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Aurora Cannabis sieht riesiges Potenzial auch außerhalb Kanadas

Allerspätestens seit dem Zuschlag für den Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken zählt Aurora Cannabis auch international zu den Big Playern im Cannabusiness. In der Heimat ist das kanadische Cannabis-Unternehmen bereits eine feste Größe. Nun will der Konzern auch Europa und die USA erobern.


Obwohl Kanada seit der Legalisierung von Cannabis für den Freizeitkonsum mit Lieferengpässen und Versorgungsknappheit zu kämpfen hat, war die landesweite und vollständige Legalisierung von Cannabis als erstes G7-Land im Oktober 2018 ein wichtiges Zeichen für andere Länder. Derzeit bereitet Luxemburg als erstes europäisches Land die Legalisierung von Marihuana als Freizeitdroge vor.

Der Markt, der dadurch in Europa entsteht bzw. entstehen könnte, besitzt enormes Potenzial und ist für Cannabis-Unternehmen weltweit von großer Bedeutung. Diese Aufbruchstimmung will auch Aurora Cannabis für sich nutzen.

Im Gegensatz zu anderen großen Cannabis-Firmen ist der kanadische Produzent bislang noch keinen Deal mit einem großen Unternehmen aus den USA eingegangen. An fehlenden Optionen dürfte dies allerdings nicht liegen. Die Zahlen bestätigen die erfolgreiche Unternehmensstrategie, die auf viele schon fast konservativ wirken mag. In diesem Jahr konnte die Aktie des Unternehmens an der New Yorker Börse bislang einen Gewinn von rund 75 Prozent verzeichnen. In Toronto legten die Anteile derweil um 72 Prozent zu. Während Konkurrenten wie Canopy Growth auf Contellation Brands setzt und Cronos einen Deal mit dem Marlboro-Hersteller Altria eingegangen ist, setzt man bei Aurora auf Unabhängigkeit.

Chancen und Pläne

Gegenüber der Webseite MarketWatch äußerte sich Aurora CEO Terry Booth über Chancen, die das Unternehmen in Zukunft nutzen wolle. Demnach lege das kanadische Cannabis-Unternehmen im Gegensatz zur Konkurrenz, die vor allem danach strebe, die größten Marktanteile für sich zu erobern, den Fokus auf Anwender von medizinischem Cannabis, denn dies sei ein aufstrebender Markt. Im Gegensatz zum Freizeitkonsum erlauben weltweit wesentlich mehr Länder den Einsatz von Cannabis zu medizinischen Zwecken.

USA

Besonders hohes Potenzial sieht Booth in der Expansion in die USA. Dort ist Cannabis auf Bundesebene immer noch illegal. Sollte dieses Gesetz kurzfristig geändert werden, könnte es Jahre dauern, den Bedarf selbstständig zu decken. Wie die Expansion in das Nachbarland am besten geschehen sollte, ließ der CEO von Aurora offen. Aktuell gebe es aber keine Pläne für die Übernahme eines US-Unternehmens. Aktuell sein man noch auf der Suche nach dem besten Ansatz, um in die USA vorzudringen.

Europa

Die Pläne für den europäischen Markt sind da schon etwas konkreter. In Italien, Deutschland, Malta, Portugal, dem Vereinigten Königreich und den Niederlanden gibt es bereits Standorte der Aurora GmbH. Seit 2015 versorgt das Unternehmen Patienten in Deutschland mit medizinischem Cannabis.

Hinzu kommt der Gewinn der Ausschreibung des Bundesinstitus für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) für den Anbau von medizinischem Cannabis in Deutschland. Nachdem die Lizenzvergabe immer wieder neu ausgeschrieben werden musste, erhielt die Aurora Produktion GmbH den Zuschlag für fünf der insgesamt 13 Lose. Die Deutschlandtochter des kanadischen Unternehmens will in Sachsen-Anhalt eine rund 10.000 Quadratmeter große Produktionsanlage aufbauen. Eigenen Angaben zufolge soll dafür am Standort ein zweistelliger Millionenbetrag investiert und etwa 50 Arbeitsplätze geschaffen werden.

CCO und Vorstandsmitglied von Aurora, Cam Battley, sieht große Chancen in Europa. „Der europäische Markt wird immer weiter zulegen, vielleicht nicht in diesem Quartal – aber wir werden in Kürze in großen Mengen nach Europa liefern. Wir sind die Ersten, die hochwertige Folgeprodukte in Deutschland verkaufen. Wir fangen an, bei den Ärzten Fuß zu fassen. Sie werden immer noch alles nehmen, was wir ihnen geben können“, verriet er.

Dennoch lege dem kanadischen Unternehmen das Heimatland nach wie vor am Herzen. An erster Stelle stünden kanadische Patienten, an zweiter Stelle Patienten in Europa und an dritter Stelle der Markt für Erwachsenenanwendungen, so Booth abschließend.

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