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Razzia in Hanfshops – Steuergeldver(sch)wendung für mehr Sicherheit?

Zur Zeit häufen sich gerade die Meldungen über „Razzien“ in Deutschland. Die meisten Leserinnen und Leser denken bei diesem Wort bestimmt an eine Szene aus einem Hollywoodfilm.  Eine schwer bewaffnete Polizeieinheit, die in ein Versteck eines Verbrecherbosses eindringt, sich vielleicht sogar eine Schießerei liefert, und am Ende eine Unmenge an illegalen Drogen beschlagnahmt. Die Meldungen diese Woche, speziell zur Razzia bei „Cannamigo“, sind jedoch leider viel näher an der Realität und bei weitem nicht so spektakulär. In Deutschland finden diese Razzien vor allem in Hanfshops statt, die keinerlei berauschende Substanzen verkaufen. 


Keine Rauschwirkung, trotzdem nicht erlaubt

Während Bürger der Schweiz ganz ungeniert CBD-Stecklinge bei Aldi kaufen können, geht der Kampf gegen Hanfprodukte, speziell Produkte mit CBD, in Deutschland unerbittlich weiter. Berichte über Polizisten, die kistenweise CBD-Tees und -Öle, ja selbst Schokolade und Kaugummis in diesen legalen Shops beschlagnahmen, sind keine Seltenheit. In München sind die Behörden besonders streng, wie die Geschäftsführer von Cannamigo heute im bayerischen Sonthofen am eigenen Leib erfahren mussten. 

Razzia im Tee-Geschäft – Die Grenzen der Willkür

Die Betreiber des Shops hatten, und das ist hier explizit noch einmal erwähnt, bereits vor Eröffnung ihres Shops einen engen Kontakt mit den Behörden gesucht. Sie hatten im Vorfeld angeboten, Proben aus den Tees zur Verfügung zu stellen, um unangenehme Situationen, wie die heute stattfindende Razzia, zu verhindern. Zudem werden in dem Geschäft von Cannamigo keine CBD Produkte verkauft, da die Situation in Deutschland den Betreibern zu ungewiss war. Lediglich Hanfteemischungen fanden sich im Cannamigo Shop.

Dennoch kam es heute zu besagter Razzia, bei der den Geschäftsführern der Zutritt zu ihrem eigenen Läden verweigert wurde, während im Inneren die Angestellten befragt wurden. Das Ergebnis war, dass die Beamten rechtlich komplett unbedenklichen, gemischten Hanfblättertee beschlagnahmten, bei dem ein Gebrauch zu Rauschzwecken ohnehin ausgeschlossen ist. Zur Erinnerung: In Hanfblättern ist kaum THC enthalten, es sind jedoch lediglich Spuren des Stoffes. THC ist nicht wasserlöslich, daher wird beim Gebrauch als Tee kein THC vom Körper aufgenommen. 

Es wird sich zeigen, wann diese Schikane gegen friedliebende Hanfshopbetreiber endlich ein Ende findet.

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