Home » Cannabis in der Medizin » Hanfmedizin bei Erkrankungen » Cannabis und die Arnold-Chiari Malformation

Cannabis und die Arnold-Chiari Malformation

Kaum einer kennt die Arnold-Chiari Malformation, noch viel weniger Menschen haben sie. Die Symptome können von schmerzvoll bis nervenaufreibend ausfallen. Herkömmliche Medikamente helfen häufig nur mit zahlreichen Nebenwirkungen. Für einige Patienten dieser Krankheit hat sich Cannabis als beste Lösung herauskristallisiert, zumal keine schädlichen Folgen auf das eigene Leben entstehen. 

Was ist die Arnold-Chiari Malformation?

Im Rahmen der Arnold-Chiari Malformation treten Deformationen im Bereich des Kleinhirns und der Schädelbasis auf. Das Kleinhirn ist zuständig für Bewegungen der Muskeln, die Koordination sowie die Balance, allgemein werden zahlreiche motorische Aktivitäten über das Kleinhirn gesteuert. Bei gesunden Menschen sitzen Teile des Hirnstamms sowie das Kleinhirn über einer Öffnung im Schädel, sodass das Rückenmark hindurch gelangen kann. Wenn sich jedoch das Kleinhirn tiefer bis in einen bestimmten Bereich ausbreitet, so liegt die Arnold-Chiari Malformation vor. Hierdurch wird Druck auf den Hirnstamm sowie auf das Kleinhirn ausgeübt. Dadurch wiederum wird der Fluss der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit unterbrochen bzw. behindert. 

Eben diese Flüssigkeit spielt eine wichtige Rolle im menschlichen Organismus, beispielsweise befördert es giftige Stoffe aus dem Gehirn und sorgt dafür, dass Chemikalien und Nährstoffe dorthin gelangen, wohin sie sollen. Diese Krankheit ist ziemlich selten. In letzter Zeit wird sie jedoch immer häufiger diagnostiziert, aufgrund von immer besseren Diagnoseverfahren. Häufig erkennt man eine Deformation am Schädel, vielleicht ist eine bestimmte Stelle ungewöhnlich klein. In diesem Falle sollte man lieber früher als spät seinen Arzt konfrontieren. 

Die vier Typen

Die Arnold-Chiari Malformation kann in vier unterschiedlichen Typen vorkommen. Was genau diese unterscheidet, ist an dieser Stelle eher uninteressant. Grob gesagt, entsteht der erste Typ, während das Gehirn und der Schädel wachsen. Häufig treten Symptome erst ein, wenn man im höheren Kindesalter oder bereits im Erwachsenenalter ist.

Der zweite sowie der dritte Typ entstehen bei der Geburt, von diesem Zeitpunkt an können die Ärzte die Krankheit diagnostizieren. Der vierte Typ ist extrem ungewöhnlich und selten. Wie erwähnt, unterscheiden sehr spezifische Auffälligkeiten die verschiedenen Typen voneinander. Je nach Typus treten jedoch auch unterschiedliche Symptome auf. Interessanter ist jedoch, welche Symptome allgemein auftreten können.

Symptome der Arnold-Chiari Malformation 

Die Arnold-Chiari Malformation beeinflusst im großen Maße das Kleinhirn, welches für Bewegungen, Koordination und Balance unerlässlich ist. Dementsprechend fallen auch die Symptome aus:

  • Schlechte Koordination zwischen Hand und Auge
  • Schwindel
  • Probleme mit der Balance
  • Sprachprobleme
  • Schluckprobleme
  • Atemprobleme
  • doppelte Sicht
  • verschwommene Sicht
  • Taubheit oder Kribbeln in Händen und Füßen
  • Schwäche
  • Muskelzittern
  • Spastizität
  • Skoliose
  • Nackenschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • neurologische Probleme

Zahlreiche Patienten haben emotionale Probleme damit, mit dem Schmerz dieser Krankheit klarzukommen. Auch die daraus resultierende Schlaflosigkeit belastet zahlreiche Patienten. Hier kann erst recht medizinisches Cannabis helfen.

Gegen welche Symptome hilft Cannabis?

Gegen die Arnold-Chiari Malformation setzt man in der Regel Operationen an, während man jedoch auf dieser wartet, wird man Cannabis als Segen empfinden. Möglich sind auch andere schmerzstillende Mittel. Diese haben jedoch entweder Nebenwirkungen oder sie machen abhängig. Deswegen empfiehlt sich Cannabis. Es ist sehr effektiv und schwächt die Symptome nachgewiesenermaßen ab, ohne dabei lästige Nebenwirkungen in Erscheinung treten zu lassen. Physisch abhängig kann man von Cannabis nicht werden, als Nebenerscheinung tritt lediglich der psychoaktive Effekt ein, dieser wird jedoch in der Regel als angenehm empfunden. Wenn man das Cannabis zudem vaporisiert oder oral konsumiert, wird die Lunge nicht belastet. Gegen folgende Symptome hilft Cannabis jedenfalls:

  • Chronische Schmerzen: Ob es sich jetzt um Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder um jedwede andere Sorte von Schmerz handelt, THC und CBD bekämpfen ihn im Duo.
  • Schlaflosigkeit: Bestens geeignet hierfür sind Indica Strains, welche dafür bekannt sind, den Körper vollends zu entspannen. Hierdurch verkürzt sich die Einschlafdauer von Patienten und die Schlafdauer erhöht sich, die Schlafqualität steigt also rundum.
  • Depressionen: Mit der Arnold-Chiari Malformation können je nach Schwere der Krankheit psychische und emotionale Probleme mit einhergehen. Einige Patienten fühlen sich isoliert und alleingelassen. Cannabis kann dabei helfen, depressive Gedankengänge und Gefühle zu annullieren oder anzuheben, damit die Patienten eine bessere Aussicht auf ihre Zukunft haben.
  • Muskelzittern und Spastizität: Diese Symptome treten dann auf, wenn Neuronen wild und ungeordnet elektrische Impulse abgeben. Die resultierenden Symptome sind nicht nur schmerzhaft, sondern auch schwer in der Handhabung, da sie den Alltag zum Teil stark beeinträchtigen. Cannabis beruhigt das gesamte Nervensystem und leitet es auf geordnete Bahnen, womit gegen Muskelzittern und Spastizität geholfen wird. Genau genommen regeln die Cannabinoide den Informationsfluss im Gehirn, sodass die Menge der Neurotransmitter genau richtig ist. 

Gegen die gravierendsten Symptome der Arnold-Chiari Malformation kann Cannabis also tatsächlich Abhilfe schaffen. Im besten Fall wird diese Therapie von der Krankenkasse bezahlt.

Hilf' mit und teile diesen Beitrag!

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht Required fields are marked *

*