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Angst um Barcelonas „Cannabis Social Clubs“

Seit 2011 gibt es in Barcelona, Spanien, sogenannte „Cannabis Social Clubs“. Anders als in den Amsterdamer Coffeeshops, ist der Zutritt zu den barcelonarischen Cannabis Clubs nur Mitgliedern gestattet.

Die ursprüngliche Vereinsidee dieser Clubs war es, dass sich alle Mitglieder, wenn auch nur flüchtig, kennen sollten. Doch das ist bei über 10.000 Mitgliedern nicht mehr realisierbar. Eigentlich waren die Cannabis Clubs hauptsächlich für die lokale Bevölkerung gedacht, jedoch einige der Clubs spezialisieren sich hauptsächlich auf Touristen und es werden fortwährend neue Cannabis Clubs eröffnet.

Reglementierung der Clubs

Mittlerweile befinden sich 123 Cannabis Clubs in Barcelona, dies veranlasste den ehemaligen Bürgermeister der Stadt, Xavier Trias, zu einer Reglementierung. Neben Änderungen an den Lüftungsanlagen und Eingängen beinhaltet die Reglementierung auch eine Abstandsregelung.


In der Altstadt soll ein Abstand von 150 Metern zu Einrichtungen, wie Schulen oder Einrichtungen für Suchtkranke eingehalten werden, im übrigen Stadtgebiet sollen es 100 Meter sein. Dank der neuen Bürgermeisterin, Ada Colau, sollen diese neuen Regelungen allerdings nicht rückwirkend sein und die Abstandsregelung soll sich in der gesamten Stadt auf 100 Meter beschränken. Andernfalls würde dies die Schließung von 112 der 123 Cannabis Clubs bedeuten.

Eile ist geboten

Der Plan zur Reglementierung muss bis zum 13. Juni angenommen werden, sonst tritt der Plan des ehemaligen Bürgermeisters in Kraft und hunderte der Cannabis Clubs müssten schließen. Die stellvertretene Bürgermeisterin, Janet Sanz, äußerte, dass in diesem Falle rund 14,4 Millionen Euro Entschädigung an die Clubbetreiber gezahlt werden müsste.

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