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Der GMM Dortmund zum dritten Mal mit noch mehr Erfolg

GMM Dortmund mit eigenem Transpi

Dortmund als eine von über 25 deutschen GMM Städten

Genau wie für den 420 Day gibt es zum Global Marijuana March, kurz GMM, keine exakten Vorgaben. Entscheidend ist lediglich, dass es Anfang Mai, am besten am ersten Mai- Samstag, stattfindet und sich als Veranstaltung für die Legalisierung von Marihuana ausspricht.

Es kann jemand Flyer verteilen, ein Smoke In im Park machen, einen Infostand aufbauen, eine Kundgebung abhalten, aber in der Regel werden Demonstrationen organisiert. So auch beim GMM Dortmund. Dem DHV wurden über 25 GMM Veranstaltungen alleine in Deutschland gemeldet. Es besteht jedoch keine Meldepflicht und vermutlich sind es erheblich mehr Aktionen gewesen, da nur die größeren bekannt gemacht wurden.

Ablauf vom GMM Dortmund

Die Dortmunder Piraten Vorsitzende Nadja Reigel lässt sich als schlanke energische rothaarige Frau in femininer Kleidung kaum übersehen, auch nicht am Global Marijuana March Dortmund. Sie hat wieder maßgeblich das Organisatorische gemanaged, wobei weitere Piraten aber auch die Grüne Jugend oder Hammf e.V. halfen. Es ging wieder gegen 14 Uhr gegenüber vom Bahnhof an der Katharinentreppe los, zumindest laut Programm. Jedoch kam der Demowagen von Hammf e.V. für die Musik etwas später. Es fehlten erst die Mikros und so hatte man noch Zeit, etwas zu essen und sich die Leute anzusehen. Ein Dortmunder erklärte, die Polizei werde vermutlich energisch durchgreifen.

„Rauchkanonen“ hatten einige Demoteilnehmer jedoch bereits gezückt, die das nicht interessierte, sowie vermutlich fast gar nichts passierte. Wozu auch gegen Patienten mit Ausnahmegenehmigung nach § 3 Abs. 2 BtMG vorgehen, wenn diese sich möglicherweise in ihren Grundrechten verletzt sehen und rechtliche Schritte einleiten?

Die gesellschaftliche Annahme ist immerhin richtig: Viele Kiffer sind kranke und bedürftige Menschen, Knast hilft nicht nur ihnen nicht!

Es wurde auf eine Auftaktkundgebung beim GMM Dortmund verzichtet und mit lauter Musik zog die Demo los. Wenn es vielleicht am Startpunkt rund 200 bis 300 Leute waren, so waren es während der Demo gewiss weit über 400 Teilnehmer im langgestreckten Demozug, der teils mit zwei Leittranspis nebeneinander über die Straßen zog. Das Wetter war mild aber dennoch schön. Leider waren wenige Passanten auf dem Weg zu finden. Man hätte den Demozug durch die strategischen Einkaufsstraßen verlaufen lassen sollen.

Die Polizei schien wirklich nur das Personal aufgebracht zu haben, welches die Straßen sperrte und alles regelte. Man sah sie nicht neben oder in der Menschenmenge und hatte hier eine chillige Zeit bei angenehmer Beschallung. Eine Zwischenkundgebung mit Smoke In für die Patienten stand jedoch leider nicht auf dem Programmplan. Erneut endete der GMM Dortmund im Westpark.

Dieses Mal wurde hier jedoch noch einiges mehr als nur ein paar Abschlussreden geboten!

Bühnenprogramm im Westpark

In diesem Jahr wurde mit Pavillons eine ebenerdige Bühne überdacht, um auf dem GMM Dortmund musizieren und reden zu können. Laut Demo- Auflagen durfte immer nur so lange musiziert werden, wie vorher geredet wurde, wobei doch einige der Musiktexte oder Einlagen der Band „Herbpirates“ politischer Natur waren. Es fanden sich einige Redner, deren Redeinhalte mal einfach so stehen gelassen werden.

Man lebt immerhin in einem Land der „Meinungsfreiheit“. Als besonderes Extra wurde sogar Steffen Geyer auf eBay für den GMM Dortmund ersteigert, der bereits während dem Demozug ein paar Sätze sagte. Nun sagte er noch einiges mehr. Gerade Die Partei hat dem GMM Dortmund mit wichtiger Parteiarbeit noch den letzten Schliff gegeben, wobei Lars Knacken nicht an Aufklärungsarbeit sparte. Es wurden keine Drogen verharmlost und in Form von Tabak und Bier auch ganz allgegenwärtig konsumiert.

„Was ist das schlimmste was passieren könnte? Die Nazi Aufmärsche würden weg bleiben!“, so Steffen Geyer

Zwischenzeitlich regnete es ein wenig und die eine Hälfte der Gäste im Park gingen, die andere stellte sich zur Bühne unter den großen Kastanienbaum. Der GMM Dortmund musste deshalb nicht abgebrochen werden. Dank Regenhaube konnte weiter gefilmt werden, aber es gab beim Überstreifen eine kleine Unterbrechung, wegen der etwas von Steffens Worten und der Musik der Herbpirates fehlte. Die Videos lohnen in jedem Fall, nächstes Jahr folgen vielleicht einige aus Köln für das Hanf Magazin!

 

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