Selbstschutz als Drogenkonsument

Wenn Freunde bei der Polizei anrufen

Es ist leider kein Einzelfall, dass Freunde sich zerstreiten und zu Feinden werden. Tragischerweise trennen sich Liebespaare häufig im Streit. Oder der Hund hat Nachbars Rasen gedüngt und schon brennt der Briefkasten. Meist lebt man sich nur auseinander, teils trennen sich die Wege aufgrund unwesentlicher Streitpunkte. Wie genau es dazu kommt und wer Recht hat, ist leider absolut unwichtig, es entscheidet, wer wem eins reindrücken kann. Wer daheim ein paar Pflanzen stehen hat, vielleicht eine größere Konsummenge einlagert und eine Waage besitzt, wer mit Abbauprodukten Auto fährt, der ist mit einem anonymen Anruf bei der Polizei erst einmal geliefert. Als Nächstes wird schnell das Handy nach verdächtigen Nummern ausgewertet sowie andere Anhaltspunkte gesucht werden, um alles noch schlimmer zu machen. All das kann auch ohne Streitereien passieren, wenn ein Bekannter in eine Routinekontrolle gerät und ihm zu einer „Entlastungsaussage“ gerate wird. Schon taucht unter den 20 Namen der eigene auf, und wenn das Opfer im Polizeiverhör einfach nichts weiß, entlastet er sich vielleicht mit seiner Fantasie und schon steht der Konsument als Dealer vor dem Richter. Es sind demnach nicht allein die Drogen, die Streckstoffe, die Verfolgungsorgane oder die „kriminellen“ Dealer eine Gefahr, einfach jeder wissende ist gefährlich. Wer hat nicht schon von der Mutter gehört, die bei der Polizei anruft, damit dem Kind die Drogen weggenommen werden und es sich nicht das ganze Leben verbaut?

Kann man sich selber schützen?

Nein, man kann sich nicht rundum schützen, ein Restrisiko bleibt immer. Das Risiko lässt sich jedoch weitgehend minimieren, wenn man einfach darauf achtet, dass nur die engsten Freunde wirklich wissen, was Sache ist, man sich ansonsten als Konsument ausgibt, der nichts klar machen kann und zudem bemüht ist, dass niemand wirklich sauer auf einen wird. Wer Fremden etwas abgibt, sollte niemals Geld dafür annehmen, da es sich um Informanten oder Zivilbullen handeln könnte und man dann gedealt hätte. Es ist selbst den Nachbarn meist egal, was man macht, solange es sie nicht betrifft. Aber ist die Musik immer laut, der Müll vergammelt im Flur und seltsame Leute gehen aus und ein, werden eben auch diese Nachbarn neugieriger. Natürlich konsumiert man gerne gesellig und kann den Konsum dann kaum verheimlichen sowie die Freunde und Bekannte auch mal über einen reden werden. Macht man jedoch mehr als nur zu konsumieren, dann sollte die Wohnung sozusagen möglichst sauber sein sowie andere Locations nicht auf einen angemeldet sein sollten. Es hilft bereits, die Kontrollwaage usw. im eigenen Keller zu verstauen, da die Beamten einfach keine Lust mehr haben und abziehen.

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