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Die Wirkung von Cannabis-Events auf Politik und Industrie

Cannabis entwickelt sich weltweit schnell zu einem globalen Wirtschaftssektor, da in Nationen wie den USA oder Kanada immer mehr Menschen Zugang zu legalem Cannabis erhalten. Die großen Marihuana-Unternehmen werden bald globale Lieferstrukturen für die Branche schaffen.


Der Druck auf die Staaten, in denen Cannabis noch illegal ist, wächst. Vor allem Länder, für die der Anbau und Handel ein Weg aus der Armut sein kann, könnten bald sehr kurz entschlossen in den Weltmarkt einsteigen.

Länderübergreifender Cannabis-Handel soll Versorgungsprobleme lösen

In diesem Monat gab der kolumbianische Cannabishersteller Clever Leaves bekannt, dass das Unternehmen mit dem Export von Cannabis nach Kanada zu Forschungszwecken beginnt. Das ist eine Premiere für beide Nationen. Kolumbiens National Narcotics Fund und Health Canada, die Regierungsbehörden, die für die Überwachung der medizinischen Cannabisindustrie in den beiden Nation verantwortlich sind, stimmten einer Vereinbarung zu, die den Import von Cannabisblüten nach Kanada ermöglicht. Für Kanada, wo der Konsum von Cannabis seit Oktober vergangenen Jahres legal ist, ist die Importvereinbarung ein Segen. Experten sagen, dass der nördliche Nachbar der USA erst in etwa fünf Jahren ausreichend Cannabis für seinen nationalen Handeln produzieren wird.

Cannabis-Fachkonferenzen sind Zugpferde für die Industrie

Was in den letzten Jahren in enormem Maße zugenommen hat ist die Zahl der Cannabis-bezogenen Ereignisse. Messen, die seit Jahrzehnten etabliert sind, vergrößern sich schnell und neue sprießen aus dem Boden. Insbesondere sind aber auch die Fachkonferenzen so zahlreich geworden, dass man beinahe den Überblick verliert. Ja nachdem sind sie in Themen wie Medizin, Wissenschaft, Rohstoff, Politik oder Business spezialisiert. Sie finden in den Metropolen der Welt statt. In 2019 wird es Cannabis-Konferenzen in Berlin, Barcelona, Toronto, Kopenhagen, Rom, Santiago, San Francisco, Kapstadt und Las Vegas geben. Hier werden die wichtigen Informationen ausgetauscht und die Geschäfte von morgen beschlossen.

Die Cannabis-Konferenzen gewinnen auch politisch an Bedeutung

Auch der Umfang solcher Veranstaltungen nimmt extrem zu. Im November letzten Jahres fand beispielsweise in Las Vegas die MJBizCon statt, eine der größten Cannabis-bezogenen Ereignisse der Welt. Dort kamen über tausend Aussteller zusammen und insgesamt 27.600 fachkundige Menschen. In Kolumbien hat sich das Publikum der ExpoMedeWeed in Medellín zwischen 2017 und 2018 verdreifacht. Zu den bekanntesten Fachkonferenzen für Cannabis gehört die ICBC, die jedes Jahr in mehreren Metropolen der Welt stattfindet. Sie ist ein Treffpunkt für Experten aus Wirtschaft und Industrie. CEOs von Cannabis-Unternehmen, Finanzspezialisten, Prominente und Anwälte nehmen daran Teil und formen nach ihren Möglichkeiten die ökonomische Zukunft der Cannabispflanze. Und je mehr Geld in dem Wirtschaftszweig steckt, desto bedeutender wird der Sektor für die Politik.

Die Industrie erhöht den Druck, nicht das Volk

Cannabis-Veranstaltungen können Legalisierungs-Bemühungen unterstützen. Und die meisten tun dies auch. Da sind zum Beispiel die Messen, die als niederschwelliger Event mit den Massen auch Informationen an unerfahrene Menschen weitergeben und die öffentliche Akzeptanz gegenüber Cannabis stärken. Die Fachmessen und vor allem die Experten-Konferenzen sind dann wiederum die Events, die der Politik verdeutlichen, dass Cannabis kein Nischenphänomen ist, sondern ein ernstzunehmender und schnell wachsender Wirtschaftszweig. Die einzigen Events, die nicht von einem so stark wachsenden Zulauf berichten können, sind leider die Demonstrationen der Konsumenten. Im Anbetracht der Menge an Cannabis-Konsumenten ist die Zahl der Menschen, die für das Recht auf legalen Umgang mit der Pflanze demonstrieren, ziemlich klein. Das Volk wird für die Politik sozusagen nur durch die Umsatzzahlen repräsentiert, die die Cannabis-Industrie erwirtschaftet. Angesichts der starken Position der Cannabis-Lobby heute, wäre es mit ein wenig mehr öffentlichem Druck wohl nicht all zu schwer die Prohibition zu kippen.

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