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Alle Jahre wieder sprechen sie von Fakejoints

Viel mehr Spaß mit Fakejoints?
Viel mehr Spaß mit Fakejoints?

Wenn wir alle zusammen vorher …

Wer Cannabis Demos besucht und bis zum Ende bleibt, kommt mit vielen Leuten ins Gespräch. Viele dieser Leute werden bestätigen können, dass an dieser Stelle fast jedes Mal das Thema der Fakejoints kommt: „Wenn wir alle zusammen mit Fakejoints durch die Straßen ziehen und die Beamten uns filzen, wäre das voll toll.“ Es stellt sich die Frage, warum genau diese oder ähnliche Aussagen immer erst zum Ende der Demo kommen. Wenn es so toll wäre, sollte man vielleicht am Vortag mit dem Rollen anfangen? Auf der Demo werden genug Tabakraucher zugegen sein, die sich gerne auch Feuer geben lassen.

Der rechtliche Aspekt für Fakejoints

In der teils absurden Rechtsprechung ist nicht nur das „Vergehen“ eine Straftat sondern auch das vorgetäuschte Vergehen. Wer also ganz bewusst gefakte Joints raucht oder verteilt, kriegt vielleicht dennoch eine Anzeige, die natürlich wie bei einem richtigen Joint häufig im Sande verläuft. Aber was wäre, wenn der Fakejoint ein Anhaltspunkt für den regelmäßigen Konsum ist und man zum Drogentest genötigt wird? Wenn vielleicht doch einer mit einem richtigen Joint gefilzt wird und anschließend dessen Wohnung auf den Kopf gestellt wird? Wer mit guter Laune auf der Demo mit läuft und einen Fakejoint in die Hand gedrückt kriegt, denkt darüber vielleicht nicht nach und vermutlich würde auch gar nichts passieren, wenn man den Joint im Ernstfall einfach öffnet und dessen legalen Inhalt zeigt. Vielleicht noch etwas grünen Knaster in den Tabak für den Fakejoint, damit alles authentischer wirkt?

Helfen Fakejoints gegen den Affen?

Helfen Fakejoints gegen den Affen?

GMM Stuttgart

Laut vereinzelter Medienberichte oder Aussagen einiger Personen haben Die Partei und Die Piraten am GMM Stuttgart 2016 ihre Stände aufgebaut. Sie haben abgepacktes Heu im „Grasverkauf“ und Faserhanfsamen zur Vogelfütterung an Demogäste verteilt. Es stand nirgends etwas davon, dass es Marihuana oder Saatgut wäre. Mehrfach kamen Beamte und als sie nichts fanden, suchten sie gründlicher. Dabei handelt es sich doch um legale Dinge, die den Demoteilnehmern gegeben wurden. Diese Geschenke waren auch nicht als Fake für kriminalisierte Dinge modifiziert worden. Dennoch wurde gesucht, gesucht und nichts gefunden. Denn allein das hielt als Anfangsverdacht her, um eben mal zu schauen und gründlicher zu schauen, ob es denn vielleicht irgendwie etwas verwertbares sowie auch belastendes „Beweismaterial“ gibt.

Wer auf der Demo hunderte Fakejoints verteilt, löst vielleicht einen Großeinsatz aus. Es gab Demos mit Fakejoints, die aber im Demoprgramm bereits angemeldet und vor Ort auch geprüft wurden. Wer eine Demo organisiert und diese Fakejoints anmeldet und bewilligt bekommt, kann sie durchaus verteilen und auch selber rauchen, ohne dass „Gefahr in Verzug“ ist. Ansonsten kann das jedoch als „Arbeitsbeschaffngsmaßnahme für Polizisten mit unbezahltem Überstundenberg“ ganz übel in die Hose gehen und unter den Demogästen viel Wut auf den Verteiler der Fakejoints hinterlassen.

Das hindert einen natürlich nicht, für sich selber legale Dinge in langen Zigaretten zu rauchen, solange man keine strafbaren Handlungen vorbereitet, abspricht oder faked.

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