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Vielversprechende Cannabis-Aktien für 2019

So erfolgreich die Legalisierung von Cannabis in manchen Ländern vorangeht, die Spekulation mit Aktien ist risikoreich und nicht immer vorhersehbar. Besonders Cannabis-Aktien haben den Ruf, stark zu schwanken. Das mag im Allgemeinen zutreffen, es gibt allerdings Wertpapiere der Cannabis-Branche, die ein wesentlich geringeres Risiko aufwerfen als andere.


Bei keinem dieser Wertpapiere lässt sich ein sicherer Gewinn prognostizieren, denn Cannabis-Aktien erfüllen keine aus anderen Branchen vertrauten Kriterien. Es gib jedoch Aktien von Unternehmen auf dem Markt, die gegenüber anderen ein paar Vorteile zu bieten und eine vielversprechende Zukunft vor sich haben.

Die Cannabis-Branche 2019

Mit Spannung erwartet die Cannabis-Branche das Jahr 2019. Obwohl es noch Schwierigkeiten mit der Versorgung gibt, war Kanada 2018 der erste G7 Staat, in dem Cannabis auf Landesebene legalisiert wurde. Darüber hinaus ist ein Markt für Cannabidiol entstanden, das wegen seiner therapeutischen Eigenschaften in vielen europäischen Ländern zu einem sicheren und beliebten Nahrungsergänzungsmittel geworden ist. Dennoch ist der Verkauf von CBD-Blüten nicht so einfach wie gedacht und Hersteller in Deutschland sehen sich mit dem Gesetz konfrontiert. Auch In Irland musste das Blooms Café den Verkauf von CBD-Blüten wieder einstellen.

Einen Schritt weiter ist der Markt für medizinisches Cannabis. Viele Länder der Erde erlauben den Einsatz von Cannabis für die Behandlung bestimmter Erkrankungen. Erst kürzlich wurde bekannt, dass nun auch Israel Cannabis zu medizinischen Zwecken exportieren wird. Die U.S. Food and Drug Administration erteilte dem Unternehmen GW Pharmaceuticals die Zulassung für ein Cannabinoidpräparat zur Behandlung von zwei seltenen Formen der Epilepsie, das nun in den USA erhältlich ist.

Es bleibt abzuwarten, ob weitere Länder dem Beispiel von Kanada und Uruguay folgen werden. In Mexiko könnte Cannabis landesweit legalisiert werden, sofern der Oberste Gerichtshof entsprechende Gesetze ändert. Mexiko wäre damit das dritte Land, in dem die Pflanze komplett legal ist. In den USA haben derzeit nur zehn Bundesstaaten Cannabis legalisiert. Es ist denkbar, dass im neuen Jahr noch weitere Staaten folgen. Auf Bundesebene ist Marihuana in den USA weiterhin illegal.

Vielversprechende Cannabis-Aktien für 2019

Die Investition in Aktien ist naturgemäß mit einem gewissen Risiko verbunden. Dies trifft besonders auf Cannabis-Aktien zu. Diese fünf Wertpapiere scheinen für Anleger im Jahr 2019 jedoch vielversprechende Aussichten zu haben.

1. Constellation Brands

Constellation Brands ist deshalb relativ sicher, weil es im Grunde gar keine Cannabis-Aktie ist. Der Getränkehersteller besitzt mittlerweile eine Beteiligung von 38% an Canopy Growth. Gemessen am Umsatzwachstum in den USA ist Constellation das mit Abstand führende Unternehmen für alkoholische Getränke. Zum Getränkeriesen gehören namhafte Marken wie Corona oder Svedka. Sieht man sich die Entwicklungen der Vergangenheit an, konnte Constellation immer ein konstantes Wachstum verbuchen.

Durch die Investition in Canopy Growth ist das Unternehmen auch auf dem Cannabis-Markt vertreten. Zusammen will man sich auf die Herstellung von Cannabis-Getränken konzentrieren. Ein Problem dabei ist, dass die Produkte nicht in den USA vermarktet werden können, da Cannabis auf Bundesebene illegal ist. Constellation und Canopy richten sich derweil jedoch an den kanadischen Markt. Man geht davon aus, dass dort die Vorschriften für essbare Cannabisprodukte, zu denen auch Getränke gehören, dieses Jahr geändert werden.

2. Canopy Growth

Es scheint so, als könne Canopy Growth durch die Partnerschaft mit Constellation Brands auch von deren Wachstum profitieren. Darüber hinaus besitzt das Unternehmen umfangreiche Lieferverträge für den kanadischen Markt sowie den größten Marktanteil am Cannabis-Markt in Kanada. Damit hat Canopy einen entscheidenden Vorteil gegenüber Konkurrenten.

Zudem ist das Unternehmen international tätig. Es gibt Tochtergesellschaften in Australien, Chile, Kolumbien, Tschechien, Dänemark, Jamaika und Lesotho sowie ein Joint Venture mit Entourage Phytolab in Brasilien. Besonders interessant für Canopy Growth dürfte die Legalisierung von Nutzhanf in den USA sein. Ende letzten Jahres ließ das Unternehmen bereits anklingen, man werde in die USA expandieren, um in den dortigen CBD-Markt einzusteigen. Experten prognostizieren dem Markt bis zum Jahr 2022 einen Umsatz von 22 Milliarden USD.

3. Innovative Industrial Properties

Innovative Industrial Properties ist ein Immobilienfonds mit Spezialisierung auf die medizinische Cannabis-Branche. Die Wertpapiere des Unternehmens sind deshalb relativ sicher, weil der Fonds durch eine Regelung dazu verpflichtet ist, mindestens 90% des steuerpflichtigen Gewinns als Dividende an die Aktionäre auszuschütten.

Zum Portfolio gehören derzeit zehn Immobilien in acht US-Bundesstaaten. Jedes Objekt ist an ein Unternehmen vermietet, das in der medizinischen Cannabis-Branche tätig ist. Hinzu kommt, dass Innovative Industrial Properties schuldenfrei ist und der Markt für Cannabis in den Staaten, in denen die Immobilien vermietet werden, weiter wachsen soll.

4. KushCo Holdings

KushCo Holdings bietet Verpackungen für die Cannabis-Branche in den USA. Das Unternehmen fertigt zahlreiche Verpackungslösungen, die speziell für Cannabisprodukte entwickelt wurden.

Im Mai 2018 sicherte man sich mit dem Erwerb von Summit Innovations einen Teil des Marktes von Cannabis-Extrakten. Ein lukrativer Markt, denn der Konsum von Konzentraten hat in den USA zum Beispiel bei den Vaporizern enorm zugelegt. Das Unternehmen ist relativ breit aufgestellt und sorgt mit der Lieferung von Kohlenwasserstoffen und Lösungsmitteln sowie kreativen Dienstleistungen auf der anderen Seite für Diversität. Außerdem gehört die Kreativagentur The Byrid Creative zu KushCo Holdings.

Das große Produktportfolio sowie die engen Beziehungen zur Cannabis-Branche verschaffen KushCo Holdings einen Vorteil gegenüber Mitbewerbern. Zumal der Markt dafür in den USA weiter wachsen soll.

Ein Restrisiko bleibt

Trotz der positiven Umsatzprognosen für die Cannabis-Branche bleibt immer ein gewisses Risiko. Vor allem rechtliche Bestimmungen auf Bundesebene in den USA sind für den Erfolg bzw. Misserfolg der Unternehmen in der Cannabis-Branche entscheidend. Probleme bei der Legalisierung oder der Verlust von Führungskräften könnten zu einem Kursverlust führen.

Blickt man zurück in das Jahr 2018, waren es vor allem politische Entscheidungen, die den Unternehmen der Cannabis-Industrie zu schaffen gemacht haben. Nichtsdestotrotz konzentrieren sich viele Firmen deshalb auf den kanadischen Markt. Auch die Legalisierung von Nutzhanf in den USA könnte vielversprechende Auswirkungen haben.

Wer etwas gewinnen will, muss manchmal Risiken eingehen. Man sollte also abwägen, wie hoch das Risiko im Vergleich zu der potenziellen Rendite wirklich ist und das scheint bei Constellation Brands, Canopy Growth, Innovative Industrial Properties und KushCo Holdings, so wie es aussieht, relativ gering zu sein.

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