlungsoption für Heroinabhängigkeit

Eine Entwöhnung von Heroin ist schwer. Mehr noch, sie ist eine körperliche und psychische Qual, die für den Körper durchaus gefährlich sein kann. Deswegen kann der kalte Entzug ohne ärztliche Aufsicht mitunter auch riskant sein. In Bezug auf legale, Opioid-basierte Medikamente hat Cannabidiol (CBD) in den USA bereits Hoffnungen geschürt – man könne damit vielleicht der nationalen Opioid-Krise Herr werden. In den vergangenen Jahren gerieten dort immer mehr Menschen in die Abhängigkeit von verordneten Medikamenten. Neue Forschungsergebnisse bestätigen nun, dass CBD das Potenzial hat, auch Heroinabhängigen helfen zu können.


Cannabidiol und Opioidsucht

Die Studie der Mount Sinai School of Medicine, die im American Hournal of Psychiatry veröffentlicht wurde, untersuchte die Wirkung von Cannabidiol auf Menschen mit einer Heroin-Konsumstörung. Die vielversprechenden Ergebnisse machen CBD zu einem möglichen Bestandteil künftiger Entwöhnungsmaßnahmen für Heroinabhängige. Im gleichen Maße eignet sich CBD auch für die Behandlung von Menschen, die von anderen Opioiden abhängig sind.

In Tierversuchen konnte man schon in der Vergangenheit Erfolge mit Cannabidiol bei Opioidsucht erzielen. Daher hat man nun eine Versuchsreihe an Menschen durchgeführt. Da bei Menschen viele psychosoziale Faktoren für die Abhängigkeit, den Langzeitkonsum oder auch Rückfälle nach einem erfolgreichen Entzug, verantwortlich sein können, sind Ergebnisse von Tierversuchen nicht zwingend übertragbar.

CBD nimmt Süchtigen die Angst und das Verlangen

Im Verlauf der neuen, doppelblinden Studie hat man mit 42 Männern und Frauen gearbeitet, die von Heroin abhängig waren. Die Teilnehmer bekamen täglich eine CBD-Lösung oral verabreicht. Nach drei aufeinander folgenden Tagen der CBD Einnahme und gleichzeitiger Heroin-Abstinenz reduzierten sich die Angstzustände und das Verlangen nach der Droge signifikant. Nach dem Zufallsprinzip hatten die Patienten 400 mg oder 800 mg CBD-Lösung am Tag erhalten.

Die Placebogruppe war ausgenommen, sie erhielten selbstverständlich keinen Wirkstoff. Die Probanden wurden regelmäßig mit Heroin konfrontiert, indem man ihnen Spritzen, Gummibänder oder andere Utensilien zeigte, die sie an ihren Konsum erinnern sollten. Währenddessen hat man die Herzfrequenz und den Speichelcortisolspiegel gemessen. Cortisol gilt als Stresshormon. In Stresssituationen produziert der Körper dieses Hormon verstärkt. Im Vergleich zu den Patienten der Placebogruppe reduzierten sich beide physiologischen Messwerte bei den Studienteilnehmern, die CBD erhielten.

Mit Cannabidiol gegen den Rückfall in die Sucht kämpfen

Die Studienautorin und Direktorin des Mount Sinai Addiction Institute in New York, Dr. Yasmin Hurd, betont den dringenden Bedarf an neuen Behandlungsoptionen für Millionen von Menschen, die von Opioiden aller Art abhängig sind. Darum habe sie die Studie initiiert, um das Potenzial eines unbedenklichen Cannabinoids gegen die Symptome des Entzugs bei heroinabhängigen Menschen bewerten zu können.

Hierbei spielen Angststörungen und das unbändige Verlangen nach der Substanz die größte Rolle und führen zu hohen Rückfallquoten. CBD verspricht, so Dr. Hurd, einen großen Wert für die künftige Behandlung von Heroinabhängigkeit zu werden. Nicht nur die Wirkung alleine qualifizieren das Cannabinoid für diesen Einsatz, sondern dass CBD ungiftig und unbedenklich ist, und darüber hinaus keinerlei eigenes Abhängigkeitspotenzial besitzt.

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