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Home Strain Reviews und Tests

Special Queen #1 Strain Review

von D. Budler
14.06.2017
in Strain Reviews und Tests
Lesezeit: 15 Minuten
Special-Queen-1-Strain-Review
⏱ 15 Min. Lesezeit·2.924 Wörter
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In den letzten Jahrzehnten wurden immer mehr Samenfirmen gegründet, mit dem Ziel, die Vielfalt der Cannabispflanze weiter zu entwickeln. Die ersten Samenfirmen wurden in den 80er-Jahren ins Leben gerufen. Mittlerweile gibt es mehrere 100 Firmen über den gesamten Globus verteilt. Viele dieser Unternehmen haben im Laufe der Zeit verschiedene Top Sorten produziert, die sogenannten Flaggschiffe. Ein solches Flaggschiff möchten wir euch näher vorstellen.

📑 Inhaltsverzeichnis

  1. Das Flaggschiff von Royal Queen Seeds
  2. Anbau, Blütezeit und Ertrag der Special Queen #1
  3. Medizinisches Potenzial der Special Queen #1
  4. Special Queen #1 im Steckbrief: die Herstellerangaben
  5. Genotyp und Wuchsbild: sativalastig im Wuchs, ausgeglichen im Datenblatt
  6. Blütezeit und Erntefenster: 55 bis 60 Tage und der Breitengrad
  7. Was den Ertrag im Homegrow tatsächlich begrenzt
  8. Aroma und Terpene: Myrcen, Pinen und die Schwefelnote
  9. Rechtslage in Deutschland: Samen sind kein Cannabis im Sinne des KCanG
  10. Einordnung: Saatgut aus dem Katalog ist kein Arzneimittel
  11. Feminisiert, photoperiodisch und die Automatic-Variante
  12. Die Special Queen #1 im Sortenvergleich
  13. 💬 Fragen? Frag den Hanf-Buddy!

Das Flaggschiff von Royal Queen Seeds

Die Special Queen #1 ist eine Sativa dominante Skunk Genetik, die es schon seit vielen Jahren bei Royal Queen Seeds im Angebot gibt. Das Unternehmen hat seinen Sitz in den Niederlanden und hat es sich zum Ziel gesetzt, unzählige Strains zu vernünftigen Preisen anzubieten. Ihr Sortiment beinhaltet auch einige Autoflowering Genetiken.

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Foto D. Budler

Doch zurück zur Special Queen #1. Diese Schönheit wurde über viele Jahre hin entwickelt. Hierbei wurden eine ganz spezielle Skunk Genetik mit einer Powerbud gekreuzt und so erblickte die Special Queen #1 das Licht der Welt. Grundsätzlich ist die Skunk Genetik eine Kreuzung aus Afghani, Mexikan und Kolumbian. Bei diesen 3 Pflanzen handelt es sich um Landrassen, die damals noch in den entsprechenden Gegenden zu finden waren und in manchen Teilen der Erde bis heute zu finden ist.

GanjaFarmerGanjaFarmer

Anbau, Blütezeit und Ertrag der Special Queen #1

Mit der Special Queen #1 wollte Royal Queen Seeds eine stabile und pflegeleichte Sorte entwickeln, die unabhängig von den Umweltfaktoren ein solides Ergebnis liefert. Bei einer Blütezeit von 7-9 Wochen (Indoor), ist die Special Queen #1 für eine Sativa dominante Genetik relativ zügig. Im Freien kann sie Anfang bis Mitte Oktober reif sein. Laut Hersteller hat die Queen einen THC-Gehalt von 18 % und einen geringen CBD-Gehalt.

Medizinisches Potenzial der Special Queen #1

Die Special Queen hat ein sehr vielfältiges medizinisches Potenzial, das von Appetitlosigkeit bis hin zu Schmerzen sehr hilfreich sein kann. Sie könnte auch gegen Übelkeit oder Schlaflosigkeit eingesetzt werden. Der Duft ist sehr fruchtig mit Noten von Bergamotte und einer Spur Minze, die dem Ganzen eine gewisse Würze verleihen. Die ätherischen Öle (Terpene) sind maßgeblich an der magischen Wirkung beteiligt.

Deshalb bestimmen Labore in Ländern wie USA und Kanada Terpenprofile der einzelnen Cannabispflanzen, um so mehr über die Wirkungsweise von Cannabis zu erfahren. Ein wirklich sehr wohltuendes Aroma mit einem überaus breit gefächerten medizinischen Potenzial.
Dieser Artikel dient nur zu Aufklärungs- und Informationszwecken.

Fotos: D. Budler

Special Queen #1 im Steckbrief: die Herstellerangaben

Wer eine Sorte auswählt, vergleicht zuerst die Eckdaten. Royal Queen Seeds veröffentlicht für die Special Queen #1 ein vollständiges Datenblatt. Die folgende Übersicht fasst diese Züchterangaben zusammen, so wie sie im Katalog des Unternehmens stehen. Sie ersetzt keine eigene Messung, aber sie ordnet die Sorte im Sortiment ein.

MerkmalAngabe des Züchters
GenetikPower Bud x Skunk
Verhältnis50 Prozent Sativa, 50 Prozent Indica
THC-Gehaltbis zu 18 Prozent
CBD-Gehaltniedrig
Samentypfeminisiert, photoperiodisch
Blütezeit indoor55 bis 60 Tage
Erntemonat outdoorspäter September
Ertrag indoor500 bis 550 Gramm je Quadratmeter
Ertrag outdoor500 bis 550 Gramm je Pflanze
Höhe indoor80 bis 140 Zentimeter
Höhe outdoor200 bis 270 Zentimeter
Klimaempfehlungkurze Sommer
Aromaerdig, fruchtig, skunkig
Wirkunglang anhaltend, körperlich entspannend, kräftig

Diese Werte beschreiben den Idealfall. Der Züchter misst unter kontrollierten Bedingungen mit ausreichend Licht und einem passenden Substrat. Im Homegrow entscheidet die Umsetzung darüber, wie nah eine Pflanze an diese Spanne herankommt. Die Zahlen taugen deshalb als Vergleichsmaßstab zwischen Sorten, nicht als Zusage für die eigene Ernte.

Genotyp und Wuchsbild: sativalastig im Wuchs, ausgeglichen im Datenblatt

Auf den ersten Blick widersprechen sich zwei Angaben zur Special Queen #1. Das Datenblatt nennt ein Verhältnis von 50 zu 50, die Sorte gilt unter Growern trotzdem als sativabetont. Beide Beschreibungen treffen zu, weil sie unterschiedliche Ebenen meinen. Das Verhältnis beschreibt die genetische Herkunft, das Wuchsbild beschreibt, was im Zelt sichtbar wird.

Der Züchter selbst beschreibt die Pflanze als hochgewachsen und schlank, mit langen Blütenständen und schmalen Blattfingern. Genau das ist die klassische Sativamorphologie. Wer die Sorte also als sativadominant einordnet, beschreibt ihr Erscheinungsbild korrekt. Wer sie als ausgeglichenen Hybriden führt, gibt die Abstammung korrekt wieder. Diese Unterscheidung lohnt sich, weil die alte Einteilung in Indica und Sativa ohnehin an Aussagekraft verliert. Wie weit dieser Wandel geht, ordnet unser Beitrag Indica, Sativa und Hybrid im Faktencheck ein.

Woher die Skunk-Linie stammt

Die Skunk-Seite der Kreuzung führt auf die Landrassen zurück, die im Text oben genannt sind. Aus diesen Linien entstand mit Skunk #1 eine der ersten stabil vermehrbaren Hybriden. Ab den achtziger Jahren verbreitete sie sich in Europa. Ihr Erbe erklärt zwei Eigenschaften der Special Queen #1: die vergleichsweise kurze Blütezeit und die Robustheit gegenüber Pflegefehlern. Zum zweiten Elternteil Power Bud veröffentlicht der Züchter keine Abstammungsdaten.

Für die Sortenwahl ist die Generationenfrage genauso wichtig wie der Name der Eltern. Was hinter den Kürzeln F1, F2 und BX steckt und warum das über die Gleichmäßigkeit eines Grows entscheidet, erklärt unser Beitrag Cannabis-Genetik erklärt.

Was das Wuchsbild für den Anbau bedeutet

Eine Pflanze mit sativatypischem Wuchs streckt sich zu Beginn der Blüte deutlich. Der Züchter gibt indoor 80 bis 140 Zentimeter an, outdoor bis zu 270 Zentimeter. Die Endhöhe entsteht dabei nicht in der Blüte, sondern wird in der Wachstumsphase festgelegt. Wer früher umschaltet, erntet eine kleinere Pflanze. Wie lange diese Phase sinnvollerweise dauert, behandelt unser Beitrag zur Vegetationsphase bei Cannabis.

In niedrigen Growboxen führt die Streckung schnell an die Lampe. Zwei Techniken halten die Sorte flach. Das Entspitzen bremst die Leittriebe und erzeugt mehrere gleich hohe Spitzen. Das Herunterbinden einzelner Äste verteilt das Licht gleichmäßiger auf die Blütenansätze. Beide Eingriffe gehören in die Wachstumsphase, nicht in die Blüte.

Blütezeit und Erntefenster: 55 bis 60 Tage und der Breitengrad

Indoor nennt der Züchter 55 bis 60 Tage Blütezeit. Das entspricht den acht bis neun Wochen, die im Abschnitt oben stehen, und ist für eine sativabetonte Pflanze zügig. Draußen gibt das Datenblatt den späten September als Erntemonat an. Diese Angabe bezieht sich auf die südeuropäischen Referenzbedingungen des Züchters.

In Deutschland liegt der Anbau zwischen dem siebenundvierzigsten und dem fünfundfünfzigsten Breitengrad. Der Herbst setzt hier früher ein, die Tage werden schneller kürzer, und die Blüte reift bei niedrigeren Temperaturen aus. Deshalb fällt das Erntefenster im deutschsprachigen Raum meist zwischen den späten September und die Mitte des Oktobers. Die Angabe von Anfang bis Mitte Oktober weiter oben beschreibt genau diesen Fall.

Der Kalender ist dabei nur ein Anhaltspunkt. Den Erntezeitpunkt bestimmt die Reife der Harzdrüsen. Milchig getrübte Trichome stehen für den Wirkstoffhöhepunkt, bernsteinfarbene für eine schwerere Wirkung. Wie sich das zuverlässig beurteilen lässt, zeigen unsere Beiträge zu den Trichomen als Reifeindikator und zur Frage, wann man Hanf ernten soll. Direkt danach entscheidet die Trocknung über das Ergebnis, dazu passt unser Leitfaden Nach der Ernte richtig trocknen.

Was den Ertrag im Homegrow tatsächlich begrenzt

Die 500 bis 550 Gramm je Quadratmeter stammen aus einem gut ausgeleuchteten Zelt. Im privaten Anbau fehlt selten die Genetik, meistens fehlt eine der Stellgrößen darunter. Die folgende Tabelle ordnet die häufigsten Bremsen zu.

StellgrößeHäufiger FehlerFolge für den Ertrag
Lichtmengezu schwache Lampe oder zu großer Abstandluftige Blüten in den unteren Etagen
Wachstumsphasezu früh auf zwölf Stunden umgeschaltetzu wenige Blütenansätze je Pflanze
TopfgrößeWurzelraum unter zehn Liternfrühe Wachstumsbremse trotz guter Pflege
Substratverdichtete Erde ohne LuftporenStaunässe und langsame Nährstoffaufnahme
DüngungWuchsdünger bis in die Blüteüppige Blätter statt kompakter Blüten
Pflanzenzahldrei Pflanzen auf zu enger FlächeKonkurrenz um Licht statt Zugewinn

Die letzte Zeile hat einen rechtlichen Hintergrund. Im privaten Eigenanbau sind drei Pflanzen die Obergrenze, also zählt der Ertrag je Pflanze mehr als die Stückzahl. Für die übrigen Punkte lohnt sich der Blick in die Grundlagen: Welches Substrat trägt, klärt unser Beitrag Welche Erde braucht Hanf. Die Nährstoffgabe je Phase behandelt der Leitfaden Womit man Hanf düngt. Und wie viel Licht die Blüte wirklich braucht, rechnet unser Beitrag zum Lichtspektrum im Indooranbau vor.

Aroma und Terpene: Myrcen, Pinen und die Schwefelnote

Der Züchter nennt Myrcen, Pinen und Caryophyllen als bestimmende Terpene der Sorte. Myrcen gilt als der häufigste Vertreter in Cannabisblüten und trägt die erdige, leicht moschusartige Grundnote. Pinen steuert die harzige Frische bei, Caryophyllen die pfeffrige Schärfe. Für den typischen Skunk-Geruch sind allerdings keine Terpene verantwortlich, sondern flüchtige Schwefelverbindungen. Sie sind erst seit wenigen Jahren beschrieben und erklären, warum sich der Skunk-Charakter mit einer reinen Terpenmessung nie ganz abbilden ließ.

Das Aromabild einer Sorte ist damit kein fester Wert. Welche Terpene eine Pflanze bilden kann, legt die Genetik fest. In welchem Verhältnis sie am Ende in der Blüte stehen, entscheidet sich später. Dafür zählen der Phänotyp, die Reife bei der Ernte und die Behandlung danach. Terpene sind flüchtig, hohe Temperaturen und Licht bauen sie ab. Die Beschreibung fruchtiger Noten mit einem Anklang von Bergamotte und Minze weiter oben widerspricht dem erdig-skunkigen Profil des Züchters deshalb nicht. Beide beschreiben verschiedene Exemplare derselben Sorte. Wie sich das erreichte Profil erhalten lässt, behandelt unser Beitrag zur richtigen Lagerung von Cannabis.

Rechtslage in Deutschland: Samen sind kein Cannabis im Sinne des KCanG

Seit dem ersten April 2024 regelt das Konsumcannabisgesetz den Umgang mit Cannabis. Für Saatgut ist die Begriffsbestimmung entscheidend. Nach § 1 Nummer 7 KCanG sind Samen und Stecklinge von Cannabispflanzen Vermehrungsmaterial. Nach § 1 Nummer 8 Buchstabe c KCanG ist Vermehrungsmaterial vom Begriff Cannabis ausdrücklich ausgenommen. Die Verbote des § 2 KCanG beziehen sich auf Cannabis. Samen fallen deshalb nicht darunter.

Für den Anbau selbst gilt § 9 Absatz 1 KCanG. Erlaubt ist Volljährigen am Wohnsitz oder am gewöhnlichen Aufenthalt der private Eigenanbau von insgesamt nicht mehr als drei Cannabispflanzen gleichzeitig. Nach § 9 Absatz 2 KCanG darf Cannabis aus dem privaten Eigenanbau nicht an Dritte weitergegeben werden. Der Besitz zu Hause ist nach § 3 Absatz 2 KCanG auf 50 Gramm getrocknetes Material und drei lebende Pflanzen begrenzt. Wer eine ertragreiche Sorte anbaut, erreicht diese Grenze schneller, als die Ertragsangaben vermuten lassen.

Eine zweite Bezugsquelle sind die Anbauvereinigungen. Nach § 20 Absatz 3 KCanG dürfen sie je Person und Kalendermonat höchstens sieben Samen oder fünf Stecklinge weitergeben. Bei einer Mischung aus beidem sind es höchstens fünf Stück insgesamt. Die Übergabe muss nach § 20 Absatz 1 KCanG in persönlicher Anwesenheit beider Seiten erfolgen. Ob Samen oder Steckling der bessere Start sind, wägt unser Beitrag Stecklinge oder Samen ab.

Einordnung: Saatgut aus dem Katalog ist kein Arzneimittel

Der Abschnitt zum medizinischen Potenzial oben beschreibt Anwendungsbereiche, die Konsumenten der Sorte zuschreiben. Diese Ebene ist von der medizinischen Versorgung streng zu trennen. Medizinalcannabis ist in Deutschland ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel aus der Apotheke. Es stammt aus zertifizierter Produktion, trägt einen deklarierten Wirkstoffgehalt und wird chargenweise analysiert.

Blüten aus dem eigenen Anbau leisten das nicht. Der Wirkstoffgehalt schwankt zwischen den Pflanzen, zwischen den Etagen einer einzelnen Pflanze und zwischen zwei Durchgängen derselben Genetik. Eine Dosierung in Milligramm ist ohne Laborwert nicht möglich. Wer eine Erkrankung behandeln möchte, klärt das deshalb ärztlich und nicht über die Sortenwahl im Saatgutkatalog. Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Feminisiert, photoperiodisch und die Automatic-Variante

Die Special Queen #1 wird als feminisiertes Saatgut verkauft. Aus solchen Samen wachsen nahezu ausschließlich weibliche Pflanzen. Im Rahmen dreier erlaubter Pflanzen ist das kein Komfortmerkmal, sondern eine Rechengröße. Jede männliche Pflanze belegt einen der drei Plätze, ohne Blüten zu liefern. Wer dennoch reguläres Saatgut anbaut, sollte das Geschlecht früh bestimmen können. Die Merkmale dafür zeigt unser Beitrag Männlichen Hanf an den Vorblüten erkennen.

Photoperiodisch bedeutet, dass die Pflanze die Blüte über die Tageslänge einleitet. Indoor geschieht das durch den Wechsel auf zwölf Stunden Licht, outdoor übernimmt das der Spätsommer. Davon zu unterscheiden ist die selbstblühende Ausführung derselben Linie, die Royal Queen Seeds zusätzlich anbietet. Sie blüht nach Alter statt nach Lichtdauer und ist damit ein anderes Anbaukonzept mit eigenem Zeitplan. Die Unterschiede in der Praxis behandelt unser Beitrag Autoflower anbauen.

Die Special Queen #1 im Sortenvergleich

Die Sorte besetzt eine klare Nische. Sie ist günstig, sie verzeiht Fehler, und sie liefert bei achtzehn Prozent THC einen kräftigen, aber steuerbaren Effekt. Sie ist damit keine Sorte für Rekordwerte, sondern eine für verlässliche Ergebnisse im ersten und zweiten Durchgang. Wer den Anbieter dahinter einordnen möchte, findet die Geschichte und das Sortiment in unserem Porträt von Royal Queen Seeds.

Für die Auswahl im Vergleich mit anderen Genetiken helfen zwei weitere Beiträge. Eine nach Anbauzielen sortierte Übersicht bietet unsere Zusammenstellung der besten Cannabis-Sorten für den Heimanbau. Welche Angaben auf einem Sortenblatt wirklich tragen und welche Marketing sind, ordnet unser Beitrag Cannabis-Genetik verstehen ein.

Häufige Fragen zur Special Queen #1

Wie ist die Wirkung der Special Queen #1?

Die Special Queen #1 ist Sativa-dominant, wirkt aber dank ihres Skunk-Erbgutes ausgewogen körperlich-entspannend bis leicht kopflastig. Bei 18 % THC fällt der Effekt für Einsteiger spürbar, aber nicht überfordernd aus. Anwender berichten von Stimmungsaufhellung, Appetitanregung und einer mild-beruhigenden Komponente am Abend.

Welche Erfahrungen gibt es mit der Special Queen #1 im Grow?

Grower schätzen die Special Queen #1 als robuste, fehlerverzeihende Sorte für den Einstieg in den Indoor- oder Outdoor-Anbau. Sie zeigt sich resistent gegen Schimmel und kleinere Pflegefehler und liefert auch bei Standardbedingungen einen verlässlichen Ertrag. Ihr günstiger Samenpreis und die kurze Blütezeit machen sie zur klassischen Einsteiger-Empfehlung im RQS-Katalog.

Wie lange dauert die Blütezeit der Special Queen #1?

Indoor blüht die Special Queen #1 zwischen 7 und 9 Wochen aus – schnell für eine Sativa-dominante Genetik. Outdoor ist sie meist Anfang bis Mitte Oktober erntereif und eignet sich daher gut für gemäßigte Klimazonen mit kurzem Sommer.

Welchen Ertrag liefert die Special Queen #1?

Indoor sind unter optimalen Bedingungen rund 500-550 g/m² möglich; Outdoor können erfahrene Grower pro Pflanze 500-625 g ernten. Damit zählt die Special Queen #1 zu den ertragsstarken Sorten ihres Preissegments – ideal für ergebnisorientierte Einsteiger.

Ist die Special Queen #1 Indica oder Sativa?

Die Special Queen #1 ist eine Sativa-dominante Hybride aus dem klassischen Skunk-Erbgut von Royal Queen Seeds. Der Sativa-Anteil sorgt für die zügige Blüte und die anregend-klare Kopfwirkung, während das Skunk-Erbe eine körperlich entspannende Note beisteuert. Wer sich für die genetische Vielfalt im Sortenkatalog interessiert, findet ein weiteres Beispiel in unserem Bericht über eigene Hanfsorten von ENECTA FARM.

Wie hoch ist der THC-Gehalt der Special Queen #1?

Laut Royal Queen Seeds liegt der THC-Gehalt der Special Queen #1 bei rund 18 %, bei nur geringem CBD-Anteil. Das ist ein moderates, gut steuerbares Niveau – stark genug für einen spürbaren Effekt, aber einsteigerfreundlich. Wer die Einordnung höherer Wirkstoffgehalte verstehen möchte, findet Hintergründe in unserem Beitrag über das Risikoprofil von Cannabis mit hohem THC-Anteil.

Für welche Beschwerden wird die Special Queen #1 genutzt?

Im Rahmen ihres medizinischen Potenzials wird die Special Queen #1 vor allem bei Appetitlosigkeit, Schmerzen, Übelkeit und Schlaflosigkeit als unterstützend beschrieben. Cannabis rückt bei immer mehr Erkrankungen in den Fokus der Forschung – so erhielt etwa ein Cannabis-Medikament gegen Pankreaskrebs eine FDA-Zulassung. Für eine konkrete Anwendung ist ärztlicher Rat entscheidend; dieser Artikel dient nur der Aufklärung.

Wie wird das medizinische Potenzial von Sorten wie der Special Queen #1 erforscht?

Labore in Ländern wie den USA und Kanada analysieren die Terpenprofile einzelner Cannabissorten, um ihre Wirkung besser zu verstehen. Auch auf medizinischen Fachtagungen wird das Thema aufgegriffen, etwa bei der Tagung zu Cannabis und Krebs des CSC Bozen. Solche Erkenntnisse fließen langfristig in die Bewertung des therapeutischen Nutzens ein.

Ist die Special Queen #1 feminisiert?

Ja, Royal Queen Seeds führt die Special Queen #1 als feminisiertes und photoperiodisches Saatgut. Aus feminisierten Samen wachsen nahezu ausschließlich weibliche Pflanzen. Das ist im privaten Eigenanbau wichtig, weil nach § 9 Absatz 1 KCanG nur drei Pflanzen gleichzeitig erlaubt sind. Jede männliche Pflanze würde einen dieser drei Plätze belegen, ohne Blüten zu liefern.

Wie groß wird die Special Queen #1?

Der Züchter gibt indoor 80 bis 140 Zentimeter und outdoor 200 bis 270 Zentimeter an. Die Endhöhe entsteht überwiegend in der Wachstumsphase und in der Streckung zu Beginn der Blüte. In niedrigen Growboxen lässt sich die Sorte durch Entspitzen und durch das Herunterbinden einzelner Äste flach halten.

Eignet sich die Special Queen #1 für den Outdoor-Anbau in Deutschland?

Ja, der Züchter empfiehlt die Sorte ausdrücklich für Regionen mit kurzen Sommern. Das Datenblatt nennt den späten September als Erntemonat, gemessen an südeuropäischen Bedingungen. Im deutschsprachigen Raum liegt das Erntefenster meist zwischen dem späten September und der Mitte des Oktobers. Den genauen Zeitpunkt bestimmt die Trichomreife, nicht der Kalender.

Was unterscheidet die Special Queen #1 von der selbstblühenden Variante?

Die hier beschriebene Special Queen #1 ist photoperiodisch, sie leitet die Blüte über die Tageslänge ein. Indoor erfolgt das durch den Wechsel auf zwölf Stunden Licht, outdoor durch den Spätsommer. Die selbstblühende Ausführung derselben Linie startet die Blüte dagegen nach ihrem Alter. Sie ist damit ein eigenes Anbaukonzept mit kürzerem Gesamtzeitplan und geringerer Endhöhe.

Darf man Samen der Special Queen #1 in Deutschland besitzen?

Samen und Stecklinge sind nach § 1 Nummer 7 KCanG Vermehrungsmaterial. Nach § 1 Nummer 8 Buchstabe c KCanG ist Vermehrungsmaterial vom Begriff Cannabis ausgenommen, die Verbote des § 2 KCanG greifen dort also nicht. Anbauvereinigungen dürfen nach § 20 Absatz 3 KCanG je Person und Kalendermonat höchstens sieben Samen oder fünf Stecklinge weitergeben. Für den Anbau selbst bleibt es bei der Grenze von drei Pflanzen.

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