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Bargeldabschaffung – Zahlen wir bald wieder mit Hanf?

Gutes Zahlungsmittel nach der Bargeldabschaffung
Gutes Zahlungsmittel nach der Bargeldabschaffung

Die Schwarzgeldströme sind nicht das Problem

Warum sollte Deutschland das Bargeld abschaffen wollen? Im Februar 2016 gehen wieder viele Medienberichte rum, dass man Bargeldzahlungen auf maximal 5000 Euro einschränken möchte, es wird sogar seit einigen Jahren immer wieder über die komplette Bargeldabschaffung diskutiert. Wieso sollte das gut sein? Damit man jeden Geldfluss nachvollziehen kann und keiner mehr mit Schwarzgeldströmen das System austricksen kann! Damit man keine Drogen kaufen kann und unsere Daten erfasst werden, wenn wir in den „Saunaclub“ gehen!

Bargeldabschaffung, damit wir nicht zu Kriminellen werden. Bekämpfung von Steuerhinterziehung, Drogenhandel, Terrorismus und die Vereinfachung des Zahlungsverkehrs oder die Vermeidung von Diebstählen werden die vorgeschobenen Beweggründe für die Bargeldabschaffung sein! Bei Cannabisverboten geht es um unsere Gesundheit, den Jugendschutz und die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung? Wir leben in einer Lügenmärchenwelt und immer mehr merken es. Auch beim Cannabisthema merken es immer mehr oder wussten es bereits, dass diese Lügenmärchenkulisse nicht nur den Hanf verteufelt sondern überall greift. Giftgas im Irak suchen und Afghanistan für Frauenrechte bombardieren?

Der wirkliche Grund für die Bargeldabschaffung liegt in der blanken Angst vor dem Zusammenbruch unseres Banken- Wirtschaftssystems! Den meisten wird der sogenannte „Bankenrun“ ein Begriff sein. Wenn alle Anleger zugleich fürchten, dass ihre Bank in die Insolvenz geht, stürmen sie die Geldautomaten. Aber keine Bank hat soviel liquide Mittel, um alle Sparer auszahlen zu können! Jede Bank wird beim ungebremsten Bankenrun zusammenbrechen müssen! Bricht eine Bank ein, taumelt die nächste und die Dominosteinkette fällt dahin. Deswegen wurde in einigen Ländern, auch in der EU, bereits eine Obergrenze für Bargeldzahlungen fest gesetzt. Man kann auch nicht mehr beliebig viel Geld von den Banken abheben!

Wir leben in Zeiten wirtschaftlicher Turbulenzen und die Probleme werden tendenziell größer. Sollte ein Bankenrun eintreten, kann dieser vielleicht nicht mehr erklärt und abgefedert werden und mit dem ersten fallenden Dominostein fallen die nächsten!

Erst an zweiter Stelle kommt der gläserne Mensch als Zielsetzung der Bargeldabschaffung. In den eigenen Reihen des Systems wird man immerhin auch gläserner und das ist ein Ärgernis!

Kein gutes Zahlungsmittel nach der Bargeldabschaffung

Kein gutes Zahlungsmittel nach der Bargeldabschaffung

Könnte Hanf wieder zum Zahlungsmittel nach der Bargeldabschaffung werden?

In gewissen Kreisen zahlt man seine Waffen bereits heute zum Teil mit Drogen, wenn man diese nicht vorab zu Geld machen kann, so die Vermutung. Natürlich wollen wir hier in Deutschland keine Waffen kaufen, sondern Brot, Käse, Tee oder einen tollen Pullover. Wenn es kein Bargeld mehr gibt, wird man aber dennoch in dunklen Kanälen zahlungsfähig bleiben wollen. Angenommen, jemand will Hilfsarbeiten entlohnen und die Nachbarn haben für einmalige Dienste kein Gewerbe angemeldet? Oder man möchte sich ein paar verbotene oder verpönte Dinge kaufen? Der Familienvater möchte in keinem Fall, dass die Kosten für die „Saunaclubbesuche“ über die Konten abgerechnet werden? Wie sollte man es bezahlen? Solange die Bargeldabschaffung nicht vollzogen wird, sondern nur Obergrenzen eingerichtet werden, kann man in der Regel noch alles bezahlen. Ansonsten wird man aber sehr schnell zum Tauschhandel übergehen. Hanf war in Nordamerika über 200 Jahre bereits gesetzliches Zahlungsmittel, es ging jedoch um die Fasern und nicht um die Blüten. Für einstige Zeiten war Hanf einer der wichtigsten Rohstoffe und da man mit ihm zahlen konnte, bauten die Siedler viel mehr Hanf an. Teils wurden damit die Steuern bezahlt, teils wurde man mit Gefängnis bestraft, wenn kein Hanf angebaut wurde. Die Fasern sind etwas sperrig, in heutiger Zeit würde man gewiss eher die Hanfblüten als Zahlungsmittel für dunkle Kanäle einsetzen wollen.

Eines ist klar: Selbst wenn Bargeld komplett abgeschafft werden würde, könnte man die dunklen Wirtschaftssektoren nicht ausblenden. Es wäre gesellschaftlich zu anrüchig oder sogar verboten, das in Anspruch zu nehmen und man würde es nicht über die Konten buchen wollen oder können! Deswegen geht es gar nicht anders, als dass sich die Bürger etwas suchen, was klein, haltbar und wertvoll ist, was seinen Wert auch hält und womit sie bezahlen können. Man wird vermutlich etwas Legales wählen, Silber wäre bei derzeitiger Gesetzeslage also geeigneter als Marihuana. Möglicherweise wird man auch einfach eigene Geldsysteme entwickeln und mit diesen bezahlen. Der Kiffer weiß es doch selber, dass man erst einmal erwischt werden muss, um geahndet zu werden. Selbst wenn das Tauschmittel illegal wäre, würde man es für diese speziellen Bereiche dennoch einsetzen. „Wenn ich etwas Illegales mit einem illegalen Zahlungsmittel kaufe, werde ich dann Angezeigt“, könnte die Frage lauten!

Fazit ist demnach, dass eine vollständige Bargeldabschaffung gar nicht umsetzbar ist, da sie in jedem Fall umgangen wird!

Hanf war einst gesetzliches Zahlungsmittel in den USA

Hanf war einst gesetzliches Zahlungsmittel in den USA

Der Irrsinn der Bargeldabschaffung

Das Geldsystem verstehen selbst viele gebildete Leute nicht. Bargeld ist das gesetzliche Zahlungsmittel aber auch nur das Scheingeld. Welch netter Zufall, dass es Scheingeld heißt! Bei dem Verkauf einer Ware kann jeder auf die Zahlung mit dem gesetzlichen Zahlungsmittel bestehen. Das Geld auf dem Konto hingegen ist Giralgeld. Der Kontoinhaber hat einen Anspruch gegen die Bank auf Bargeld. Aber in dem Moment der Einzahlung gibt er das Geld der Bank, die es nun als Eigenkapital verbucht. Dieses nimmt sie als Sicherheit, um die zehnfache Geldmenge als Kredit zu verleihen. (Der Anleger erhält 0,5%, die Bank 10 x 5%!) Aus 1000 eingezahlten Euro werden 10.000 im Wirtschaftssystem! Bei einem Bankenrun fehlt der Bank das Eigenkapital und sie kann erst Recht die Insolvenz einleiten oder sich retten lassen! Ob der Anleger wirklich durch die gesetzliche Einlagensicherung ausgezahlt wird, stellt er früh genug selber fest!

Das Eigenkapital der Bank muss aufgrund der Rechtslage als Sicherheit für die geschöpften Kredite vorhanden sein. Die zehnfache Geldmenge für die Kredite ist in Wirklichkeit gar nicht vorhanden gewesen, sondern wird geschöpft. (Begriff für „ich denke mir jetzt die Summe x an Geld aus und buche sie in meinen Bilanzen“!) Es handelt sich auf den Konten auch um kein gesetzliches Zahlungsmittel!

Wird das Bargeld wirklich abgeschafft, gibt es damit nach heutigem Recht auch kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr! Bislang haben wir darauf gegenüber der Bank noch einen Anspruch, aber wie soll diese es auszahlen, wenn es abgeschafft wurde? Es auszuzahlen wäre dann möglicherweise kriminell und Banken sind doch keine kriminellen Organisationen!

Das heißt, dass mit der Bargeldabschaffung nach heutigem Recht der Anspruch gegen dem Händler erlischt, unser „Geld“ annehmen zu müssen. Vielleicht kommt es dann schnell in Mode, dass über den Postweg etwas Hanf als neues akzeptiertes Zahlungsmittel versendet wird, damit der Händler daraufhin die Ware in den Versand gibt?

Wer sich mit dem heutigen Finanzsystem auseinander setzt, wird teils nicht mehr wissen, was er dazu noch sagen soll. Auf tragische Weise hat man jedoch viel zu lachen!

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