Was passiert nach der Bundestagswahl mit dem Cannabis?

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Am 26. März finden die Landtagswahlen im Saarland statt, am 7. Mai sind sie in Schleswig-Holstein und am 13. Mai dann in Nordrhein-Westfahlen. Der 24. September gehört der Bundestagswahl. Und die wird für uns besonders spannend, denn es ist möglich, dass diesmal 6 Parteien in den Bundestag einziehen werden. Möglich, dass es völlig neue Koalitionsmöglichkeiten geben wird. Und was noch viel spannender ist. Was für Schwerpunkte wird man in der Politik dann setzen? Könnte es vielleicht verstärkt um die Legalisierung von Cannabis gehen? Gut möglich, immerhin sind fast alle Parteien außer der CDU/CSU gar nicht so vom Cannabis und Hanf in der Wirtschaft abgeneigt.

Wirtschaftliche und medizinische Vorteile

Man hat es wohl mittlerweile so ziemlich überall verstanden, dass Cannabis weitaus mehr Vorteile mit sich bringt, als die positiven Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Immerhin wissen wir nun inzwischen alle, dass Cannabis auf Rezept in Deutschland legal ist. Zumindest hier konnte man schon mal einen Fortschritt verzeichnen. Nun könnte es aber natürlich sein, dass man auch den wirtschaftlichen Nutzen endlich erkennt. Eben das, was Hanfbefürworter schon lange wissen. Die USA machte es uns vor und auch in den Niederlanden kann man die aufblühende Industrie beobachten. Ja, Hanf ist eine erneuerbare Ressource und absolut wichtig für uns. Das man diese Tatsache nicht schon längst etabliert hat ist eigentlich eine Schande und immer noch kann man keine wirklich fixe Aussage darüber machen, wie es mit unserem Hanf weiter gehen soll. Es kommt dabei ganz auf die kommenden Koalitionen an und die Einstellungen zum Thema in den jeweiligen Parteien.

Aktuell besagt unser Gesetz, dass der Anbau und die Herstellung, der Handel, die Einfuhr und eigentlich alles was mit Cannabis zu tun hat eine Straftat nach dem Betäubungsmittelgesetz ist. Das löst nach wie vor einfach nur Kopfschütteln aus, aber darum soll es jetzt nicht gehen. Sogar die Samen der Cannabispflanze bringt uns bereits so einen enorm großen Nutzen, dass man dies gar nicht mehr verschweigen kann, egal wie die Wahlen ausgehen. In Deutschland können wir die Hanfsamen zwar eingeschränkt bereits kaufen, in so manch anderen Ländern ist dies aber bereits voll umfänglich erlaubt.

Deutschland ist das Land mit den strengsten Gesetzen was die Cannabislage angeht, aber dennoch ein Land, dass so manch wirkliche Problematik nicht im Griff hat. Vielleicht sollte man sich andere Schwerpunkte setzen aber auch das ist nun nur eine kleine Randbemerkung meinerseits.

Politiker und Parteien

Glücklicherweise fand in den letzten Jahren ein schwerfälliges Umdenken innerhalb der Politik statt. Und so dürfen nun wirklich schwer kranke Patienten endlich legal Cannabis konsumieren. Das wurde sogar ziemlich einstimmig vom Bundestag bestimmt und wir freuen uns darüber, dass ab dem März 2017 nun endlich Cannabis für Schwerkranke zur Verfügung steht. Aber was ist mit allen anderen? Warum sollen alltägliche Beschwerden wie Migräne, Magen-Darm-Erkrankungen oder Entzündungen und Hautkrankheiten nicht auch mit Cannabis behandelt werden dürfen? Vielleicht erst mal nicht zu viel erwarten und sich in Geduld üben.

Und wer es noch nicht wusste: Hinter dieser Verabschiedung steht unser Gesundheitsminister Hermann Gröhe aus der CDU, was relativ ungewöhnlich war. In Verbindung mit den Grünen klappte schließlich eine erste Annäherung an das Thema mit dem gefährlichen Cannabis. Leider ist der Großteil der CDU und CSU immer noch gegen eine Legalisierung, sodass es daher echt schwer werden könnte.

Was die SPD angeht, so stehen diese dem Cannabisthema sehr offen gegenüber und es scheint, als hätte man nichts gegen eine Entkriminalisierung. Bei den Rot-Rot-Grünen soll innerhalb von Berlin das Cannabis in einigen Teilen legalisiert werden. Wie das aussehen soll ist noch unklar, wir können es uns aber vorstellen und wir sind auf das geplante Modellprojekt für kontrollierten Verkauf gespannt. Wann genau das aber passieren soll ist auch noch nicht bekannt.

Es sind immer die kleinen die den Mund aufmachen – zumindest scheint es so, denn in Sachen Cannabispolitik sind es auch die kleinen Parteien, die hier den Ton angeben. Die grünen verfolgen einen liberalen Weg und somit könnte es gut sein, dass wenn diese Koalitionspartner werden, es zu großen Änderungen im Cannabisgesetz kommen wird. Auch die Liberalen der FDP finden eine kontrollierte Freigabe nicht verkehrt, was in einer Schwarz-Grün-Gelben Regierung umgesetzt werden kann.

Der Fortschritt ist überall zu erkennen

Fakt ist, dass beinahe überall umgedacht wird und auch in diesem Jahr einiges in den Köpfen der Politiker passieren wird. Die meisten Parteien stehen für einen liberalen Umgang mit Cannabis und Hanf ein, die CDU/CSU leider noch nicht. Wenn es allerdings die kleinen Parteien schaffen und sich durchsetzen, so könnte es mit der Legalisierung im Jahre 2018 wirklich etwas werden. Wir dürfen gespannt sein.

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