Home » Cannabis in der Medizin » Cannabinoide » Synthetische Cannabinoide – neue und tödliche Streckmittel?

Synthetische Cannabinoide – neue und tödliche Streckmittel?

Seit einigen Jahren gibt es sogenannte synthetische Cannabinoide auf dem Markt. Dabei handelt es sich um einen Abklatsch vom normalem THC. Hier wird die chemische Struktur des THCs bestmöglich imitiert. Ob dabei wirklich reines THC entsteht, ist fraglich und absolut unwahrscheinlich. Es ist jedoch davon auszugehen, dass zahlreiche Produkte, die mit naturgetreuen THC werben, genau dieses nicht enthalten.


In letzter Zeit häufen sich Berichte über Komplikationen durch synthetische Cannabinoide. Nicht nur zahlreiche Fälle für die Intensivstation wurden bekannt, sondern sogar Tote, teilweise haben sich die Menschen nach dem Konsum von synthetischen Cannabinoiden selbst umgebracht. Darum ist die Frage nach der wirklichen Gefahr dieser Stoffe mehr als nur berechtigt.

Was verbirgt sich hinter synthetischen Cannabinoiden?

Wie THC auch, docken synthetische Cannabinoide an das Endocannabinoid-System des Menschen an. Dabei können die Trips unterschiedlich ausfallen. Manchmal fühlt sich ein High auf synthetischem THC wie bei üblichem Marihuana an und manchmal überhaupt nicht. Anfangs wurden ganz normale Kräuter mit synthetischen Cannabinoiden versetzt, sodass man diese als billige Drogen an den Mann bringen konnte. Inzwischen wird auch mancherorts normales Gras mit diesen Stoffen versetzt.

Problematisch ist, dass die Produkte mit synthetischen Cannabinoiden komplett ungeprüft bleiben. Selbst im gleichen Produkt einer Marke können unterschiedliche Konzentrationen von diesen Stoffen auftreten. Man kann sich ebenso nie sicher sein, dass bei der Herstellung der synthetischen Stoffe keine toxischen Abfallprodukte entstanden sind. Im Übrigen gibt es sogar synthetische Cannabinoide, die bis zu 600 Mal intensiver als THC wirken und einen entsprechenden Horrortrip lostreten.

Mögliche Nebenwirkungen von künstlichen Cannbinoiden

Während auch eine normale Wirkung wie auf THC möglich ist, ist das beim besten Willen nicht die Regel. Beim Konsum von synthetischen Cannabinoiden spielt man Roulette. Die jeweilige Substanz kann stundenlang wirken oder nicht mal eine Stunde komplett ausfüllen. Ebenso kann der Rausch extrem intensiv und belastend für die Psyche sein oder kaum merkbar ausfallen. Bei künstlichen Cannabinoiden handelt es sich um ein reines Glücksspiel.

Als Nebeneffekte treten vergleichsweise häufig Herzrasen, Halluzinationen, Panikattacken und auch starke Brechanfälle auf. Es ist ein Fall von einem Mann bekannt, der zuerst sein komplettes Haus verwüstete und sich anschließend selbst die Kehle durchschlitzte. Dabei war dieser Mann psychisch komplett unauffällig und dementsprechend normal. Die synthetischen Cannabinoide haben ihn bei einmaligem Konsum zerstört. Bei den schwerwiegenden Notfällen wurden häufig aggressives Verhalten, Krampfanfälle, Bluthochdruck sowie Kaliummangel festgestellt. Durch den Kaliummangel, der besonders häufig bei Notfällen vorzufinden ist, entstehen auch Herzrhythmusstörungen und Muskelschwäche. Ganz besonders diese können tödliche Folgen nach sich ziehen.

Im Übrigen fällt beim Konsum synthetischer Cannabinoide auch das CBD weg. Dieser wirkt zwar nicht psychoaktiv, aber er schwächt bzw. mildert die Wirkung von THC, sodass kein Bad Trip zustande kommt. Bei Kräutern oder Gras mit synthetischen Cannabinoiden ist das natürlich nicht der Fall. Neben einem intensiven und fatalen Trip können auch Psychosen entstehen. Besonders gravierend ist das für Erstkonsumenten, da diese allgemein rund fünf Mal anfälliger für Psychosen durch Cannabis sind.

Worauf es in Zukunft zu achten gilt

Ganz egal, welche Form von synthetischen Cannabinoiden man angeboten bekommt, als Konsument kann man sich nie sicher sein. Darum sollte man synthetische Cannabinoide prinzipiell immer ablehnen und lieber zum pflanzlichen Cannabis zurückgreifen. Möglicherweise wird auch dieses mit synthetischen Cannabinoiden gestreckt. Im Normalfall merkt man das jedoch beim Konsumieren. Wenn die Wirkung in irgendeiner Art und Weise ungewohnt ausfällt, sollte man von dem entsprechenden Dealer Abstand nehmen.

Ansonsten empfiehlt es sich, CBD bei der Hand zu haben, bspw. als Strain, Kristall oder auch als Öl. Generell hilft es bei den altbekannten Bad Trips, wenn man sich ein wenig CBD verabreicht. Des Weiteren sollte auch jeder, der nach einer neuen Erfahrung sucht, von synthetischen Cannabinoiden absehen. Diese sind schlichtweg nicht berechenbar. Wer also vom normalen Gras nicht genug hat, sollte zu anderen standardmäßigen Drogen greifen und auf keinen Fall zu synthetischen Cannabinoiden. 

Quellen

https://www.drugcom.de/topthema/horror-trip-durch-synthetische-cannabinoide/

https://www.drugcom.de/drogenlexikon/buchstabe-s/synthetische-cannabinoide/

Hilf' mit und teile diesen Beitrag!

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht Required fields are marked *

*