Home » Hanf News » Oregon bereitet den Cannabis-Export in die legal States vor

Oregon bereitet den Cannabis-Export in die legal States vor

Der US-amerikanische Bundesstaat Oregon will in den kommenden Wochen die gesetzlichen Grundlagen für den Export von Cannabis in andere Bundesstaaten prüfen, die einen legalen Markt für Cannabisprodukte haben. Bis 2021 soll der Staaten-übergreifende Handel mit Blüten, Extrakten, Edibles und anderen Produkten letztendlich beginnen können.


In Oregon wird zu viel Marihuana produziert

Die Bundesstaaten der Pazifikküste der Vereinigten Staaten von Amerika sind in Sachen Legalisierung die Vorreiter gewesen. Vor allem in der Regulierung eines legalen Handels für Cannabis für den Freizeit-Genuss sind sie den anderen Staaten stets einen Schritt voraus. Bei uns in Europa wird meist Kalifornien als das US-Kiffer-Mekka erwähnt. Oder auch Colorado, der Bundesstaat, der besonders früh eine progressive Cannabispolitik umsetzte. Aber auch im Staat Oregon, der nördlich an Kalifornien grenzt, gibt es schon seit Oktober 2015 Dispensaries und legale Cannabisprodukte für volljährige Konsumenten. Nach mehr als drei Jahren kann man demnach davon ausgehen, dass Oregon keinen Mangel an Hanf zu beklagen hat. Anders als bei vielen Provinzen Kanadas ist das Gegenteil der Fall. Es gibt Überschüsse, die in Ermangelung von Exportmöglichkeiten kaum ausreichend Abnehmer finden.

Cannabis-Vertriebsplattformen für den Großhandel

Findige Start-Ups setzen sich bereits seit einiger Zeit mit dem Problem auseinander und versuchen durch Implementierung von Vertriebs-Plattformen für die Unternehmen eine bessere Marktübersicht zu schaffen. Sie wollen Hersteller, Großhandel und den Cannabis-Einzelhandel besser miteinander verknüpfen. Damit soll die Verteilung der Produkte auf die Geschäfte besser funktionieren. So können die Dispensaries eine größere Sortenvielfalt in die Regale und an den Mann bringen. Da dieser Schritt allerdings nur geringe Auswirkungen auf den gesamten Absatz an verkauftem Marihuana ausmachen kann, ist eine solche Unternehmung nicht die Lösung. Das Konzept ist zwar ambitioniert, innovativ und schafft für die Kunden ein größeres Angebot in den Shops, aber die Überschüsse betreffend wird es sich allerdings nur wenig bemerkbar machen.

Nationaler Cannabis-Handel als Problemlösung

Die Craft Cannabis Alliance (CCA) ist ein Wirtschaftsverband für Cannabis unter der Leitung des Gründers und Executive Directors Adam Smith. Der Verband arbeitet mittlerweile mit der Landesregierung Oregons zusammen, um einen Handel mit Marihuana, auch über die Grenzen des Bundesstaaten hinaus, zu ermöglichen. Bis zum Jahr 2021 hat man sich vorgenommen die notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Dann soll der Export in andere legal Staates beginnen. Die Absichten Cannabis zu exportieren sind jedoch nicht nur Profit-orientiert. Tatsächlich sollen die Pläne gleich mehrere Probleme lösen. Man will dem Preisverfall entgegenwirken, der mit den Überschüssen an produziertem Cannabis einsetzte, und natürlich würde der Staaten-übergreifende Handel auch für mehr Vielfalt in den Geschäften und Plattformen mit sich bringen. Aber es soll auch eine Maßnahme gegen den Schwarzmarkt sein. Denn über diesen wird bisher ein beträchtlicher Teil der Cannabis-Überschüsse tatsächlich verwertet.

Pinot Noir, Haselnüsse und Cannabis als Exportschlager

Um die Vorstellungen der Craft Cannabis Alliance umzusetzen, muss sich der Verband und Oregons Regierung auch mit Transportkonzepten und dem nationalen Cannabis-Verbot auseinandersetzen. Jedenfalls für den Fall, dass es bis 2021 noch Bestand haben sollte. In Oregon selbst existiert bislang auch noch ein hinderliches Gesetz. Diesem zufolge hat im Bundesstaat angebautes Cannabis und daraus hergestellte Produkte innerhalb der Staatsgrenzen zu verbleiben. Zudem müssten die Zustimmung und die gesetzlichen Bedingungen auch im Abnehmer-Staat vorhanden sein, um einen Warentransfer zu realisieren. Auch wären die Exportprodukte teurer in den Abnehmer-Staaten. Es würde auch eine zusätzliche Steuer von 17 Prozent für den Bund anfallen, sobald der Handel Staatsgrenzen überschreitet. Wenn die Umsetzung der Exportpläne allerdings gelingt, reiht sich das Cannabis aus Oregon vielleicht bald ein in die anderen erfolgreichen Exportprodukte. Der Westküstenstaates ist bekannt für Pinot Noir, Handcrafted Beer und Haselnüsse.

Hilf' mit und teile diesen Beitrag!

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht Required fields are marked *

*