Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um eine CO₂ Indoor Growing Begasung zu bewerkstelligen. Da wären die Gasflaschen mit Druckminderer und Geräten zur kontrollierten Abgabe vom Gas. Es gibt Gießzusätze, die allerdings nach dem Anrühren schnell gegossen werden sollten. Auch gibt es in der Aquaristik die C Dünger, welche jedoch Kohlenstoff und nicht CO₂ enthalten. Aber das sollte bei vorsichtigem Testen für Pflanzen auch gehen, hier liegen keine Erfahrungswerte vor.
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Wie genau funktioniert das CO2 Indoor Growing?
Weiterhin kann mit Hefe, Wasser und einem Energieträger durch vergären oder Umwandlung CO₂ freigesetzt werden. Es lässt sich auch Gas wie Propangas verbrennen, um CO2 zu gewinnen. Weiterhin könnte mit Salzsäure Kalk aufgelöst werden, um CO₂ freizusetzen. Es wird weitere Möglichkeiten geben. Es ließe sich mit passenden elektrischen Geräten auch direkt aus der Luft gewinnen.
Zum einen ist eine CO₂ Begasung zu bevorzugen, die kontrollierbar ist, um eine genaue Dosierung zu erreichen und das nur über den Beleuchtungszeitraum, in der Nachtphase bringt ein CO₂ Indoor Growing nichts. Zum anderen sollte der Aufwand mit Arbeit und Kosten für die CO₂ Begasung gering ausfallen. Weiterhin sollte es nicht gefährlich sein. Deswegen könnte man es am ehesten mit CO₂ Gasflaschen probieren, die bei sachgemäßer Verwendung sicher sind. Gas zu verbrennen erzeugt zu viel Hitze. Es könnte der C Dünger für Aquarien probiert werden, der vermutlich nicht preisgünstig auf die C Menge ausfällt.
Einen Bioreaktor mit Bakterien wäre auch viel Schmutz, da alles ständig gereinigt und neu aufgesetzt werden muss. Mit Salzsäurekalk zu zersetzen, wäre dann vielleicht sogar besser, wenn man damit sicher hantiert. Bei den im Growhandel erhältlichen Zusätzen für das Gießwasser sollte die Frage gestellt werden, ob die Mengen für die Pflanzenmassen überhaupt einen Unterschied bewirken werden. Elektrische Geräte zur Gewinnung von CO₂ aus der Luft werden gewiss nur dann wirtschaftlich, wenn sie als Ausgang Verbrennungsabgase aus der Industrie nutzen können.
Ernteergebnisse beim CO2 Indoor Growing
Viele haben bereits auf die eine oder andere Weise mit CO₂ experimentiert und keinen feststellbaren Unterschied im Ernteergebnis feststellen können. Deswegen muss beachtet werden, unter welchen Bedingungen es funktionieren kann. Wären für das normale Indoor Growing eine Nachttemperatur von 18 bis 22° Celsius und eine Tagestemperatur von 24 bis 28° Celsius gut, so wären bei höheren CO₂-Werten in der Luft auch höhere Tagestemperaturen gut. Die Growanlage muss eigens justiert werden, um hohe CO₂ Gehalte effektiv nutzen zu können. Temperaturen um 30° Celsius wären anzustreben und teils bis 35° Celsius vertretbar. Ab dieser Temperatur wird die Pflanze jedoch genau wie bei Staunässe oder Trockenheit stagnieren. Sie stellt ihr Wachstum ein und wartet ab, bis sich das Problem gelegt hat oder sie kaputt ist. Ohne CO₂ Begasung sollten Temperaturen über 30° Celsius gemieden werden, da diese auch für gewisse Schädlinge und Krankheiten zu meiden wären und die Pflanzen nur belasten.
Weiterhin kommt es auch beim CO₂ Indoor Growing auf die Temperatur im Wurzelbereich an. 18 bis 24° Celsius wären gut. Wird es kälter, stagniert das Wachstum. Wird es wärmer, gehen Pflanzen ohne verholzte Wurzeln sogar ein und die anderen stagnieren ebenfalls. In Kalifornien wird deswegen sogar Outdoor der Boden abgedeckt, damit er kühler bleibt. Dieses erklärte Jorge Cervantes einst auf der Cultiva in einer Präsentation.
Wer den CO2 Wert samt Temperatur anhebt, sollte auch mit mehr Licht pro m2 arbeiten, damit das CO₂ Indoor Growing sich rechnet. Weiterhin soll das CO₂ nicht einfach gelüftet werden. Ed Rosenthal erklärte auf einem Vortrag auf der Cultiva deswegen, dass die Growräume nicht mehr stark gelüftet werden. Wegen der Hitze werden sie gekühlt und wegen der Luftfeuchtigkeit wird die Luft entfeuchtet. Das bedeutet, dass der praktisch hermetisch abgeriegelte Growraum mit hohem Energieaufwand und geringer Umluft betrieben wird. Ed Rosenthal erklärt, dass dieses dennoch wirtschaftlicher als luftbetriebene Growräume ist. Mehr Ertrag und es kann schneller geerntet werden! Wer mit CO₂ begast und lüftet, kann jedoch kaum eine erfolgreiches CO2 Indoor Growing betreiben. Um den Gesamtaufwand gering zu halten, wären kleine sowie intensiv bewirtschaftete Räume logischerweise wirtschaftlicher.

Fazit zum CO2 Indoor Growing
Wer beim CO₂ Indoor Growing durch Begasen die Erträge erhöhen möchte, muss eine Vollprofianlage mit Kühlung, Entfeuchtung, vielleicht auch Bodenkühlung und und installieren, die natürlich einen Profi mit entsprechenden Möglichkeiten voraussetzt. Wenn die Anlage derart aufwendig ist, dass Leute vor der ersten Ernte bereits einsteigen und die Geräte entwenden, wäre das umso ärgerlicher. Das CO₂ Indoor Growing wird nur bessere Ergebnisse bringen, wenn es richtig umgesetzt wird.
Da die meisten keine derartige Profianlage installieren wollen und kaum dreimal mehr Strom als für die Beleuchtung notwendig verbrauchen möchten, wäre deswegen von der CO₂ Indoor Growing Begasung strikt abzuraten. Wer nicht alles bis ins Detail richtig macht, wirft hier nur Perlen vor die Säue. Zudem muss bereits perfekt angebaut werden, um bisherige Ergebnisse steigern zu können. Wer bereits die falsche Erde nimmt, falsch düngt oder Krankheiten hat, wird mit einem CO₂ Indoor Grow keine Kilos vom m2 ernten und sollte erst an seiner Technik arbeiten.
Alternativ kann ein CO₂ Dünger zum Beleuchtungsbeginn dem Gießwasser zugegeben werden, welches direkt im CO₂ Indoor Growing gegossen wird. Wenn es kein CO₂, sondern ein C Zusatz ist, wird der Kohlenstoff nicht einfach ausgasen, sondern wirklich durch die Wurzeln aufgenommen. Es können die Temperaturen hierbei natürlich auch erhöht und auf Unterschiede geachtet werden. Aber diese dürfen im Wurzelbereich natürlich nicht zu warm oder kalt werden. Und vielleicht wird man wirklich bessere Ernten einfahren. Wenn man nach der dritten Ernte keinen positiven Unterschied bemerkt, sollte man es wieder sein lassen.

Tipps zum CO2 Indoor Growing
Digitale CO₂ Messgeräte gibt es im Handel für unter 100 Euro, die immer wieder exakte Werte angeben und sogar mal in andere Anlagen mit genommen werden können. Wenn im Winter der Wert stark absinkt, sollte geheizt und mehr gelüftet werden. Es ist in der Außenluft CO₂ vorhanden. Aber der CO₂ Indoor Growing Wert kann bei geringer Lüftung ohne zusätzliche CO₂ Begasung enorm sinken. Für den Amateur Hobby Grower ist es allemal besser, viel zu lüften und bei Bedarf zu heizen. Hier wären möglicherweise Propangas Brenner gut, die sich selbst anhand der Temperatur einstellen. Jedoch dürfen diese und die Gasflaschen nicht in geschlossenen Räumen betrieben werden und letztere nicht mal lagern. Auf sichere Verschraubungen ist immer auch wegen der Wirtschaftlichkeit zu achten.
Der Amateur kann besser seinen Aufwand gering halten und eine Lampe dazu hängen als sich für seine 600 Watt Lampe eine hermetisch abgeriegelte CO₂ Indoor Growing Kammer zu bauen. Und bei allen Änderungen, die man vornimmt: Haben sich die Ernteergebnisse verbessert, verschlechtert oder gar nicht geändert? Dieses sollte auf zwei oder drei Ernten beobachtet werden, da eine einzelne Ernte immer anders ausfallen kann. Oder man arbeitet mit einer identischen A und einer B Kammer, um das CO₂ Indoor Growing zu testen. Viele meinen, mit speziellen Maßnahmen einen Effekt zu erwirken und irren sich. Es einfach zu überprüfen wäre deswegen bei allen grundlegenden Änderungen die Empfehlung!
Häufig gestellte Fragen zum CO₂ Indoor Growing
Wie viel CO₂ brauche ich im Growraum für optimales Wachstum?
Der normale CO₂-Gehalt der Außenluft liegt bei etwa 400 ppm. Für das CO₂ Indoor Growing empfehlen Experten Werte zwischen 1.000 und 1.500 ppm, um das Pflanzenwachstum spürbar zu steigern. Wichtig: Höhere CO₂-Werte erfordern auch mehr Licht und höhere Temperaturen (bis 30°C), sonst verpufft der Effekt. Mehr dazu, wie Hitze und Lüftung zusammenspielen, erfährst du im Artikel zur Luftklimatisierung im Growraum.
Lohnt sich CO₂ Begasung für Hobby-Grower?
Für die meisten Hobby-Grower lohnt sich eine CO₂ Begasung in der Regel nicht. Der Aufwand ist hoch: Du benötigst eine hermetisch abgeriegelte Kammer, Kühlung, Entfeuchtung und ein präzises Messsystem. Der wirtschaftliche Mehrertrag rechtfertigt selten den Invest – zumal bei der Hitze auch Hitzeprobleme im Growraum entstehen können. Sinnvoller ist es, zunächst Basis-Parameter wie Erde, Dünger und Beleuchtung zu optimieren.
Welche Alternative zur CO₂-Gasflasche gibt es für den Growraum?
Als einfache Alternative zur Gasflaschen-Begasung gibt es CO₂-Dünger, die dem Gießwasser zugegeben werden – hier wird Kohlenstoff direkt durch die Wurzeln aufgenommen. Außerdem helfen hochwertige LED-Lampen mit geringer Wärmeentwicklung, den Growraum effizienter zu betreiben, ohne auf CO₂-Technik angewiesen zu sein. Einen konkreten LED-Vergleich zeigt unser Black Dog Phytomax-2 LED Testgrow.
Welche CO2-Anlage brauche ich für meinen Growroom?
Für ein effektives CO2 Grow-Setup wird in der Regel eine Druckgasflasche mit Magnetventil, Druckminderer und CO2-Controller eingesetzt, kombiniert mit einem Sensor, der den ppm-Wert misst und nur tagsüber während der Beleuchtungsphase nachregelt. Für einen 1,2×1,2 m Growzelt-Aufbau reicht meist eine 6-kg-Flasche für mehrere Wochen, wichtig sind aber zusätzlich Klimakontrolle (Temperatur 28–30 °C) und ein abgedichteter Raum, sonst verpufft das CO2 ungenutzt nach draußen. Günstige CO2-Bags (Pilzkulturen) liefern in den Erfahrungsberichten meist nur einen marginalen Boost und eignen sich nicht für ernsthafte Ertragssteigerung, Details zur Klima-Steuerung im Beitrag Luftklimatisierung im Growraum.











































