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Cannabis-Forschung auch bald in Russland?

Berichten zufolge könnte der Kreml grünes Licht für den Import von Cannabis geben, um die medizinischen Eigenschaften der Pflanze genauer erforschen zu können. Ausschlaggebend für die Entscheidung sei die mögliche Neueinstufung von Cannabis durch die WHO.


Vielleicht kommen neue Erkenntnisse zu Cannabis in Zukunft bald aus Russland. Wie die Nachrichtenseite RT berichtet, wurde letzte Woche ein Gesetzesentwurf vorgelegt, der den Import von kleinen Mengen Cannabis zur Erforschung der Eigenschaften der Pflanze ermöglichen soll. Besonderes Augenmerk liege dabei auf dem Suchtpotenzial.

Das vorgestellte Gesetz ermögliche den Import von bis zu 1,1kg Cannabis, 300g Haschisch und 50g Cannabis-Öl. Damit würde die Menge an legal importierten THC von 10g auf 50 pro Jahr ansteigen.

In dem Gesetzesetwurf ist jedoch nur von wissenschaftlichen Zwecken die Rede. Vorschläge für den medizinischen Gebrauch oder sogar eine Legalisierung von Cannabis für den Freizeitkonsum werden darin nicht erwähnt.

Der Entwurf erwähnt die mögliche Neueinstufung von Cannabis durch die WHO. Außerdem werden wissenschaftliche Belege für die Rolle von Cannabis bei der Behandlung von Krebs angeführt. Nachdem die WHO letztes Jahr CBD als unbedenkliche Substanz eingestuft hatte, kursierten Berichte über eine Neueinstufung von Cannabis. Eigentlich hätten die Ergebnisse bereits veröffentlicht werden sollen. Die Präsentation wurde aber ohne genauen Termin verschoben.

In den vergangenen Jahren wurde die Legalisierung von Cannabis von Russland stark verurteilt. Selbst andere Länder ernteten für die Regulierung der Pflanze nur Unverständnis. Als die kanadische Regierung Cannabis im letzten Jahr legalisierte, wurde der Schritt vom russischen Ministerium für Außenpolitik stark kritisiert.

Das gestörte Verhältnis zu Cannabis verdeutlichen die Äußerungen von Vladimir Putin im Rahmen eines internationalen Treffens. Einem Bericht von Marijuana Moment zufolge stellte der russische Präsident fest, Hip Hop Musik in amerikanischen Radios trage zur Verherrlichung des Cannabis-Konsums bei.

Wie die Moskau Times berichtet, kann der Gesetzesentwurf für den Import größerer Mengen Cannabis zu wissenschaftlichen Zwecken bis zum 8. Februar diskutiert werden.

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