Die richtige Marihuanalagerung entscheidet nicht nur darüber, dass es kein anderer findet, sondern auch über die Erhaltung der Wirkstoffe. Tetrahydrocannabinol oxidiert durch Sauerstoffeinwirkung und wird dadurch unwirksam. Das wissen viele nicht. Gras oder Haschisch wird dennoch wirken, wenn es kurz vor dem Konsum erwärmt wird. Es zu rauchen oder zu verdampfen ist dabei bereits ausreichend, damit das nicht psychotrop wirkende THCA (Vorstufe als Säure) zu THC umgewandelt wird.
📑 Inhaltsverzeichnis
- Tetrahydrocannabinol oxidiert durch Sauerstoffeinwirkung
- Die richtige Portionierung bei der Marihuanalagerung
- Wie lange ist Cannabis haltbar?
- Die vier Zerfallsfaktoren bei der Marihuanalagerung
- Die richtige Lagerfeuchte liegt zwischen 55 und 65 Prozent
- Vakuumieren, einschweißen oder einfrieren?
- Haschisch und Extrakte richtig lagern
- Was das Konsumcannabisgesetz zur Aufbewahrung vorschreibt
- Historische Lagerung in Afghanistan
- 💬 Fragen? Frag den Hanf-Buddy!
Tetrahydrocannabinol oxidiert durch Sauerstoffeinwirkung
Der Anteil von THCA zum THC kann weit höher als 30 % sein! Aus diesem Grunde sollte man Marihuana und Haschisch selbst vor dem Essen erhitzen. Bei niedrigen Temperaturen von 70° Celsius wären ca. 10 bis 20 Minuten eine gute Zeit. Dadurch wird der THC Gehalt erhöht, da sich das THCA in THC wandelt.
Ein Großteil des berauschenden Wirkstoffes liegt in der Vorstufe THCA vor und so kann wirklich altes Marihuana oder Haschisch noch richtig reinknallen. Diese Vorstufe oder auch CBD als ein medizinischer Wirkstoff in der Hanfpflanze, oxidieren nicht durch die Sauerstoffeinwirkung. Bei Haschplatten kann man das Oxidieren daran mit bloßen Augen sehen, wenn der Kern beim Aufbrechen heller ist. Oxidiertes THC färbt sich dunkler. Eine richtige Marihuanalagerung wird jedoch das Oxidieren vom THC minimieren.
Es muss also bei einer längeren Marihuanalagerung darauf geachtet werden, dass das Marihuana nicht mit Sauerstoff in Berührung kommt. Für eine längere Lagerung bei Luftabschirmung muss es jedoch bereits richtig trocken sein. Richtig trocken ist es, wenn es im geschlossenen Beutel lagert und nach einem Tag nicht pappig geworden ist. Diesen Prüfschritt sollte man vor der Einlagerung gehen. Wer fermentieren möchte, sollte dieses entweder vorher oder danach machen.
Die richtige Portionierung bei der Marihuanalagerung
Wer jeden Tag ein Gramm raucht und für jeden Tag ein Gramm in das Klemmverschlusstütchen packt, das alles am besten neben der Waage, dem Haushaltsgeld und vielleicht einem scharfen Messer zum Haschplatten-Schneiden legt, hat in Verbotsländern ein mächtiges Problem mit seiner Marihuanalagerung. Bewaffnetes Handeltreiben mit „Rauschgift“!
Was sich die Beamten zusammenreimen können, wird einem unterstellt und will man denen etwas erklären, werden nur die belastenden Teile notiert. Deren Job ist es, Konsumenten als Dealer hinzustellen, denn dann gibt es ein Sternchen im „Sammelheftchen“. Eine derartige Marihuanalagerung sollte man immer unterlassen. Es sollte sich in der Nähe nie mehr als die geringe Menge befinden und man sollte diese in nur einem Beutel verwahren und alle gebrauchten Klemmverschlusstütchen entsorgen. Waagen, waffenfähige Messer oder derartige Geräte sollte man nicht haben. Andere Mengen sollten woanders trocken und dunkel lagern, auch damit der Besuch nicht mal mit vollen Taschen heimgeht. Viele neue Kontakte sind keine guten Kontakte und in WGs hat man nicht mal die Kontrolle über all die Besucher, hier wäre die Marihuanalagerung bedenklich.
Man kann Marihuana oder Hasch am besten vakuumieren und trocken sowie kühl weglegen. Es geht dabei nicht nur um THC, sondern auch um Terpene, die den Geruch ausmachen und zum Teil bereits bei wärmeren Zimmertemperaturen flüchtig werden. Diese runden das Rauch- und Rauscherlebnis jedoch ab.
Es kann durchaus sogar alles eingefroren werden. Beim Auftauen könnte aber vielleicht Nässe in den Beutel eingedrungen sein, dieses sollte geprüft werden. Damit es nicht für den unterstellten Verkauf portioniert ist, könnte man den größeren Beutel einfach nach dem Öffnen erneut einschweißen. Es lässt sich natürlich auch alles in mehreren Beuteln an verschiedenen Orten einlagern. Im Brandfall wäre das sogar ein enormer Vorteil der Marihuanalagerung, weil man es immerhin noch selbst verbrennen will.
Beim Einschweißen in dünner Folie werden Marihuanastiele die Folie natürlich durchstoßen und alles zunichtemachen. Deswegen wären dickere Folien besser.
Neben dem Vakuumieren gibt es auch Beutel im Headshop Bereich, die man mit dem Bügeleisen versiegeln kann. Hier muss man natürlich auf die richtige Technik und Hitze achten. Es handelt sich um „Anti Geruchsbeutel“, an denen höchstens noch die Anhaftungen beim Verpacken riechen können. Man legt etwas Stoff über die offene Seite, bügelt darüber und schneidet es zum Öffnen wieder ab. Die Beutel halten, solange, wie sie groß genug zum Bügeln sind. Man sollte immer nur schmale Kanten zubügeln und vorher die Luft rausdrücken.
Man kann anstelle vom Einschweißen oder Vakuumieren auch alles in einem Einmachglas dunkel und kühl lagern. Solange dieses nicht ständig geöffnet und wieder geschlossen wird, ist der Luftaustausch nicht hoch und die eingeschlossene Luft hat nur endliche Sauerstoffreserven.

Wie lange ist Cannabis haltbar?
Auf diese Frage gibt es keine Antwort in Tagen, wohl aber eine belastbare Größenordnung. Die bis heute meistzitierte Untersuchung dazu stammt von Fairbairn, Liebmann und Rowan aus dem Jahr 1976, erschienen im Journal of Pharmacy and Pharmacology. Das Team lagerte Blütenmaterial, Harz und Extrakte über Jahre und maß den Wirkstoffverlust. Sorgfältig getrocknetes Material bleibt demnach ein bis zwei Jahre brauchbar, sofern es dunkel und bei Zimmertemperatur liegt.
Der gemessene THC-Verlust lag in grob zerkleinertem Pflanzenmaterial zwischen 5 und 26 Prozent pro Jahr, im Mittel bei rund 13 Prozent. Die große Spanne ist dabei der eigentliche Befund. Sie hängt nicht am Alter, sondern an den Lagerbedingungen. Als mit Abstand wichtigster Einzelfaktor erwies sich das Licht, und zwar schon normales Tageslicht ohne direkte Sonne. Temperaturen bis 20 Grad Celsius fielen dagegen kaum ins Gewicht.
Für die Praxis bedeutet das eine klare Rangfolge. Ein Jahr im dunklen Schrank kostet ungefähr ein Achtel der Wirkstärke. Dieselbe Zeit auf dem Fensterbrett kostet ein Vielfaches davon. Wer die Haltbarkeit verlängern will, schließt deshalb zuerst das Licht aus und kümmert sich erst danach um Sauerstoff, Wärme und Feuchte.
Altes Material verschwindet nicht, es verändert sich. Aus dem THC wird durch Oxidation Cannabinol, kurz CBN. Das Verhältnis von CBN zu THC dient in der forensischen Analytik sogar als Altersanzeiger für beschlagnahmte Proben. CBN wirkt spürbar schwächer berauschend und wird von vielen Konsumenten als eher müde machend beschrieben. Genau diesen Effekt beschreibt der Abschnitt zur afghanischen Kellerlagerung weiter unten, wo die älteren Jahrgänge als die milderen galten.
Die vier Zerfallsfaktoren bei der Marihuanalagerung
Vier Umgebungsgrößen entscheiden darüber, wie schnell Wirkstoffe und Aroma verloren gehen. Sie wirken unabhängig voneinander, lassen sich aber mit denselben zwei Hilfsmitteln beherrschen, nämlich einem lichtdichten Behälter und einem kühlen, stabilen Standort. Die folgende Übersicht ordnet jedem Faktor die passende Gegenmaßnahme zu.
| Faktor | Was er anrichtet | Gegenmaßnahme | Zielwert |
|---|---|---|---|
| Licht | größter Einzelfaktor beim Wirkstoffverlust, zerstört Cannabinoide auch ohne direkte Sonne | lichtdichter Behälter oder dunkler Schrank, Braunglas statt Klarglas | vollständige Dunkelheit |
| Sauerstoff | oxidiert THC zu CBN, die Wirkung wird milder und müder | Luft aus dem Behälter drücken, Gefäß passend zur Menge wählen, selten öffnen | möglichst wenig Kopfraum |
| Wärme | treibt flüchtige Terpene aus und beschleunigt jede chemische Reaktion | kühler Innenraum, kein Platz über der Heizung oder neben Elektrogeräten | unter 20 Grad Celsius |
| Feuchte | zu viel begünstigt Schimmel, zu wenig macht die Blüte staubtrocken und brüchig | Einmachglas mit Feuchtigkeitsregler, kein Aufbewahren im Bad oder Keller | 55 bis 65 Prozent relative Feuchte |
Die richtige Lagerfeuchte liegt zwischen 55 und 65 Prozent
Die Feuchte ist der einzige der vier Faktoren, bei dem sowohl zu viel als auch zu wenig schadet. Die Normungsorganisation ASTM hat dafür mit der Spezifikation D8197 ein Fenster festgelegt. Sie nennt eine Wasseraktivität von 0,55 bis 0,65, was in einem geschlossenen Glas ungefähr 55 bis 65 Prozent relativer Luftfeuchte entspricht. Unterhalb dieses Fensters wird das Material so spröde, dass Trichome bereits beim normalen Umfüllen abbrechen.
Oberhalb des Fensters beginnt der andere Ärger. Schimmelpilze brauchen verfügbares Wasser, und ab etwa 0,65 steigt das Risiko deutlich an. Betroffen sind vor allem Arten der Gattung Aspergillus, die für Menschen mit geschwächtem Immunsystem gefährlich werden können. Die Erkennungsmerkmale beschreibt unser Beitrag zu Aspergillus in Cannabis. Die Risikoeinschätzung liefert die Frage, ob schimmeliges Marihuana zu rauchen bedenklich ist.
Praktisch hält man das Fenster mit einem Feuchtigkeitsregler auf Salzbasis, wie er auch für Zigarrenhumidore verkauft wird. Diese kleinen Kissen geben Feuchte ab, wenn es zu trocken wird, und nehmen sie auf, wenn es zu feucht wird. Ein Einmachglas mit einem solchen Kissen ist die einfachste stabile Lösung für Mengen bis etwa 50 Gramm. Wichtig ist, dass das Material vor dem Einlagern wirklich durchgetrocknet und fertig fermentiert ist. Wie dieser Schritt sauber abläuft, beschreibt unser Beitrag zum Curing von Cannabis, eingebettet in den Gesamtablauf im Leitfaden zum Ernten, Trocknen und Curen.
Ein Nebeneffekt der richtigen Feuchte betrifft das Aroma. Terpene sind die flüchtigsten Bestandteile der Blüte und verschwinden schneller als die Cannabinoide. Sie entscheiden darüber, ob eine Sorte nach einem halben Jahr noch nach etwas riecht. Welche Rolle sie über den Geruch hinaus spielen, erklärt unsere Übersicht zu den Terpenen im Cannabis.
Vakuumieren, einschweißen oder einfrieren?
Vakuumieren entzieht dem Material den Sauerstoff und ist damit gegen die Oxidation die wirksamste Methode. Es hat allerdings eine Kehrseite, die im Alltag oft übersehen wird. Wer den Beutel vollständig leer zieht, presst die Blüten zu einem dichten Block zusammen. Der Druck lastet dann direkt auf den Trichomen, und ein Teil davon platzt auf. Für die Lagerung ganzer Blüten empfiehlt es sich deshalb, ein kleines Luftpolster im Beutel zu belassen.
Der Beutel selbst sollte lichtdicht sein, denn eine durchsichtige Folie schützt zwar vor Luft, aber nicht vor dem wichtigsten Zerfallsfaktor. Wer klare Folie verwendet, packt den Beutel anschließend in einen dunklen Behälter. Für kleinere Mengen, die regelmäßig geöffnet werden, ist das Vakuumieren ohnehin ungeeignet, weil jedes Öffnen einen neuen Schweißvorgang erfordert.
Das Einfrieren verlangsamt sämtliche Abbaureaktionen und eignet sich für Mengen, die über Jahre unangetastet bleiben sollen. Gefrierschränke arbeiten üblicherweise bei etwa minus 18 Grad Celsius, was für diesen Zweck ausreicht. Entscheidend ist die Handhabung danach. Gefrorene Trichome sind extrem spröde und brechen bei jeder Bewegung ab. Gefrorenes Material darf deshalb weder gemahlen noch geschüttelt werden, sondern muss im geschlossenen Behälter auf Raumtemperatur kommen. So schlägt sich außerdem kein Kondenswasser auf der Blüte nieder.
| Lagerform | Geeignet für | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|---|
| Einmachglas mit Feuchtigkeitsregler | Vorrat für Wochen bis Monate | hält die Feuchte stabil, beliebig oft zu öffnen | Glas ist lichtdurchlässig, gehört in den dunklen Schrank |
| Vakuumbeutel | Portionen, die lange unberührt bleiben | schließt Sauerstoff nahezu vollständig aus | zu starker Druck beschädigt Trichome, jedes Öffnen kostet einen Schweißvorgang |
| Geruchsdichter Bügelbeutel | Transport und geruchsempfindliche Umgebungen | hält den Geruch zurück, wiederverschließbar durch Nachbügeln | Beutel wird bei jedem Öffnen kürzer, Technik will geübt sein |
| Gefrierfach | Langzeitlagerung über Jahre | bremst Oxidation und Terpenverlust am stärksten | Trichome werden brüchig, Kondenswasser beim Auftauen |
Wer beim Lagern vor allem den Geruch im Griff behalten will, findet die passenden Kniffe in unserem Beitrag über riechendes Marihuana unauffällig zu lagern. Für das Abpacken einzelner Portionen lohnt zusätzlich der Blick auf die Hinweise zum sicheren Verwahren des Eigenbedarfs in der WG.
Haschisch und Extrakte richtig lagern
Haschisch verhält sich anders als Blütenmaterial, weil die Oberfläche im Verhältnis zur Masse viel kleiner ist. Eine gepresste Platte oxidiert deshalb vor allem außen, und genau das beschreibt der Autor oben am helleren Kern beim Aufbrechen. Wer Haschisch lagern möchte, lässt es am Stück und teilt es erst kurz vor dem Konsum. Zerbröseltes Hasch bietet dem Sauerstoff ein Vielfaches an Angriffsfläche.
Kühl und dunkel gilt hier genauso, allerdings mit einer Einschränkung. Weiche, harzreiche Sorten kleben bei Zimmertemperatur an jeder Verpackung fest. Ein kurzer Aufenthalt im Kühlschrank macht sie schnittfest, bevor sie in ein dichtes Gefäß wandern. Für Extrakte und Konzentrate ist die Kühlung ohnehin die Regel, weil sie sonst mit der Zeit zerlaufen.
Ein Punkt gilt unabhängig von der Darreichungsform. Die Vorstufe THCA übersteht die Lagerung deutlich besser als das bereits umgewandelte THC. Wer altes Material verwerten will, sollte es daher erhitzen, statt es abzuschreiben. Was dabei chemisch passiert und welche Temperaturen sinnvoll sind, erklärt unser Beitrag zur Decarboxylierung beim Kochen mit Cannabis.
Was das Konsumcannabisgesetz zur Aufbewahrung vorschreibt
Der Abschnitt zur Portionierung weiter oben beschreibt ausdrücklich die Lage in Verbotsländern. Für Deutschland hat sich dieser Rahmen am 1. April 2024 geändert, als das Konsumcannabisgesetz in Kraft trat. Die Ratschläge zur Diskretion behalten ihren Wert, der rechtliche Ausgangspunkt ist aber ein anderer geworden. Aus dem Gebot, möglichst nichts auffinden zu lassen, ist eine Pflicht zum kontrollierten Verschließen geworden.
Maßgeblich ist § 10 KCanG. Er verlangt wörtlich einen Schutz vor dem Zugriff durch Dritte, insbesondere Kinder und Jugendliche. Cannabis und Vermehrungsmaterial sind demnach am Wohnsitz und am gewöhnlichen Aufenthalt durch geeignete Maßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen zu schützen. Das Gesetz nennt keine konkrete Technik, sondern beschreibt ein Schutzziel. Ein abschließbarer Schrank oder eine kleine Kassette erfüllt es, eine offene Dose im Wohnzimmerregal erfüllt es nicht.
Praktisch trifft sich diese Pflicht mit der guten Lagerpraxis. Ein abschließbarer Schrank ist in aller Regel auch dunkel, kühl und selten geöffnet. Die gesetzliche Anforderung und die Wirkstofferhaltung ziehen also in dieselbe Richtung, was die Entscheidung für einen festen Lagerplatz erleichtert.
Für die Menge gelten eigene Grenzen. Nach § 3 KCanG dürfen Volljährige bis zu 25 Gramm Cannabis zum Eigenkonsum besitzen. Am Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt sind es bis zu 50 Gramm sowie bis zu drei lebende Pflanzen. § 9 KCanG erlaubt den privaten Eigenanbau von höchstens drei Pflanzen gleichzeitig und verbietet die Weitergabe der Ernte an Dritte. Wer aus drei Pflanzen erntet, kommt bei diesen Grenzen schnell in die Lage, Überschüsse abgeben oder vernichten zu müssen. Den Gesamtrahmen des Gesetzes fasst unser Überblick zur Cannabis-Legalisierung in Deutschland zusammen.
Historische Lagerung in Afghanistan
Marihuana wurde nicht lange gelagert, sondern von Ernte zu Ernte oder währenddessen schon weiterverarbeitet. In verschiedenen Büchern ist von der Lagerung vom Haschisch in Afghanistan zu lesen. In tiefen brunnenartigen Kellern hat das Hasch mehrere Jahre gelagert. Die Temperatur war gleichmäßig kühl, es war dunkel und natürlich kam die Luft und damit Sauerstoff an die Haschklumpen. Dabei oxidierte THC und es war milder zu rauchen. Auf ein mildes Rauchen wurde viel Wert gelegt, man rauchte einfach fünfmal mehr. Die älteren Jahrgänge waren die milderen.
Zu Hippiezeiten wurde Marihuana stärker werdend nachgefragt, das einst tendenziell schwache Mexikanisches Gras wurde pur geraucht, damit es noch eine Wirkung entfaltete. Die USA waren ein Marihuanaland, während andere Erdteile eher mit Haschisch überschwemmt wurden. Diese Extrakte haben auch höhere Wirkstoffgehalte und deswegen ist es in Europa noch heute typisch, mit Tabak zu mischen. In den USA war das jedoch absolut untypisch, wobei man einen Blunt aus Tabak als Paper zum Wickeln verwendete. Das machen viele noch heute. Der Tabak ist jedoch das, was richtig süchtig macht und zum Dauerkiffen verleitet.
Der internationale Handel wurde in diesen Zeiten sozusagen neu belebt, wenn auch dieses Mal als illegaler Schwarzmarkt und nicht als legale Importe aus Indien. Maßgeblich beteiligt war in den Anfängen eine Rockergang, die einen Schwerpunkt in Afghanistan setzte und dortigen Einwohnern einfach alles abkaufte, was diese noch in ihren Erdbunkern fanden. Einiges lagerte schon viele Jahre und hat vermutlich nur noch THCA enthalten, wodurch sich doch noch eine Wirkung einstellen konnte.
In welchen Büchern das alles zu lesen ist, liegt schon zu lange zurück. Es handelt sich um Bücher, die teils schon vor Jahrzehnten verfasst wurden. Der Name der Gang lautet „Brotherhood of Eternal Love“ und bedeutet die „Bruderschaft der ewigen Liebe“. Eben das, was man auf vielen damals gängigen Drogen spürte. Die Organisation ging von Kalifornien aus und wurde 1972 weitgehend zerschlagen. Jetzt haben wir die Hells Angels, die eine andere „Unternehmensphilosophie“ verfolgen. Neben Hasch waren LSD oder Acid das Kernsegment der Brotherhood of Eternal Love, das Ziel war die psychedelische Gesellschaft!
Häufige Fragen zur Lagerung von Cannabis
Wie lange ist Cannabis haltbar?
Sorgfältig getrocknetes Material bleibt dunkel und bei Zimmertemperatur ein bis zwei Jahre gut brauchbar. Der jährliche THC-Verlust lag in der Untersuchung von Fairbairn und Kollegen aus dem Jahr 1976 im Mittel bei rund 13 Prozent. Die Bandbreite reichte allerdings von 5 bis 26 Prozent, je nach Lagerbedingung. Ein festes Verfallsdatum gibt es nicht, weil die Umgebung stärker wiegt als die Zeit.
Kann man Cannabis vakuumieren?
Ja, und gegen die Oxidation ist das Vakuumieren die wirksamste Methode. Man sollte den Beutel jedoch nicht vollständig leer ziehen, weil der Druck die Trichome zusammenpresst und aufplatzen lässt. Ein kleines Luftpolster verhindert das. Dünne Folien werden von Stielen leicht durchstoßen, deshalb sind kräftigere Beutel die bessere Wahl.
Wie lange hält sich Cannabis im Einmachglas?
Ein dicht schließendes Einmachglas im dunklen Schrank hält die Qualität über mehrere Monate bis etwa ein Jahr. Entscheidend ist, dass das Glas nur selten geöffnet wird, denn die eingeschlossene Luft enthält nur eine begrenzte Menge Sauerstoff. Ein Feuchtigkeitsregler im Glas stabilisiert zusätzlich die relative Feuchte.
Kann man Cannabis einfrieren?
Einfrieren bei etwa minus 18 Grad Celsius verlangsamt den Abbau am stärksten und eignet sich für eine Lagerung über Jahre. Gefrorene Trichome sind allerdings sehr spröde. Das Material darf im gefrorenen Zustand weder gemahlen noch geschüttelt werden. Man lässt es im geschlossenen Behälter auftauen, damit sich kein Kondenswasser auf den Blüten niederschlägt.
Welche Luftfeuchtigkeit ist beim Lagern ideal?
Die ASTM-Spezifikation D8197 nennt eine Wasseraktivität von 0,55 bis 0,65, was im geschlossenen Behälter etwa 55 bis 65 Prozent relativer Feuchte entspricht. Darunter wird die Blüte staubtrocken und verliert Trichome beim Anfassen. Darüber steigt das Schimmelrisiko deutlich an.
Woran erkenne ich, dass gelagerte Blüten zu alt sind?
Zuerst geht das Aroma verloren, weil die Terpene als flüchtigste Bestandteile zuerst entweichen. Danach wird die Wirkung milder und eher müde machend, weil aus THC das schwächer berauschende CBN entstanden ist. Bei Haschisch zeigt sich die Oxidation an der Farbe, der Kern einer aufgebrochenen Platte ist heller als die Außenseite.
Wie lagert man Haschisch richtig?
Haschisch bleibt am besten am Stück und wird erst kurz vor dem Konsum geteilt. Zerbröseltes Material bietet dem Sauerstoff eine sehr viel größere Angriffsfläche. Kühl, dunkel und luftdicht gilt hier genauso wie bei Blüten. Weiche, harzreiche Sorten lassen sich nach kurzer Kühlung sauberer verpacken.
Muss ich Cannabis in Deutschland verschlossen aufbewahren?
§ 10 KCanG verlangt einen Schutz vor dem Zugriff durch Dritte, insbesondere vor Kindern und Jugendlichen. Cannabis und Vermehrungsmaterial sind am Wohnsitz durch geeignete Maßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen zu sichern. Das Gesetz schreibt keine bestimmte Technik vor, sondern ein Schutzziel. Ein abschließbarer Schrank oder eine Kassette erfüllt es, eine offene Dose im Regal nicht.
Wie viel Cannabis darf ich zu Hause aufbewahren?
Nach § 3 KCanG sind Volljährigen am Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt bis zu 50 Gramm Cannabis und bis zu drei lebende Pflanzen erlaubt. Außerhalb der Wohnung liegt die Grenze bei 25 Gramm zum Eigenkonsum. Der private Eigenanbau ist nach § 9 KCanG auf drei Pflanzen gleichzeitig begrenzt.
Verliert altes Gras seine Wirkung vollständig?
Nein. Ein großer Teil des Wirkstoffs liegt als THCA vor, und diese Vorstufe oxidiert nicht durch Sauerstoffeinwirkung. Sie wird beim Rauchen oder Verdampfen ohnehin in THC umgewandelt. Wer altes Material essen möchte, muss es vorher erhitzen, damit dieselbe Umwandlung stattfindet.





































