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Copyright und Markenrechtsprobleme im Cannabusiness

Noch nie war die Cannabis Industrie so mächtig und einflussreich wie heute. Unternehmen, die in Kanada medizinisches Cannabis produzieren werden an der Börse gehandelt. Und auch in den USA boomt das Geschäft mit dem Gras. Doch all das, hat auch seine Schattenseiten. In der letzten Zeit mussten sich immer wieder Firmen, die Cannabis oder Edibles produzieren, mit Copyright und Markenrechtsproblemen auseinandersetzen.

Einer der bekanntesten Fälle, der bis jetzt bekannt wurde, war die Problematik zwischen GG Strains und The Gorilla Glue Company. GG Strains wurde verklagt, weil sie den Namen Gorilla Glue für einige ihrer Strains verwendet haben und dieser Begriff von The Gorilla Glue Company geschützt ist. Am Ende wurde GG Strains gezwungen alle Gorilla Glue Sorten anders zu nennen und keine Gorillas mehr in der Werbung verwenden. Das Gericht verordnete zwar keine Geldstrafe, aber die Veränderung der Sorten Namen und der Verpackung wird sicherlich nicht billig sein.

Weitere Klagen

Doch das war nicht der einzige Rechtsstreit in dieser Kategorie. Denn auch die Firma Hershey’s hat immer wieder Klagen gegen Firmen aus der Cannabis Industrie geführt. Hershey’s ist eine der weltgrößten Schokoladen/Süßigkeiten Produzenten auf der Welt. Dem Unternehmen gehören Marken, wie Reese’s oder KitKat und deren Umsatz beträgt mehrere Milliarden jährlich. Eines ist gewiss, mit so einer Firma will man keine Probleme haben.

Leider kann man sich das nicht immer aussuchen und so wurden die Unternehmen Good Girl Cannabis und Harborside (Dispensary) von Hershey’s noch im letzten Jahr verklagt. Auch hier geht es um Markennamen und Produkte, die zu sehr an Hershey’s Marken erinnern sollen. Während die Firma Good Girl Cannabis mit Hershey’s relativ schnell zu einer Einigung gekommen war, lies es Harborside darauf ankommen. Denn Harborside verkaufte lediglich Produkte, die an Hershey’s Ware erinnerten und war nicht der Produzent. Der war die Firma Jolly Meds, die Bonbons und ähnliche Süßwaren herstellt, die Harborsiede verkauft. Der Name Jolly Meds würde zu nahe an den Namen Jolly Rancher erinnern, der ebenfalls eine Marke aus dem Hause Hershey’s ist. Nach einem Monate langen Rechtsstreit, der auch von Habrorside geführt wurde, änderte letztendlich, der Inhaber von Jolly Meds den Namen der Firma in J Meds und kann so weiterhin seine Produkte vertreiben.

Bereits im Jahr 2014 führte Hershey’s erste Klagen gegen Firmen wie Tincturebell oder Conscious Care Cooperative aus, mit einer ähnlichen Begründung, die Firmen würden ihre Produkte vom Namen und aussehen her imitieren. Damals ging es um Leckerein, wie Ganja Joy und Reefers Peanut Butter Cups. Aber auch hier mussten die Firmen alle Produkte, die an Hershey’s Marken erinnern entsorgen oder umverpacken. Und das werden bestimmt nicht die letzten Fälle in dieser Kategorie bleiben, da es einige Strains oder Edibles gibt, die gewisse Parallelen zu Marken nur schwer abstreiten können.

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