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Hanftee Ernte im Juli – Münsterland Hanf

Die Hanffreunde Münster und der legale Hanf
Die Hanffreunde Münster und der legale Hanf

Hanffreunde Münster ernten Finola

Am 09.07.2016 besuchten die Hanffreunde Münster DHV Ortsgruppe das Unternehmen „Münsterland Hanf“, welches eine knappe Autostunde entfernten in der Nähe von Warendorf liegt. In diesem zweiten Anbaujahr wurde eine andere EU zertifizierte Faserhanfsorte angebaut. Über 80% der Anbaufläche fielen bereits der Hanftee Ernte zum Opfer. Die Finnen haben eine Faserhanfsorte für ihre Klimalagen gezüchtet, die schnell blüht und gute Hanfsamen als Erntegut produziert. Die bis zwei Meter hoch wachsende einhäusige Pflanze (Zwitter) ist für die Faser- oder Zellstoffgewinnung weniger interessant als höher wachsende Hanfpflanzen.

Für die Saatgewinnung wird beim Getreide sogar das Korn kurz gespritzt, damit die Pflanzen kleiner bleiben. 1,5 bis 2 Meter Wuchshöhe wäre vielen Landwirten immer noch zu viel. Frank und Ulla von Münsterland Hanf freuen sich über diese Faserhanfsorte, da sie für die Hanftee Ernte sehr viel angenehmer zu verarbeiten ist. Im letzten Jahr wurden die Pflanzen bis über 3 Meter hoch und blühten viel später.

Finola hat weitere Vorzüge für die Hanftee Gewinnung. Die Blüten der Pflanzen sind aromatischer im Geruch, sie bieten mehr Volumen und Gewicht. Es kann deswegen mehr und auch besserer Tee produziert werden. Neben dem Hanftee wird auch Gebäck und Käse erzeugt, um alles über die eigene Website zu vermarkten. Münsterland Hanf veräußert neben den eigenen auch noch andere Hanfprodukte, um das Angebot auf der eigenen Website abzurunden.

Wegen der strengen Hygienestandards baut Frank als Landwirt den Hanf an, der an Lebensmittelhersteller geliefert wird, um ihn dort zu verarbeiten. Ulla erhält die Hanfprodukte zurück und verkauft diese mit ihrem Unternehmen. Deswegen werden sehr hochwertige und auch leckere Hanfprodukte angeboten. Die Hanffreunde Münster haben vor ihrer Fahrt noch ein paar der kulinarischen Köstlichkeiten erworben und auch für ihre Arbeitsdienste geschenkt erhalten.

Hanftee Ernte – Schweißtreibender Arbeitsdienst

Ulla und Frank waren gerade bei der Hanftee Ernte und deswegen halfen die Hanffreunde Münster nach einem kurzen Rundgang. Frank schnitt immer nur einige Meter, um diese frisch zum Sortieren zu bringen. Nur die guten Blütenzweige werden als Büschel gebunden und anschließend zum schonenden Trocknen aufgehangen. Die restlichen Pflanzen haben durchaus noch viele Blätter. Die schönen werden auf den Trockenrecks getrocknet, um eine andere Teesorte bieten zu können. Die Stängel mit den unschönen Blättern werden hingegen auf den Kompost gebracht. Bei der Hanftee Ernte von nur einem Hektar (10.000 m²) fallen nicht die Fasermengen ab, um diese weiter zu verarbeiten oder der Transport zur Fabrik würde nicht lohnen. Möglicherweise wären die Fasern von Finola auch nicht interessant genug.

Selbst bei Nadelhölzern lässt man das Holz vergammeln oder macht Kaminholz draus, wenn nicht ein ganzer Transport – LKW voll geladen werden kann, um das Holz effektiv zum Papierwerk zu bringen.

Die harzigen Blüten von Finola entfalten aufgrund der Terpene einen sehr typischen Marihuanageruch, den viele potente Sorten entwickeln. Dieses Finola sieht optisch sogar wie potenter Hanf aus. Faserhanf ist von den Wuchseigenschaften eher ein „vier Meter langer Halm“, potenter Hanf hingegen ein schmaler oder sogar breiter Strauch. Es ist aber nur bis maximal 0,2% THC im Finola enthalten und für den Kiffer ist es deswegen uninteressant.

Beim Sortieren der Finolazweige bleiben die Harze etwas an den Händen und Armen kleben, daran gewöhnt man sich nach einigen Tagen. Die Hanffreunde Münster haben sich jedoch nicht zum Arbeitsdienst für die Hanftee Ernte einquartiert. Nach einer chilligen Arbeitspause mit Hanfkeksen ging es wieder heim.

Immer nur ein paar Meter für die Hanftee Ernte abtrennen

Immer nur ein paar Meter für die Hanftee Ernte abtrennen

Hanfernte im Juli

Hanf fängt meist ab August mit der Blüte an und wird Ende September bis Ende Oktober reif. Münsterland Hanf erntet bereits während der Wuchsphase junge Blätter für eine junge Teesorte. Später werden die Blüten geerntet, wenn die Samen noch lange nicht reif sind. Dann taugen die Blüten noch für den Hanftee, sonst nicht mehr. Deswegen wird die Finola Hanftee Ernte bis Mitte Juli eingeholt. Für die Samenreife hätte man noch zwei bis vier Wochen länger warten müssen. Die Hanfblüten sahen vielleicht auch wegen dem in den Vorwochen regnerischem Wetter „erntereif“ aus. Für den Reifegrad der Harze hätte man jedoch die Trichome unter der Lupe betrachten müssen, es war mit den bloßen Augen so genau nicht ein Reifestand erkennbar. Allerdings geht es bei dieser Hanftee Ernte um das grüne Pflanzenmaterial, welches für die Marihuanagewinnung nicht taugen würde. Anstelle von einem Gramm müsste man für einen Rausch glatt 100 rauchen, technisch gesehen ist das bereits unmöglich und praktisch würde man gewiss nichts Schönes mehr merken.

Finola ist eine EU zertifizierte Faserhanfsorte, deren Saat der Landwirt nicht im nächsten Jahr wieder aussäen darf. Er muss jedes Jahr neues Saatgut kaufen. Sonst würde der legale Faserhanf innerhalb einiger Generationen wieder „zu sich zurückfinden“ und einige Prozente THC enthalten. Der Anbau von Faserhanf unterliegt einigen Genehmigungsverfahren und Auflagen. Diese wurden bereits gelockert und es ist weit einfacher für Landwirte, Faserhanf anzubauen. Dieser taugt nicht nur zur Hanftee Ernte, sondern wird meist als Rohstoff für die Industrie oder das Gewerbe kultiviert. Nur EU zertifizierte Sorten sind überhaupt erlaubt.

Vor der Heimfahrt von der Hanftee Ernte hat Ulla noch ein Interview gegeben und eingeräumt, dass Frank dieses Jahr zwar die bessere Faserhanfsorte angebaut hat, er hat jedoch den Reihenabstand falsch eingeschätzt. Damit sich schönere Blüten für die Teegewinnung bilden, sollen die Pflanzen nicht so eng zusammenstehen. Damit man bereits für die junge Hanftee Ernte besser arbeiten kann, wird sogar noch etwas mehr Platz zwischen den Reihen gelassen. Das hat nicht ganz geklappt und leider konnte nicht von Hand gejätet werden. Das Unkraut nahm dem Hanf bei gleicher Höhe sozusagen den halben Acker. Dennoch haben sich prächtige Pflanzen entwickelt und das wirtschaftliche Überleben ist gesichert. Im nächsten Jahr kann es deswegen nur besser klappen. Vielleicht sind die Hanffreunde Münster dann wieder bei der Hanftee Ernte dabei und kaufen Hanftee, Hanfgebäck, Hanfkäse und vielleicht noch weitere legale Hanfprodukte.

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