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Recht auf Rausch oder Recht zum Verbieten?

Oder Recht auf Verbieten?
Oder Recht auf Verbieten?

Die „Mehrheit“ im Recht – ?

Es gibt also kein Recht auf Rausch, so der deutsche Stammtischsäufer und CDU Wähler. Immer dem Motto nach, dass man anderen das Leben schwer machen kann, solange es einen selber nicht trifft, wurde Marihuana verboten. Es gibt keine tödliche Überdosis. Uralte flächendeckende Erhebungen aus Britannien belegen, dass Marihuana keine Psychosen verursacht.

In Indien ließe sich prüfen, ob Kiffen unfruchtbar macht oder die Erbanlagen verändert. Und wäre Cannabis nicht verboten, wären Kiffer nicht kriminell. Es gibt jedoch „kein Recht auf Rausch“ und damit ist das Verbot legitim? Hat der Staat oder die „Mehrheit“ in diesem also das Recht, anderer Menschen privater Belange mit Verboten zu kontrollieren? Und wer soll das kontrollieren? Ist denn schon bald 1984 und die Beamten hängen einem versteckte Kameras ins Schlafzimmer? Gibt es ein Recht zum Verbieten, wenn andere Menschen für sich privat etwas, in diesem Fall Cannabis rauchen, machen und niemandem damit Schaden zufügen? Eigentlich nicht einmal sich selber, wenn sie auf eine gesunde Konsumform umsteigen!

Recht auf Rausch – einfach mal andersrum fragen

Der Aussage „es gibt kein Recht auf Rausch“ könnte man doch mit der Frage entgegnen „gibt es ein Recht zum Verbieten und nach welchen Kriterien darf dieses angewendet werden?“ Die Freiheit und Würde, die freie Entfaltung der Persönlichkeit und damit die Selbstverwirklichung sind die hochgesteckten Rechte aller Bürger, so sieht es nicht nur das Grundgesetz, auch die Menschenrechte greifen diese Grundgedanken auf. Die Menschen dürfen sich (in ihren Ländern) frei bewegen, sich für oder gegen die Religion entscheiden, hetero, bi oder homosexuell sein, sich selber für einen Job entscheiden und ihre freien Gedanken äußern.

Aber kiffen darf man nicht? Weil es kein Recht auf Rausch gibt, aber ein Reicht zum Verbieten? Würde dieses Recht zum Verbieten dann nicht maßgeblich gegen diese Freiheitsrechte verstoßen? Es würde gegen das Grundgesetz und die Menschenrechte verstoßen, wenn die Beamten sich zum Wohnzimmer Zugang verschaffen, um einem die drei Gramm für den Joint abzunehmen. Immerhin hat der Mensch in Deutschland auch das Recht auf Privatsphäre und damit auf seine verschlossene Wohnungstür, die wegen der Verbotsgesetze jedoch durch die Beamten geöffnet werden kann.

Recht auf Rausch für die einen, Knast für die anderen

Recht auf Rausch für die einen, Knast für die anderen

Wenn der Stammtischsäufer nach 30 Jahren seine zweite Leber braucht und auf dem Weg dahin auch schon so einiges andere kaputt gekriegt hat, dann ist es in diesem Land also verhältnismäßig, wenn ein paar friedliche Parkkiffer dingfest gemacht werden, damit diese dann mal sehen, wie ihnen die Akteneinträge für Cannabis das Leben vernichten werden?

Es wird maßgeblich in das Leben dieser Menschen aufgrund ihrer andersartiger privaten Belange eingegriffen. Oder sind es öffentliche Belange, wenn die Bürger für sich selber lieber einen Joint rauchen, als ein Bier zu trinken? Und weil es verboten ist, sind es alles Kriminelle – so der Sinn dabei, dass man vom Kiffen kriminell wird?

In Deutschland darf man halt auch andersrum. Also warum nicht einfach mal fragen, ob es denn ein Recht zum Verbieten gibt, wenn jemand für sich selber oder mit seinen Freunden einen Joint raucht. Und wenn es dieses Recht zum Verbieten gibt, wie wird es begründet, was soll der Sinn davon sein, in welchen Rahmenbedingungen darf es angewendet werden und wird die Zielsetzung erreicht? Und nach den Antworten zu diesen Fragen sollte man noch einmal die Frage stellen, ob es denn ein Recht zum Verbieten gibt, wenn sich einer seinen Joint rauchen möchte.

2 comments

  1. Du hast es mal wieder genau getroffen Robert, Danke.
    Und wir kennen die Antwort alle, oder? Sie verbieten nicht weil sie Recht haben sondern weil sie es können und wollen. Unterdrückung nennt man das auch, denn sie sind die Stärkeren.
    Wenn der Rausch wirklich verboten wäre würde es keinen Alk geben. Und auch Nikotin berauscht. Immer.
    Aber es geht weiter. Bald werden die Trinker jammern denn sie verbieten das Wegebier. Und was das bedeutet…

  2. Hallo, genau diese Fragen die hier im Artikel beschrieben sind habe ich mir auch schon oft gestellt.
    Und ich muss sagen ich verzichte auf das „UNTERMAßVERBOT“ vom Staat in Bezug auf das BtMG den das ist ja immer wieder ihre Begründung zum Schutz des Menschen bla bla…. NEIN Danke! da verzichte ich gerne drauf. FAKT ist es gibt kein Recht das mir etwas Verbieten kann ich BIN MENSCH und nur Träger einer PERSON und die PERSON unterliegt dem STAAT der STAAT allerdings hat die Pflicht und die Aufgabe als SOZIALSTAAT die WÜRDE aller MENSCHEN zu ACHTEN und sie zu SCHÜTZEN ! MENSCHEN nicht PERSONEN… naja ist alles nicht so einfach, es kommt noch dass „ÜBERMAßVERBOT“ ins spiel ! Schaut euch die Bedeutung und Gewichtung dieser Worte an ich hab heute Selbst von ein Sogenannten „RECHTS-ANWALT“ gesagt bekommen das ich dass lieber Lassen solle (Verfassungsbeschwerde, Grundrechtspflichtverletzung) den sonst „VERKNACKEN“ sie mich noch und ich solle lieber den „BALL FLACH HALTEN“ tolle Aussage von einem Dr. Jur. Rechtsanwalt … „gegen die hat man keine Chance vorzugehen die MACHEN sich das RECHT“ und wenn ich was bewirken wolle so müsste ich dafür viel GELD haben und ihm erst mal ein HONORAR von 5000€ bezahlen damit er mich erst mal über mein RECHTE aufklärt 😀 WELCHE RECHTE ??? 😀 Die Verfassung reicht mir 🙂 Wir müssen uns selbst zur Wehr setzten mit ihren eigenen mitteln (GESETZE) um gegen dieses Falsche (Un)Rechts-SYSTEM vorzugehen und wieder das WAHRE RECHT (FREIER WILLE ohne ANDEREN dabei SCHADEN zuzufügen) selbst in die Hände zu nehmen, es ist in sinne jedes Einzelnen sich diese Fragen zu stellen den diese Fragen sind wichtig für unser MENSCH SEIN ! Und meiner Ansicht nach gehört der RAUSCH und das HIGH SEIN zum MENSCH SEIN! … to be continued

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