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Weitere Aussaattechniken

Auf die Klimabedingungen achten
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Die Aussaat in Jiffys Quellballen aus Torf gehört zu den beliebten Aussaattechniken birgt eine sehr böse Falle. Dieser Torf speichert zu viel Wasser und verdrängt dabei die komplette Luft. Somit befindet sich in dem Torf keine Luft mehr, damit der Keimling atmen kann, es entsteht Staunässe, die einem Keim oder auch dem Steckling wirklich nicht gut tut. Dennoch kann dieser Torf Quellballen verwendet werden, wenn er nach dem Einweichen halb ausgedrückt wird. Nun wird ein Pflanzloch von einem guten cm eingedrückt und das Saatkorn wird gesetzt, das Loch wird geschlossen.

Der Jiffys Quelltorf hat als eine der beliebten Aussaattechniken aber noch einen anderen entscheidenden Nachteil. Der Sämling wächst in den ersten Tagen in der Erde weit stärker und bildet richtig viele Wurzen. Eine Pfahlwurzel will sich tief in den Boden bohren. Die Wurzel tritt dabei aus dem Torfquellballen hervor und kann dadurch austrocknen, abbrechen oder abfaulen, das wäre nicht gut. Um diesem Problem und der Austrocknung entgegen zu wirken, können die Torfquellballen in feuchte Anzuchterde eingebettet werden. Die Torfquellballen sollen natürlich feucht gehalten werden, sie sind allerdings so zu wässern, dass der noch junge Sämling nicht in Staunässe stehen muss. Für größere Pflanzen in einem nicht zu großen Topf ist das egal, da sie das Wasser schnell aufnehmen und dafür Luft nachströmen kann.

Natürlich ist der Sämling in seinem Jiffys Quelltorfballen schnell in einen Topf zu setzen, weswegen man die Saat auch gleich in den Topf säen kann. Es gibt jedoch die Ausnahme, dass man den Sämling in Blähton oder Perlite pflanzen möchte, dann kann es nicht schaden, diesen zuerst im Quelltorf vorzuziehen, damit er direkt an der Wurzel Feuchtigkeit hat. Der Sämling muss den Quelltorf und das Granulat schließlich erst umwurzeln, um dieses leersaugen zu können. Deswegen machen einige Aussaattechniken in den richtigen Situationen den entscheidenden Unterschied. Es gibt Leute, die auf Blähton schwören und hier die besten Erträge erwirtschaftet haben wollen. Dieses ist bei der richtigen Vorgehensweise durchaus möglich.

Die Samen direkt in Steinwolle zu setzen ist nach Meinung einiger Grower der beste Weg unter den Aussaattechniken. Sie schwören darauf, da die Steinwolle ein Wuchsmedium bietet, das immer ein wenig luftig ist aber auch Feuchtigkeit für die Wurzeln spendet. Es werden kleine Steinwollwürfel von 4 zu 4 cm gewählt, um die Saat in die Steinwolle zu geben, in ca. einem cm Tiefe. Die Steinwolle ist feucht zu halten. Hier ist die Eigenschaft der billigen Steinwolle zu erwähnen, dass einige Würfel wirklich luftig sind, da die Steinwolle hier fluffiger ist. Bei anderen Blöcken ist die Steinwolle dichter und diese Wolle hält mehr Feuchtigkeit und bildet sogar Staunässe.

Diese Würfel wären halb auszudrücken, sowie man beim Gießen nur die trockenen Steinwollwürfel badet. Es kann natürlich auch versucht werden, einen Steinwollhersteller zu finden, der eine gleichmäßige Ware anbietet. Bei der billigen Steinwolle wird es aber immer Blöcke geben, die bereits trocken sind, wenn die anderen noch nass sind. Die bereits trockenen Blöcke sind zueinander zu sortieren, um erst nur diese zu wässern. Das Wasser soll für die Steinwolle natürlich auf einen pH Wert von ca. 6,0 angeglichen werden.

Wer unbedingt Regenwasser verwenden möchte, der sollten den EC Wert durch Wuchsdünger auf 0,6 EC heben, Leitungswasser hat diesen Wert meist auch so schon. Ein paar Nährstoffe sind jedoch notwendig. Es ist sehr darauf zu achten, dass die Steinwolle nicht trocken wird. Da die Sämlinge mit den Wurzeln sehr schnell wachsen, sollten die Steinwollwürfel entweder in die größeren mit 10 zu 10 cm gestellt werden oder in Erde, Blähton, Substrat oder Perlite gesetzt werden.

Warum diese Variante der Aussaattechniken auch ihre Tücken hat? Wird die Steinwolle nicht in Folie eingeschlagen, ist die Verdunstung enorm, die Nährsalze bleiben jedoch zurück. Deswegen muss sehr auf die Restfeuchte geachtet werden sowie bei dieser und ähnlichen Aussaattechniken ein Baden der Blöcke am sichersten ist. Damit werden alte Nährstoffe auch wieder ausgeschwemmt.

Wer hydroponisch anbaut, will nicht auf Erde säen und verwendet alternative Aussaattechniken

Wer hydroponisch anbaut, will nicht auf Erde säen und verwendet alternative Aussaattechniken

Sonstige Aussaattechniken

Die Aussaat in Substrate wie Cocos oder Perlite gestalten sich ähnlich wie auf Erde. Es ist sicherzustellen, dass das Substrat ungedüngt ist, es kann zur Sicherheit gespült werden, bis bereits klar werdendes Wasser herausläuft, dieses ist sogar anzuraten. Oft ist das Substrat mit Nitraten „vorbelastet“ und ohne ein vorheriges Spülen nicht zur Aussaat geeignet. Oder es sind gar keine Nährsalze vorhanden, weswegen diese in schwacher Konzentration zugeführt werden müssen. Deswegen gibt es auch Anzuchterde für die Aussaat und Pflanzerde für die bereits aufgegangenen Pflänzchen.

Genauso gibt es beim Cocos Produkte, die sich für die Aussaat oder den Stecklingsschnitt eignen und andere nicht. Wer es nicht genau weiß, sollte einen ersten Test mit Nutzhanfsamen vornehmen. So kann man alle Aussaattechnicken schnell testen und sich für eine funktionierende entscheiden.

Theoretisch kann auch im Garten etwas Erde entnommen werden, um in dieser zu säen. Aber zum einen schleppt man sich Schädlinge und Krankheiten mit ein und zum anderen ist solch eine Erde häufig alles andere als optimal. Das kommt natürlich ganz auf den Garten an. Lockerer Waldboden ist häufig besser, als im Lehmgarten zu graben. Deswegen werden doch für die Aussaattechniken viele spezielle Produkte geboten, um diese Problematik sicher umgehen zu können.

Der absolute Tod ist es für jeden Marihuanasamen, wenn man die billigste Torferde im Supermarkt verwendet. Diese ist für Wegwerfgeranien oder andere Wegwerfpflanzen gedacht und sollte nicht einmal geschenkt verwendet werden. Wer pro Saatkorn mehrere Euro ausgibt und wiederholt die Supermarkterde für 1,99 Euro abgreift, dem ist leider wirklich nicht mehr zu helfen. Wer sich nichts dazu sagen lässt, der kann gerne auch für sich weiter machen, solange anderen kein Schaden entsteht.

Fotoinfos

Titelfoto:

Mit dem Luxmeter wird gemessen, wie viel Licht bei den Pflanzen ankommt. Es handelt sich um 69 * 100 = 6900 Lux und das reicht in den ersten Tagen völlig, mehr ist nicht einmal besser, da die Sämlinge mit zu viel Licht schlechter wurzeln. Soviel Licht hat man direkt unter Leuchtstoffröhren mit Pflanzenlicht oder unter 250 Watt Quecksilberdampf mit 80 cm Abstand zu den Pflänzchen. Der Sämling oben rechts ist etwas krüppelig und das ist für alte Saat völlig normal.

Foto im Artikel:

Hier ist die Blüte bereits in der sechsten Woche. Der Stiel füllt sich allmählich mit Blütenknollen, die Blütenknollen werden immer dicker und lassen die Blütenblätter immer kleiner werden. Es ist immer wieder eine Freude, sich diese gesunden Pflanzen ansehen zu können.

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