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Die Cannabisbranche emanzipiert sich durch Bildung und Professionalisierung

Cannabis ist ein heute weit verbreitetes Thema und in immer mehr Ländern gibt es dafür einen legalen Markt. Ob nun die recreational Marihuana Branche oder der medizinische Sektor, es werden zunehmend Fachkräfte benötigt.


Aus den einst im verborgenen erlernten und ausgeübten Talenten von Growern und Dealern werden nun gefragte Expertisen der legalen Cannabisbranche. Also ist es an der Zeit die Berufsstände, die an der Herstellung und dem Vertrieb von Cannabis beteiligt sind, zu professionalisieren. Einige Universitäten in den USA haben damit bereits begonnen.

Der Cannabis-Markt braucht akademische Fachkräfte

In den USA, genauer gesagt in Staaten wie Kalifornien, Colorado oder Michigan, die Cannabis legalisiert haben, hat man diesen Bedarf längst erkannt. Und so haben einige Universitäten in den vereinigten Staaten begonnen, Studiengänge zu konzipieren, die sich mit Cannabis befassen. Wie die amerikanische Nachrichtenagentur AP berichtet, entstehen immer mehr Cannabis-bezogene Studiengänge in den Bereichen der Naturwissenschaften, der Kultur, und des Marketing. Mit diesen neuen Abschlüssen sollen die Absolventen auf einen Arbeitsmarkt vorbereitet werden, der bis in den nächsten drei Jahren gut eine halbe Millionen Arbeitsplätze umfassen soll.

Die ersten Universitäten unterrichten bereits Cannabis-Studenten

In der Northern Michigan University sind bereits heute 300 Studenten aus 48 Ländern, die ein Cannabis-bezogenes Studium absolvieren möchten, dort speziell im chemischen Bereich. Nach dem Abschluss werden vermutlich viele der Studenten in Laboren arbeiten, und die Qualität der Cannabisprodukte der Zukunft sichern. Auch die Minot State University in North Dakota wird bald die ersten Cannabis Studenten unterrichten, andere werden folgen. Dies ist ein weiterer, und wichtiger, Schritt, der abermals das Image der Hanfpflanze in ein positiveres Licht rückt. Wenn es erst die ersten diplomierten oder sogar promovierten Cannabis-Experten geben wird, wird es für konservative Cannabisgegner schwierig, die Cannabisbranche im stereotypen Bild der Hippiekultur darstellen.

Auch in Deutschland suchen bereits Unternehmen nach Cannabis-Gärtnern

In Deutschland ist Cannabis zwar nur für den medizinischen Gebrauch legal, aber dennoch werden in naher Zukunft Fachkräfte gebraucht. Demnächst sollen die Lizenzen für den Anbau von medizinischem Cannabis vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte erteilt werden. Lange genug haben sich die Ausschreibungsverfahren hingezogen. Und obwohl bisher offiziell noch keines der bewerbenden Unternehmen wissen kann, ob es eine Lizenz ergattern konnte, gibt es schon ein Stellenangebot für einen Cannabis-Gärtner in Berlin für den Anbau von Medizinalhanf. Das bedeutet, auch hier bei uns können Menschen, die ihre Fertigkeiten beim Kultivieren von Cannabis jahrelang im Geheimen üben mussten, bald ganz offiziell diesen Tätigkeiten nachgehen.

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