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Cannabis und Safer Use – gar nicht so wichtig?

Die Thematik des Safer Use geht nicht nur regelmäßige Konsumenten, sondern auch Cannabis-Interessierte, die sich vielleicht bald an den ersten Joint trauen wollen, etwas an. Leider bleibt sie häufig trotzdem außen vor, da Cannabis von den meisten Konsumenten als verhältnismäßig ungefährliche Droge eingestuft wird. In diesem kurzen Guide wollen wir uns an diejenigen unter euch richten, die ihre erste Erfahrung mit Cannabis machen wollen oder sich fragen, warum das letzte High so unangenehm war.

Wann sollte ich die Finger vom Gras lassen?

Ob du Gras rauchen möchtest oder nicht, kannst du natürlich selbst entscheiden. Dennoch lohnt es sich, gegebenenfalls zwei Mal zu überlegen, ob du etwaige Risiken eingehen möchtest. Wenn du noch sehr jung bist und dein Körper und Gehirn sich noch in der Entwicklung befindet, solltest du in jedem Fall ablehnen, wenn dir jemand aus deinem Freundeskreis Gras anbietet. Konsumenten, die bereits in jungen Jahren angefangen haben, leiden häufiger unter Entwicklungsbeeinträchtigungen, aber auch Langzeitfolgen wie Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen.

Ebenso solltest du aufgrund ihrer die Herzfrequenz erhöhenden Wirkung „Nein!“ zu Mary Jane sagen, wenn du unter einer psychischen Erkrankung oder Herz-/Herz-Kreislauf-Problemen leidest. Anders sieht es aus, wenn du beispielsweise mit einem Atemleiden zu kämpfen hast oder deine Lunge Probleme macht. Dann solltest du Cannabis zwar unter keinen Umständen rauchen. Der Konsum mithilfe des Verdampfers ist aber dennoch unbedenklich, da so keine reizenden und belastenden Verbrennungsprodukte entstehen.

Eins sollte klar sein: Wenn du auf deine Konzentrations- und Merkfähigkeit angewiesen bist – etwa in der Schule, der Uni, auf der Arbeit oder beim Autofahren – steht der Konsum außer Frage. Im schlimmsten Fall bringst du dich und Andere in Gefahr, je nachdem, wo du vielleicht arbeitest. Und selbst, wenn du bloß zur Schule oder zur Uni gehst, solltest du verzichten. Du lernst schließlich nicht für gute Noten, sondern für dein zukünftiges Leben.

Safer Use bei guten Rahmenbedingungen

Wenn du gesund bist und dich bereit für den Rausch fühlst, steht deiner Erfahrung eigentlich nichts mehr im Weg. Die Betonung liegt hier auf „wenn“. Solltest du dich nämlich vor dem Rauchen, Verdampfen, Essen oder sogar Trinken nicht gut fühlen, kann es zu einem negativen Rauscherlebnis kommen. Möglichst solltest du nur konsumieren, wenn in deiner Nähe eine Person ist, der du vertraust, die dir im Notfall helfen oder einen Arzt konsultieren kann. Mischkonsum mit anderen Substanzen solltest du nicht einmal ausprobieren, da sich die Wirkungen gegenseitig stark beeinträchtigen und katalysieren können.

Wenn dir das Set und Setting soweit gefällt, kannst du theoretisch mit dem Rauchen beginnen. Wenn du Wert auf deine Gesundheit legst und dir der Dealer, der dir dein Zeug verkauft hat ohnehin etwas suspekt vorkam, lohnt sich zunächst aber eine genauere Untersuchung des Marihuanas.

Mithilfe von diversen Substanzanalysekits, die du online bestellen kannst, fällt das ganz leicht. Auch Streckmitteltests und günstige Taschenmikroskope, die du meist via USB an deinen Computer oder Laptop anschließen kannst, sind dort preiswert erhältlich. Auf der Seite des DHV kannst du nachsehen, wie sauberes und gestrecktes Gras aussieht, damit du dir zu 100 Prozent sicher sein kannst, dass deine Ware sauber ist.

Jetzt bist du endlich bereit zum Kiffen – stellt sich die Frage „Wie möchte ich rauchen“, hm? Aktivkohlefilter erweisen sich als besonders nützlich, wenn du Schadstoffe optimal aus dem Rauch herausfiltern möchtest. Noch gesünder ist der Konsum ohne Tabak in der Bong und ganz besonders im Verdampfer. Am „gesündesten“ ist aber die Aufnahme der Wirkstoffe in Form von Nahrung und Getränken.

Achtung: Die Wirkung setzt beim Essen und Trinken viel später ein und dauert länger – ebenso kann sie schwächer werden, nur um dann wieder voll wiederzukommen, also immer vorsichtig und sparsam konsumieren!

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